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Soulgate’s Dawn

Storie von: arne, am 23.07.2004 ]

Auf das Debüt- Album von SOULGATE’S DAWN aus Jena habe ich mich richtig gefreut, denn schon das letztjährige Demo versprach einen interessanten Longplayer, der mit "Stardust" (Circulation) jetzt vorliegt.

 
Von Beginn an gefällt das hohe Energie-/Intensitäts-Level der Songs. Das Quintett um Leute von Fall Of Serenity, Quickshot und Brainflakes bietet unterhaltsamen MetalCore mit schön viel Mosh und jeder Menge guter Melodie-Läufe.

Interessant finde ich, dass es der Fünfer erst gar nicht versucht, sich vom Sound der Genre-Führer abzusetzen, sondern vielmehr ab Track eins im Fahrwasser zwischen Heaven Shall Burn und Killswitch Engage schippert. Die Parallelen könnten oftmals augenfälliger kaum sein, aber bestens erprobt ist der emotionale Mix aus Mosh, Melodie-Mid- Tempo und gelegentlichen Abgehparts allemal. Die gewünschte Wirkung stellt sich unweigerlich ein, denn handwerklich ist "Stardust" eine solide Geschichte. Obwohl sich mit zunehmender Spielzeit eine gewisse Vorhersehbarkeit einstellt, überzeugen mich SOULGATE’S DAWN mit ihrem Debüt dennoch. Es geht dem Quintett allein um fetten MetalCore und den gibt’s hier in geballter Form.

Die junge Band ist über dem gemeinen MetalCore-Durchschnitt anzusiedeln, denn das Material auf "Stardust" ist dafür stark genug; schlichtweg eingängig effektiv. Gitarrist Uwe über die Ausrichtung der Jenaer: „Wir wussten von Anfang an, was wir wollten und wohin es gehen sollte. Es war und ist uns egal, wie viele Bands es im Metalcore schon gab oder gibt . Wir hören diese Musik und wollten deshalb auch in die Richtung, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob SOULGATE’S DAWN ’was Großes wird oder nicht. In unseren eineinhalb Jahren ist so viel passiert, womit wir nicht gerechnet hatten und das scheint so weiter zu gehen. Unsere Stärke ist, dass wir uns schon viele Jahre kennen und einander zu nehmen wissen. Das sieht man gerade live. Ich hoffe, dass uns aus diesem Grund Besetzungswechsel erspart bleiben.“

Der Weg bis zum Debüt war schnell gegangen:

„Alles ging Schlag auf Schlag. Mit unserer Promo-CD sind die ersten


Reviews erschienen, die uns den Sprung auf den Label-Sampler ´03 von Circulation Records ermöglicht haben. Dann kamen schon die ersten Labelanfragen und wir entschlossen uns zu Circulation zu gehen. Unser Debüt war veröffentlicht und so fanden wir uns auf der USA-Tour wieder, die uns Triangle Management angeboten hat. Es stehen noch einige Shows bis Ende des Jahres an und für März 05 ist ne größere Tour geplant. Ansonsten sollte man wissen, dass wir keine Eintagsfliege sind und auf´s neue Album zuarbeiten.“

Das (fast) geschlossen positive Presse-Feedback auf Demo und Debüt hatten SOULGATE’S DAWN dabei nicht erwartet:

„Überrascht waren wir auf jeden Fall. Wir haben ´ne Weile gebraucht, das alles zu realisieren, weil keiner damit gerechnet hat. Durch permanentes “Sich-gegenseitig-anrufen“ sind wir fast pleite gegangen. Auch unser Debüt ist sehr gut angekommen. Natürlich gibt es bei einer Full-Length immer was zu meckern. So ist z.B. unser Layout einer der Kritikpunkte, wobei wir da trotzdem anderer Meinung sind und es wieder so machen würden. Kritik zur Musik ist eigentlich keine wirkliche Kritik; außer das Übliche; wir würden wie Heaven Shall Burn und Killswitch Engage klingen. Wir hören nun mal diese Musik und vielleicht schmeichelt es uns sogar. Abgesehen davon haben wir sehr positive Resonanz bekommen und darauf sind wir stolz.“

Das dürfen die Musiker auch sein, denn die Jenaer wollten nie anders klingen:

„Wie schon gesagt, geplant oder positioniert haben wir gar nichts. Wir machen die Musik, die uns gefällt und wenn morgen ganz Europa MetalCore spielt, werden wir trotzdem nicht Guns´n’Roses covern. Uns kann keiner erzählen, dass Musik ’ne Eingebung im Schlaf ist. Jeder ist durch die Musik geprägt, die er hört. Natürlich sind unsere Einflüsse nicht von der Hand zu weisen, aber wir wollen niemanden plakativ nachahmen.“

 
 Links:
  Soulgate's Dawn
  Circulation Records
 
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