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Killswitch Engage

Storie von: Zosse, am 17.07.2004 ]

Nach dem Ausstieg von Stimmwunder Jesse Leach war alle Welt, inklusive mir, natürlich gespannt darauf, wie sich der neue Shouter Howard Jones, der von den Noise/Math-Corelern Blood Has Been Shed „entliehen“ wurde, in die Metal-Core-Band der Stunde einfügen würde.

 
Mit „Alive Or Just Breathing“ setzten sich KILLSWITCH ENGAGE aus New England, Massachusetts ihr eigenes Denkmal und selbst die Muckerpolizei des Hardcore nahm es der Band nicht mehr übel, das man auf Roadrunner Records signte, einem Label, das in der Vergangenheit ja hauptsächlich mit modernen Metal-Acts wie Slipknot und Machine Head an den Start gegangen ist. Für die Die Hard-Zunft des „Hartkern“ natürlich eine Sellout-Todsünde, die angesichts der Güte des Materials aber kurze Zeit später vergessen war.

Ich war ungeheuer gespannt auf das Interview mit dem muskulösen Glatzkopf am Mikro, der bereits auf der ersten Roadrage-Tour sein Können eindrucksvoll demonstrierte und mit der neuaufgenommenen Version von ‚Fixation On The Darkness‘ und dem neuen Stück ‚When Darkness Falls‘ vom „Freddy vs. Jason“-Sampler auch auf Tonkonserve glänzte.

Wer Blood Has Been Shed kennt, merkt natürlich sofort, daß Howard dort unmenschlicher keift, grunzt und kehlt als bei KILLSWITCH ENGAGE. Der Gesangsstil, den Howard heuer offenbart, gleicht seinem Vorgänger annähernd 100%-ig (was mich aber auch nicht weiter stört). Grund also, nach kurzer Lobhuddelei über das famose Album, die erste Frage dazu zu stellen.

Ich las im Netz, daß Howard der typische Stil von Jesse vorgegeben wurde, um keine Fans zu verprellen. Die Reaktion darauf fiel etwas schroff und kurz aus. Der gekränkte Stolz, ist bis zu einem gewissen Punkt auch nachvollziehbar, aber nicht gerade professionell. Leider ging das bei allen anderen Fragen so weiter.

Man könnte jetzt annehmen, das dies an meiner journalistischen „Dreistigkeit“ lag, direkte Fragen zu stellen, wobei ich dazusagen muß, daß ich mich nicht dazu


berufen fühle, jemanden verbal den Arsch zu pudern. Wenn ich etwas höre oder lese, frage ich halt an Ort und Stelle nach. Einschieben sollte ich auch noch, daß Howard schon beim vorausgegangenen Smalltalk extrem kurz angebunden war und maulfaul wirkte. Vielleicht hatte ihm ja schon jemand anders die Laube verhagelt.

Zumindest konnte man ihm noch rauskitzeln, daß seine „alte“ Band noch aktiv ist, auch wenn er seinen Stöckeschwinger Justin Foley gleich bei KILLSWITCH ENGAGE mit importiert hat. Als wir zu der Bedeutung der Texte, im speziellen zu dem der genialen Halbballade und ersten Single ‚Rose Of Sharyn‘ kamen (schließlich hat das Label sich die Arbeit gemacht, alle Texte mitzuschicken) fragte mich Howard doch frötzelnd, wo ich meine Infos beziehen würde.

„Wenn du meinst, dann denk doch, es geht um eine Ex-Beziehung. Das kann jeder anders sehen! Ich möchte darüber nicht reden.“

Doch weiter im Text. An die lustigste Frage der Roadrunner-Competition, die Wochen vorher online gestartet war, konnte er sich nicht mehr erinnern, obwohl er die Antworten wahrscheinlich kurz vorher online gehackt hat. Bei welchem Song sein Vorgänger Jesse Leach Backings singt, wollte er nicht sagen („Wenn Du das nicht raus hörst, tut es mir leid!“)

Nun ja, hätte ich das vorher gewußt, das man keine gescheiten Antworten bekommt, hätte ich es beim Interpretieren belassen. So war ich auch nicht schlauer als vorher, wobei... halt... In einer Beziehung schon. Das nächste Mal ist mir meine Zeit für so eine Chose zu kostbar! Roadrunner, schickt doch nächstes Mal bitte einen anderen Vertreter der Band auf Interview-Tour, ja?! Dann kann man auch eine informativere Story schreiben.

 
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