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Beyond The Void

Interview von: Janick mit Daniel & Dominik, am: 23.06.2004 ]

Mit ihrem Erstling "Our Somewhere Else" hat die deutsche Gothic-Rock Formation BEYOND THE VOID ein starkes Debut auf die Gothic-Gemeinde losgelassen und somit eine erste Duftmarke setzen können. Das Münchner Sechstett ist ein wahrlich interessanter und vielversprechender Act am traurigen Gothic-Himmel. Grund genug bei den sympathischen und tiefgründigen Zeitgenossen genauer nachzuhorchen....

 

Musicscan: Stell dich bitte kurz vor und dann den Rest der Band.

Beyond The Void: Daniel: <- am Gesang, an Gitarren Dominik und Martin, Ulrich am Bass, Rudolf an den Tasten und der Ben am Schlagzeug.

Musicscan: Was sollten unsere Leser über Beyond The Void, wissen? Gib uns einen kurzen Abriss eure Bandhistorie, wann,wo und warum habt ihr euch formiert?

Beyond The Void: Dominik: Gründungsdatum ist der 2. Januar 00, der Tag an dem wir in unserer ursprünglichen Formation zum ersten Mal zusammen getroffen sind, um Musik zu machen - damals noch zu viert (Martin und Rudi sind erst später dazugestoßen) und noch mit Jonny am Bass. Ich hatte zuvor einige Songs geschrieben und es wurde für mich Zeit, diese auch mit einer Band live zu spielen. Also machte ich mich auf die Suche nach geeigneten Musikern - Jonny und Benny kannte ich schon, Daniel hat sich auf eine Flyer-Aktion gemeldet. Unsere erste gemeinsame Probe lief so gut, dass wir völlig die Zeit vergaßen und mitten in der Nacht feststellten, dass keine S-Bahnen mehr fuhren... Daniel: Stimmt, hehe, und der Dominik musste mich heimfahren. Guter Einstand. ;)

Musicscan: Wie sind denn die Reaktionen auf euer Debut "Our Somewhere Else" bis jetzt so ausgefallen?

Beyond The Void: Dominik: Überwiegend positiv, v.a. die Bewertung des Metal-Hammer (6 von 7 Punkten) freut uns, ebenso wie die enorme Unterstützung des Zillo. Da wir aber keine Einheits-Pop-Musik machen, war zu erwarten, dass wir auch negative Bewertungen wie z.B. im Sonic Seducer bekommen. Unser Ziel ist es aber auch nicht, jedem zu gefallen - unsere Musik hat Ecken und Kanten.

Musicscan: Wie lange habt ihr denn im Ganzen an eurem ersten Album gebastelt?

Beyond The Void: Dominik: Nach unserer Gründung haben wir zunächst verschiedene Facetten düsterer Musik ausprobiert, bis wir mit dem Song "Through the dark" das Fundament für das erste Album und unseren persönlichen Stil gelegt haben. Von da an hat es ungefähr 2 Jahre gedauert, bis wir mit einer Fülle von Material ins Studio gegangen sind. Da wir noch keinen Deal hatten, musste die ganze Produktion inklusive Mixdown in knappen 3 Wochen ablaufen - und ich denke, dass wir auf das Ergebnis stolz sein können.

Musicscan: "Our Somewhere Else" ist bei dem kleinen Label Transformer Records erschienen, wie kam es zu dem Kontakt?

Beyond The Void: Dominik: Transformer-Records untersteht Artur Silber, dem Besitzer des Downtown-Studios, in dem wir unser Album produziert haben. Er war begeistert von unserer Musik und hat angeboten, uns mit seinem Label zu unterstützen.

Musicscan: BEYOND THE VOID werden des öfteren mit Bands wie HIM oder vielleicht The Rasmus verglichen, nerven diese Vergleiche oder seid ihr sogar der Meinung, dass diese Vergleiche nicht zutreffend sind?

Beyond The Void: Dominik: Bei jeder neuen Band werden Vergleiche zu bekannten Bands angestellt. Das geschieht, um dem Leser mit möglichst wenigen Worten eine Vorstellung davon zu geben, in welche Richtung die Musik dieser neuen Band geht und ist also ein ganz normales Prozedere. Solange man uns nicht vorwirft, eine andere Band nachzuahmen - was auch völlig unberechtig wäre - bin ich mit solchen Vergleichen einverstanden, manche bringen mich auch zum Schmunzeln.

Musicscan: Eure Songs sind immer von einem traurigen und melancholischen Grundton durchzogen, doch in aller Traurigkeit scheint meiner Meinung nach doch immer ein fünkchen Hoffnung in eure Musik zu stecken. Ist das gewollt bzw. ist dies für euch sogar wichtig?

Beyond The Void: Daniel: Die reine Melancholie wird durch verschiedene andere Gefühlsströmungen durchbrochen, gerade dadurch entstehen Kontraste und Spannung in unserer Musik. Auch Hoffnung spielt da eine Rolle, wir deprimieren ja nicht nur, wir trösten auch gelegentlich. :)

Musicscan: Mein Lieblingssong auf eure Scheibe ist definitiv "Painless", welcher ist dein Favorit und warum?

Beyond The Void: Dominik: Schwere Frage, jeder von uns hat andere Favoriten, und bei mir persönlich ändert sich das auch immer wieder. Painless gehört aber auch definitiv zu meinen Lieblingen.

Musicscan: Wie seid ihr eigentlich auf den Namen BEYOND THE VOID gekommen? Steckt da eine bestimmte Geschichte dahinter bzw. was wollt ihr damit ausdrücken?

Beyond The Void: Daniel: Der Name blickt hinter die Leere unseres Daseins und stellt die Frage, ob das alles ist? Prinzipiell muss hinter der Leere etwas sein, sonst wäre ja dahinter noch mehr Leere. Diese hirnverbiegende Fragestellung schwingt in unserem Namen mit. In letzter Zeit suchen wir jedoch die Leere introspektiv, und versuchen zu erörtern was sich in uns verbirgt. Da tun sich Abgründe auf.

Musicscan: Zur Zeit tummeln sich viele Gothic Rock Bands im Musikzirkus, was ist bei euch anders bzw. was setzt euch von der Maße der Gothic Bands ab?

Beyond The Void: Daniel: Nu ja, erstmal kann man bei uns in München die Goth Rock Bands an einer Hand abzählen, vielleicht sogar noch wenn man in einem Sägewerk arbeitet. Metal Bands gibt's zum Beispiel bestimmt 10x so viel. Aber da wir eigentlich nicht nach draußen gucken wenn wir unsere eigene Mischung aus Gothic, Rock und anderer modernen Musik zusammenpanschen, stehen die Chancen gut dass wir nicht fotokopiert klingen. Dominik: Ich denke, unsere Musik und auch unsere Lyrics sind etwas tiefgründiger als die von manch anderen Gothic-Rock-Bands. Wir sind nicht so plakativ wie z.B. HIM, zielen nicht nur auf Kommerz und Eingängigkeit beim ersten Hören. Manche Songs offenbaren ihren Reiz vielleicht erst nach mehrmaligem Hören. Dafür werden sie auch nicht langweilig. Unsere besondere Stärke liegt wohl auch darin, dass wir sehr individuelle Instrumentalisten sind und diese Individualität auch ausleben - keiner von uns ist ersetzbar, ohne dass sich der Gesamteindruck unserer Musik drastisch verändert.

Musicscan: Gibt es schon irgendwelche Tourpläne oder mögliche Festivalauftritte?

Beyond The Void: Daniel: Wir spielen dieses Jahr auf ein paar Festivals, u.a. Stustaculum (größtes Studentenfestival Deutschlands) und Garnix Festival. Dominik: Dann ist im Oktober/November eine Deutschland-Tour angesetzt, präsentiert von Radio Dunkle Welle und einem großen Gothic-Magazin, näheres dazu in Kürze. Unterstützt werden wir dabei durch unsere Booking-Agentur "I Hate Music". Daniel: Wer mitmachen will, Club oder Band: booking@beyondthevoid.de

Musicscan: Nun ein Blick in die Zukunft, habt ihr schon neue Songs am Start? Gibt es vielleicht stilistische Veränderungen bzw. Erweiterungen?

Beyond The Void: Dominik: Ja, wir liegen nicht auf der faulen Haut. Das zweite Album ist in Ideen und Skizzen schon so gut wie fertig, wir haben diesmal noch intensiver an einem schlüssigen Konzept gearbeitet und werden auf dem kommenden Album gereifter, düsterer und auch härter klingen. Mehr wird aber noch nicht verraten. Für die ganz Neugierigen: drei neue Songs präsentieren wir bereits bei den kommenden Auftritten im Sommer.

Musicscan: Gibt es etwas, dass es anzufüngen, anzumerken oder zu ergänzen gilt? Hier ist die Gelegenheit...

Beyond The Void: Daniel: Vielen Dank an Music-Scan für die Unterstützung und für das offene Ohr, wer hört einem heutzutage schon noch bereitwillig zu, so für umsonst und so? Und außerdem hoffe ich, dass das Geldbündel gut angekommen ist, viel Spaß damit und auch an die Leser ein 'bis bald on Tour', hoffentlich bei Euch ein Haus weiter.

 
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