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Currents

Storie von: arne, am 20.09.2020 ]

CURRENTS sind in den vergangenen Jahren unglaublich viel getourt. Die fünf Musiker aus Connecticut haben so sich selbst und ihre Musik in- und auswendig kennen gelernt. Das Resultat lässt sich an „The Way It Ends“ ablesen. Das Zweitwerk ist selbstverständlich und pointiert angelegt. Zwischen Djent, MetalCore und Post-Core-Attitüde entwickeln sich variabel entwickelte, zwingende Tracks.

 
„Unser einziger Wunsch in Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Platte ist, dass unsere Fans die Chance erhalten, inmitten des ganzen Chaos neue Musik von uns zu hören“, äußert Frontmann Brian auf das Erscheinen inmitten der Coronavirus-Pandemie angesprochen. „Es ist bedauerlich, dass wir nicht in der Lage sind, die Platte mit Tourneen zu promoten, aber wir müssen mit den Umständen arbeiten, die uns gegeben sind. Wir hatten bereits zwei Lieder veröffentlicht und waren gerade dabei, ein drittes heraus zu bringen, als die Pandemie in den USA einsetzte. Da waren wir schon nicht mehr in der Lage, einen Rückzieher zu machen und die Platte aufzuschieben. Alles war bereits in Gang gesetzt worden. Eine Platte, die fast ein ganzes Jahr lang vorbereitet wurde, auf unbestimmte Zeit zurückzuhalten, hätte sich auch nicht richtig angefühlt und hätte als Ohrfeige für unsere Fans angesehen werden können.“

Zumal CURRENTS auf ihre kreative Leistung stolz sind und wollen, dass ihre Tracks gehört werden: „Die Arbeit an „The Way It Ends“ hatte für jeden von uns seine Tücken und Schwierigkeiten, aber ich bin stolz auf die positive Einstellung und Entschlossenheit aller Beteiligten, es zu Ende zu bringen“, zeigt sich der Frontmann zufrieden. „Insgesamt lässt sich sagen, dass der Prozess recht reibungslos verlaufen ist. „The Place I Feel Safest“ hat noch andere Einflüsse gehabt und klingt aus diesem Grund in Teilen anders. Vor Erscheinen unseres Debüts sind wir nie ernsthaft auf Tournee gewesen. Deshalb ist es ziemlich cool, auf die letzten Jahre zurück zu blicken, über all die Reisen und unsere Entwicklung nachzudenken und dann schnell zu „The Way It Ends“ vor zu spulen.“ Ansatzpunkte, die auf dem Zweitwerk anders werden sollten, sind von den Musikern aus Fairfield aktiv angegangen worden:

„Songwriting fühlt sich immer wie ein Kampf an“, stellt Brian klar. „Einige Lieder entstehen einfacher als andere, aber Chris, unser Gitarrist, hat versucht, mehr atmosphärische Hintergrundelemente in die Lieder einzubauen, während ich bestrebt war, meine Gesangslinien so anzupassen, dass sie die Lieder ergänzen, anstatt mit ihnen zu konkurrieren. „The Way It Ends“ ist eine mehr als solide Darstellung unseres heutigen Sounds. Es sind sogar einige Stücke dabei, mit denen wir auf frühere Tracks verweisen, um die Hörer mitzunehmen. Eines unserer Ziele für diese Platte ist die Arbeit innerhalb bestimmter Song-Strukturen gewesen. Wir haben viel Zeit damit verbracht, sicher zu stellen, dass sich der Fluss und die Dynamik der Instrumental-Spuren durchgehend richtig anfühlen. Es war uns


zudem wichtig, den Gesang so gut wie möglich zu optimieren, um den Strukturen der einzelnen Songs sprichwörtlich eine Stimme zu geben. Wir sind bei unseren Liedern zumeist einer lockeren Strophe-Chor-Struktur gefolgt und haben versucht, dies bei einigen Stücken fein abzustimmen, bei anderen aber komplett aufzugeben.“

Diese Beschreibung erscheint sinnvoll und nachvollziehbar. CURRENTS sind eine Band, die in ihren Songs fricklige Komplexität mit atmosphärisch-dichte Zugänglichkeit verbindet und auf diese Art und Weise effektvolle Kontraste erschafft. Auf dem Zweitwerk der US-Band klingt diese Dualität bewusster und zielführender arrangiert. Selbst die technische Komponente ist nur Mittel zum Zweck, dominiert die Stücke aber nicht: „Meistens passiert es mir mit dem Gesang, dass ich mir etwas vornehme, das anfangs zu kompliziert oder überladen ist“, gibt der Frontmann zu. „Dann arbeite ich daran, es wieder zu verkleinern, damit es besser zu den Liedern passt. Chris gelingt es meist schon im ersten Versuch großartig, eingängig zu sein und gleichzeitig schwierige, technische Musik natürlich und leicht klingen zu lassen. Auf „The Way It Ends“ gibt es zutiefst emotionale Momente, die mit all dem rivalisieren, was CURRENTS jemals zuvor getan haben. Lieder wie ,Never There‘, ,Let Me Leave‘, ,Split‘ und ,Better Days‘ sind einige meiner Lieblings-Songs, da sie all die Facetten unserer Band aufzeigen, die meiner Meinung nach besonders einzigartig sind.“

Das von Adam Burke gemalte Album-Artwork vermittelt auch optisch die Bilder, die „The Way It Ends“ musikalisch und textlich transportiert: „Insgesamt hat das Album dieses epische, melancholische und apokalyptische Gefühl, das das Cover perfekt widerspiegelt“, stimmt Brian zu. „Abwechslung ist uns sehr wichtig, da wir der Meinung sind, dass es schwierig ist, eine fesselnde, zusammenhängende Geschichte zu erzählen, ohne eine breite Palette von Stimmungen und Emotionen zum Ausdruck zu bringen. Diese Platte ist der spirituelle Nachfolger von „The Place I Feel Safest“. Unser Debüt behandelte Themen wie Einsamkeit, Katastrophen, menschliches Versagen und Depression, die nun auf „The Way It Ends“ wieder aufgegriffen werden. Das Hauptthema der Platte ist, dass wir als Menschen dazu neigen, uns mit Negativität aufzuhalten. In einer Negativspirale drehen wir uns kontinuierlich nach unten, um dann immer wieder in eine Leere zurückzufallen. Wir stellen den Zustand eines solchen Kontinuums in Frage und fordern unsere Zuhörer auf, auf die Liebe und Positivität in ihren Leben zu schauen, um das Negative zu überwinden.“

 
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