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Maroon

Storie von: arne, am 01.06.2004 ]

Die Nordhausener von MAROON legen mit "Endorsed By Hate" (Alveran) ihren zweiten Longplayer vor und dieser ist ein brutaler Hassbatzen geworden.

 
Zunächst fällt auf, dass die "Xe" um den Bandnamen herum verschwunden sind. Das Quintett will sich allein aufgrund seiner Musik bewertet wissen und mögliche Missverständnisse von Beginn ausräumen. Das ist legitim, wie ich finde, zumal die Band nach wie vor für die gleichen Überzeugungen (Veganismus/Straight Edge) eintritt, diese aber auf eine persönlichere Ebene zurück nimmt.

Im zweiten Schritt, dem Hören, offenbart sich, dass der Brachialsound des Fünfers diesmal noch metallischer gestaltet ist. Vor allem das Drumming zeigt sich durch Neuzugang Nick deutlich variabler und zwingender. Die neu gewonnene Härte setzt sich in allen Belangen (auch den Texten) fort, "Endorsed By Hate" ist aggressiver, drückender und bedrohlicher als sein Vorgänger “Antagonist.“

MAROON zeigen sich noch immer im MetalCore positioniert, liefern zwischenzeitlich aber astreine Thrash-Parts ab. Explosive Tempo-Parts werden immer wieder mit heftigsten Mosh-Parts abgefedert, was in Kombination ein abwechslungsreiches Album entstehen lässt, dem lediglich die herausstechenden Höhepunkte fehlen. Bassist Tom ist vom eigenen Zweitwerk vollends überzeugt:

„Wir waren noch nie so mit einer Platte so zufrieden wie mit "Endorsed By Hate". Die Platte ist einfach brutaler, abwechslungsreicher und, meiner Meinung nach, auch besser als alles andere, was wir bis jetzt gemacht haben.“

...“Wir selber standen für die neue Platte auch nicht unter Druck, weil wir von Anfang an von den Songs überzeugt waren.“ Sagt er voller Selbstbewusstsein und Shouter Andre ergänzt:

„Das Wichtigste war, nicht daran zu denken, was die Leute vielleicht für Erwartungen an die neue Platte stellen. Wir haben einfach gute Songs geschrieben und versucht, das Negative dieser Zeit auf der Platte zu bündeln. Hört sie euch einfach an!“

Das solltet ihr wirklich tun, denn: „Sowohl musikalisch als auch lyrisch gibt es schon krasse Veränderungen mit der neuen Platte. Musikalisch sehen wir "Endorsed By Hate" als Neo


-Thrash Album mit noch fetteren MoshParts als auf dem letzten! Die neuen Texte sehe ich als logische Weiterentwicklung und als Antwort auf die Dinge, die ich jeden Tag erlebe.“

Etwas konkreter ausgeführt erwartet den Hörer folgendes: „Animal Liberation ist nach wie vor ein wichtiges Thema für uns, und die Wut, die auf der Platte zu hören ist, spiegelt unsere täglichen Eindrücke wider. Gerade, weil man nur gegen Wände redet, hat sich diese Wut noch verstärkt. Die kranke Gesellschaft mit all ihren Ausprägungen wie Mord, Vergewaltigung und der tägliche millionenfache Tiermord gibt uns genug Material um noch Texte für hundert weitere Platten zu schreiben.“

Die Wut im Bauch wächst also täglich, doch für den heftigen Sound des Albums sind auch die Produktion und der neue Trommler verantwortlich, der seine Kollegen gnadenlos antreibt, einen fetten Teppich zimmert:

„Nick kommt nun Mal aus der Thrash-/ Death Metal- Ecke, und ich denke, er hat mit seinem Drumming dazu beigetragen, dass die Platte schneller und thrashiger ausgefallen ist. Ich finde auch, dass die super fette Produktion von Tue Madsen (Antfarm Studio) den nötigen Kick gibt. Hinzu kommt, dass Jacob von Hatesphere einige Backing Vocals beisteuerte, was die Aggressivität weiter gesteigert hat.“

Tom zieht ein ähnliches Fazit: „Brutale, schnelle und fette Songs mit einer Hammer-Produktion! Das größte Plus ist die Abwechslung, die das Album von den früheren Releases unterscheidet. Wir sind schneller geworden und haben noch mehr Wert auf alles zerstörende Mosh-Parts gelegt. Wie gesagt, besonders gefällt mir, dass wir das Tempo hochgeschraubt haben!“

In Support von "Endorsed By Hate" werden MAROON im Sommer mit dem Earth Crisis- Nachfolger Freya touren. Live sind die Nordhausener immer eine Bank, doch Andre relativiert: „Die Show ist immer nur so gut wie die Crowd, denn ohne ’ne Reaktion vom Publikum, kann es wie eine öffentliche Probe sein, und selbst dann ziehen wir unser Ding durch!“

 
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