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Burden Of Grief

Interview von: Nis mit Philipp, am: 19.02.2004 ]

Burden Of Grief sind eine der Ausnahme Bands Deutschlands. Hier wird rasend schneller aber dennoch melodischer Death Metal regelrecht zelebriert. Der deutsche Fünfer geht völlig kompromisslos zu Werke und lässt wirklich nichts anbrennen. Anlässlich der neuen Platte "Fields Of Salvation" haben wir mit Gitarrist Philipp Hanfland Kontakt aufgenommen. Der symphatischen Metaler hat sich im Kreuzverhör wirklich gut gemacht und uns einen guten Einblick in die Band und das "Drumherum" gegeben´;-)

 

Musicscan:Hi, hier Nis vom music-scan.de zuerst mal ein dickes Lob für die Neue Scheibe. Habe selten so etwas Gutes aus heimischen Gefilden gehört. Wie steht Ihr zu Eurer neuen Scheibe und was bedeutet das gute Stück für Euch?

Burden Of Grief:Vielen Dank für dein Lob. Wir sind auch äußerst zufrieden mit dem Album. Es ist immer ein sehr befreiendes Gefühl, wenn man nach den Monaten harter Arbeit endlich die fertige CD in den Händen halten kann. Dieses Mal hat es sehr lange gedauert, weil der Wechsel zu Remedy Rec. einige Zeit verschlungen hat. D.h. dieses Mal war es eine sehr lange und z.T. auch schwierige "Geburt". Aber dafür sind wir um so stolzer auf das Album.

Musicscan: Ihr habt Euch ja drei Jahre Zeit gelassen bis nun endlich „Fields Of Salvation“ erschienen ist. Wie kam es zu der langen „Pause“ und womit habt Ihr Euch in dieser Zeit (auf die Band bezogen) in erster Linie beschäftigt?

Burden Of Grief:Wie gesagt, durch den Wechsel vom Massacre Records zu Remedy Records sind einige Monate ins Land gezogen. Das Album ist eigentlich schon seit einem halben Jahr fertig. Außerdem erschien "On Darker Trails" Ende 2001 und "Fields Of Salavtion" Anfang 2004. Von daher sind es nicht ganz 3 Jahre. Aber einige Zeit brauchen wir immer bis wir mit einem Album fertig sind.

Musicscan:Hat sich in den vergangenen drei Jahren etwas an Lineup getan? Wenn ja. In welcher Form und wie kam es dazu?

Burden Of Grief:Das ist ein weiterer Punkt, warum das Album jetzt erst erscheint. Nach "On Darker Trails" haben unser alter Drummer Chris und unser alter Gitarrist Olli aus Zeitgründen die Band verlassen und bis wir dann ein neues Line Up stehen hatten, dauerte es auch einige Monate. Beide hatte zu viel mit ihrem Studium zu tun, sodass sie freiwillig gegangen sind. Uli ist daraufhin vom Bass an die Gitarre gewechselt und unser neuer Drummer Carsten war damals schon lange Zeit unser Aushilfsdrummer. Mit Dirk kam dann ein langjähriger alter Freund der Band als neuer Bassist hinzu. Ich denke, das aktuelle Line-Up funktioniert sehr gut, weil jeder weiß, wie viel Arbeit die Band bedeutet.

Musicscan:Burden Of Grief existierten mittlerweile schon seit 10 Jahren. Bei vielen Bands ist dann ja langsam die Luft raus und es wird immer ruhiger... Bei Euch verhält es sich ja genau umgekehrt, jedenfalls toppt „Fields Of Salvation“ definitiv die beiden Vorgänger. Ich denke so eine lange Zusammenarbeit setzt schon eine Menge Vertrauen und Freundschaft innerhalb der Band voraus oder liege ich da falsch...?!

Burden Of Grief:Die ersten Jahre bedeuteten erst mal ein Entwicklungsprozess, in dem man sich überhaupt klar werden muss, welche Musik man machen will. Viele Underground Bands resignieren nach vielen Jahren daran, dass sie auf der Stelle treten und nicht voran kommen. Dadurch, dass wir die Möglichkeit haben, auf professionelle Weise CD's zu veröffentlichen und größere Konzerte zu spielen, werden wir immer wieder auf's Neue angespornt, weiter zu machen und uns zu verbessern. Denn die Konkurrenz schläft nicht...

Musicscan:Produziert wurde „Fields Of Salvation“ von Tommy Hansen, der unter anderem schon mit Illdisposed, Hatesphere und Helloween zusammengearbeitet hat. Stand es von Anfang an fest, dass Ihr mit Tommy zusammenarbeiten wolltet oder gab es irgendwelche ausschlaggebende Gründe die Euch zu Ihm geführt haben? Das Ergebnis ist auf jeden Fall sehr fett geworden und passt echt wie „Arsch auf Eimer“ zu Eurer Musik... finde ich zumindest ;-)

Burden Of Grief:Wir hatten von Anfang an vor, nicht mehr zu Andy Classen zu gehen, sondern das Album in einem günstigeren Studio vorzuproduzieren und dann bei einem unserer absoluten Wunsch-Kandidaten komplett abzumischen. Aufgenommen haben wir im MetalSound Studio des Dark At Dawn Drummer und den Zuschlag für's Mixing hat Tommy Hansen erhalten. Wir hatten zwar noch einige andere Wunschkandidaten, aber entweder hatten die keine Zeit oder waren unbezahlbar. Mit Tommy Hansen haben wir auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen und wir werden wohl in Zukunft weiterhin mit ihm zusammenarbeiten.

Musicscan:Burden Of Grief ist für Euch mittlerweile sicherlich mehr als nur ein Hobby geworden. Ist es schwer Job und Band unter einen Hut zu bekommen? Zumal Ihr ja auch immer recht Bühnenpräsent seid...

Burden Of Grief:Sehr schwer ist es in erster Linie für mich, da ich mich um sämtliche Business-Belange kümmere, d.h. ich mache sämtliche Interviews, ich gestalte und verwalte die Homepage, ich habe das CD-Layout gemacht, ich kümmere mich um Konzerte usw. Solange wir "nur" Wochenendgigs spielen, lässt es sich mit den Jobs unter einen Hut bringen. Sollte bald eine komplette Tour anstehen, muss man natürlich gut planen. Aber bisher hat's fast immer hingehauen, Job und Band zu vereinbaren. Schwieriger ist es häufig, Freundin und Band zu vereinbaren, ha, ha...

Musicscan:Als was verdient Ihr denn Eure Brötchen im „Real Life“?

Burden Of Grief:Zwei von uns sind Studenten, nämlich unser Basser Dirk und ich. Carsten arbeitet beim AWD als Finanzberater, unser Sänger Mike ist Tischler und Uli ist arbeitslos.

Musicscan:Ihr wart 2002 ja auf sowohl auf dem Iron Maiden als auch auf dem Metallica Tribute Album vertreten. Gehe ich also recht in der Annahme, dass Ihr eingefleischte Metaller seid, oder findet sich hier und dort auch mal eine CD aus `nem anderen Genre in Eurer Sammlung?

Burden Of Grief:Maiden und Metallica sind sicherlich unsere absolut größten Faves. Von daher sind wir besonders stolz, dass wir es auf diese beiden Tribute-Sampler geschafft haben. Zum überwiegenden Teil hören wir auch alle durchweg Metal. Carsten mag außerdem sehr gerne so Sachen wie Dave Weckl und Uli hört außerdem einige EBM Sachen. Ansonsten kann ich nicht allzu viel über die musikalischen Vorlieben der anderen erzählen. Mein Geschmack geht innerhalb des Metal recht weit auseinander, aber mit Metal hat's dann doch immer irgendwie zu tun.

Musicscan:Apropos Sammlung – Vinyl oder CD, das ist hier die Frage!

Burden Of Grief:Bei mir eindeutig Vinyl. Ich habe zwar etwa gleich viele CDs und LPs, aber generell gebe ich Vinyl eindeutig den Vorzug. Die Vorteile liegen ja auf der Hand: schöneres, größeres Cover, besserer Sound, keine kopierbare Massenware wie CDs usw... Leider lohnt es sich für uns nicht wirklich LPs herzustellen, weil es sehr kostenaufwendig ist und wir wahrscheinlich nicht genug davon absetzen könnten.

Musicscan:In diesem Zusammenhang würde doch wunderbar Deine momentanen Top 5 Alben passen... schieß los!

Burden Of Grief:
Monster Magnet – Dopes To Infinity
Iron Maiden – Dance Of Death
Metallica – Live Shit (DVD Box)
Egde Of Sanity – Crimson II
Rainbow – On Stage

Musicscan:Ich bedanke mich an dieser Stelle dafür, dass Ihr Euch Zeit genommen habt meine Fragen zu beantworten und freue mich auf die kommenden Shows, die Ihr hoffentlich im Zuge der neuen Platte absolvieren werdet... Any last words? Dann bitte jetzt ;-)

Burden Of Grief:Ich danke Dir für dieses Interview und ich hoffe auch, dass wir viele von Euren Lesern auf unseren Gigs demnächst sehen werden. Up the irons!

 
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