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Destiny

Storie von: arne, am 01.02.2004 ]

Eine Husumer Band startet den Frontalangriff; DESTINY manifestieren mit “The Tracy Chapter” ihre führende Position im New School Hardcore. Keine andere europäische Band spielt eine vergleichbar explosive Mixtur aus Poison The Well und den Deftones!!

 
Über die letzten Jahren hinweg sind DESTINY stetig gewachsen. Seit ihrer Gründung Ende 1998 hat das norddeutsche Quartett für gehöriges Aufsehen im Underground gesorgt. Das ausverkaufte Debüt “Diving Into Eternity” (Beniihana) und abgefeierte Shows (u.a. mit Caliban, Heaven Shall Burn, SkyCameFalling) sind hierfür nur zwei Belege. Von jeher sind DESTINY einen eigenen Weg gegangen und nie zuvor war das deutlicher als mit dem neuen Album. Die Husumer spielen einen New School-lastigen Hardcore-Sound mit latenter Nu-Metal-Edge. Die catchige Mischung einprägsamer Midtempo-Stampfer und emotionaler Melodie-Parts ist progressiv wie offen. Das ist moderner Hardcore, wie er klingen soll!

Das Lifeforce-Debüt “The Tracy Chapter” setzt nun die Erfolgsgeschichte nahtlos fort und hebt DESTINY auf das nächsthöhere Level. Obwohl die Band aus Deutschland stammt, ist ihr Sound alles andere als europäisch und das hebt sie zweifelsfrei von anderen Bewerbern ab. Die Aufnahmen entstanden im dänischen Antfarm Studio mit Tue Madsen und die druckvolle, aggressive Produktion setzt die zwölf Songs perfekt in Szene.

Die eigene New School- Ausrichtung ist bei DESTINY kein Zufall, wie Gitarrist Sebi berichtet: „Die meisten europäischen Hardcore Bands sind sehr Metal orientiert. Wir waren nie eine Band, die Metal als überwiegende Inspiration genutzt hat. Einfach deshalb, weil der größere Teil der Band nicht aus dem Metal kommt. Metal hat nie unseren Musikstil geprägt. Daher kommt es vielleicht, dass man stilistisch nur wenig Parallelen zu anderen europäischen Bands ziehen kann.“

Dennoch ist auch der DESTINY-Sound mit den Jahren härter geworden, was sehr deutlich wird, wenn man beide Longplayer der Band nebeneinander stellt: „Auf unserem Debüt hat der emotionale Teil gegenüber dem aggressiven deutlich überwogen. Mit unserem "The Tracy Chapter" haben wir versucht eine Balance zwischen Emotion und Aggression zu finden. Wir haben unseren


Stil verfeinert und der härtere Sound ist dabei der Schlüssel gewesen.“

Als Umschreibung des Materials der neuen Platte ist Poison The Well meets Deftones recht treffend, wie ich finde. DESTINY nehmen das gerne an: „Die Deftones waren definitiv ein großer Einfluss, wie auch Poison The Well. "The Tracy Chapter" ist um einiges mächtiger und schwerer als "Diving Into Eternity", was auf jeden Fall den Deftones zuzuschreiben ist. Darüber hinaus haben wir aber auch versucht, unmelodischere Elemente einfließen zu lassen. So waren etwa Turmoil in dieser Hinsicht eine Inspiration.“

Doch auch im Gesang haben sich DESTINY neu positioniert. Shouter Johannes singst inzwischen auch längere Parts und das klingt phantastisch: „Wir wollten die Weiterentwicklung zum Debüt nicht nur von der Instrumentierung her schaffen sondern auch auf den Gesang bezogen. Die Idee von cleanen Gesangs-Parts ist allerdings schon so alt wie die Band selbst. Wir haben auch in älteren Songs schon mit diesen Stilmitteln gearbeitet und auch im Studio schon früher damit experimentiert. Mit "The Tracy Chapter" haben wir unseren Stil, soweit es für uns möglich war, perfektioniert.“

Großen Anteil daran hat auch Tue Madsen, der die DESTINY-Jungs zusätzlich forderte: „Tue ist jemand, der ganz besonders darauf achtet, dass man das, was man fühlt, auch in die Songs einfließen lässt. Ein Album kann technisch noch so perfekt gespielt sein, aber wenn das gewisse "Feeling" fehlt, ist es nur noch halb so gut wie es hätte sein können. Tue hat unserer Musik nicht nur einen überwältigen Sound verschafft, sondern auch emotional die bestmögliche Atmosphäre geschaffen.“

Das hört man auch und niemals zuvor klangen DESTINY derart durchschlagend. Mit Lifeforce als neuem Verlag im Rücken sollten die Husumer nun so richtig durchstarten können. Für den Sommer ist eine größere Tour mit Caliban und Deadsoil durch Europa geplant. Haltet nach den Dates Ausschau!

 
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