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Champion

Storie von: arne, am 09.06.2004 ]

Champion sind schlichtweg klasse und der Hype um den Fünfer aus Seattle ist definitiv berechtigt. Geboten wird schmissiger Straight Edge-Old School-Hardcore zwischen Chain Of Strength und Turning Point. Alles kommt super positiv und so verdammt melodiös aus den Boxen, hat in diesem Sinne auch was von Reach The Sky.

 
Kürzlich waren die sympathischen Jungs auf erster Euro-Tour unterwegs und bei dieser Gelegenheit sprach ich in Berlin kurz mit Shouter Jim. Die Band kam gerade ziemlich verspätet von einem Gig in Polen und ich hatte knappe 10 Minuten, bevor ich selbst los musste. Als Vorstellung von Champion brachte der Shouter: „Wir sind eine Straight Edge Band und das sollte man auch wissen. Wir drücken das zwar keinem auf, aber das prägt unseren Stil.“

Als wenn man das nicht mitbekommen würde. Auch die Labelsituation war schnell geklärt, das Release auf Join The Team Player lediglich Tour-Support: „Wir sind bei Bridge Nine unter Vertrag. Zur Tour sollte es aber ein Release geben, da Bridge Nine hier keinen richtigen Vertrieb hat.“

Die erste Europa-Rundreise lief für Champion sehr erfolgreich und überall wurden sie abgefeiert: „Es läuft super und jede Show ist gut besucht. Wir waren ja noch nie hier in Europa, aber die Kids kennen unsere Songs und gehen richtig ab.“ Im Vorfeld hatte man sich aber bewusst zurück genommen: „Wir haben uns bewusst von allen Erwartungen frei gehalten und sind einfach hier her gekommen. Alles ist auf uns zu gekommen und wir sind heute überglücklich. Es könnte kaum besser laufen.“

...und bald werden die Jungs noch viel mehr unterwegs sein, denn Champion wird inzwischen hauptberuflich gefahren: „Schon in der Vergangenheit haben wir viel getourt. Letzten Monat haben wir die Aufnahmen für unser Full Length- Debüt beendet und das wird im Juli kommen. Wenn wir zurück nach Hause kommen, werden wir ganz offiziell als Vollzeit-Band unterwegs sein. Wir gehen sofort mit Comeback Kid auf Tour und danach geht’s dann gleich weiter. Es wird hart, aber wir sind richtig motiviert. Mal abwarten, was passiert.“

Drück den Jungs die Daumen, dass sie noch lange weiter machen und nicht die Motivation verlieren. Mit dem Artwork von „Time Slips Away“ hat die Band ihrer Heimatstadt ein Denkmal gesetzt, aber wieso: „Wir sind sehr stolz auf stolz auf Seattle und an dieser Stadt hängt unser Herz, gerade auch an der Hardcore-Szene mit ihrer großen Vergangenheit


mit Brotherhood, Trial und Undertow. Wir wollten dem Respekt zollen und den Leuten zeigen, woher wir kommen.“

Das kommt gut an, aber kann man Champion wirklich in eine Reihe mit den alten Größen stellen: „Ja, ich sehe uns in der Tradition der Bands von Seattle, denn früher waren wir auf ihren Konzerten. Das hat mit Sicherheit Spuren hinterlassen und heute halten wir die Flagge hoch.“ Der Hype um die Jungs wird auch von anderen Seattle-Bands fleißig mitgeschürt und so langsam scheinen Champion die bekannteste HC-Band ihrer Stadt zu sein: „Ich weiß nicht, ob wir die populärste Hardcore-Band aus Seattle sind, aber es ist eine Ehre, so etwas zu hören. Wir haben viele Freunde in den richtigen Positionen, was uns natürlich hilft. Neben uns gibt es in Seattle aber noch andere richtig gute Bands. Wir sind nicht die einzigen.“

Dennoch ziehen die Jungs mehr Interesse als andere Gruppen auf sich: „Das Interesse an uns ist schon recht groß, aber dahinter steckt auch viel Arbeit von Bridge Nine und Join The Team Player. Auch die Bands, die uns mit auf Tour genommen haben, leisteten daran ihren Anteil. Alles hat sich natürlich, wenn auch recht schnell, entwickelt. Als wir anfingen, gab es in Seattle keine Bands, die einen vergleichbaren Sound spielten und genau deshalb haben wir damit begonnen. Das ist, woran unser Herz hängt und was wir lieben.“

Das war eine Steilvorlage, Jims Meinung zu den großen Parallelen des Champion-Sound zu hören: „Chain Of Strength war eine fantastische Band und unser Gitarrist, der die meisten Song-Ideen mitbringt, ist ein großer Fan von ihnen. Der Vergleich ist also schon berechtigt und ich kann mit ihm leben.“ Und die andere: „Ich selbst mag Reach The Sky sehr und wir haben mit ihnen schon viele Shows gespielt. Auf der neuen Platte klingen wir ihnen wohl noch etwas ähnlicher, also hast du schon recht.“ Das würde mich freuen, her mit der Platte: „Die neue Platte wird sowohl härter als auch melodischer sein. Es gibt deutlich vielfältigere Elemente und wir sind breiter angelegt. Es werden elf Songs sein, aber mehr verrate ich nicht.“

 
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