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New Hate Rising

Storie von: arne, am 25.08.2020 ]

Auf ihrem fünften Longplayer tun NEW HATE RISING das, was sie am Besten können. Das Quartett aus Stendal setzt lebendige und eingängige Nummern zwischen viel Hardcore und weniger Rock- und Metal-Einflüssen um. „Miles“ basiert auf ausgewiesenen Live-Ambitionen und bietet viele animierende Sing-a-longs und Refrains.

 
„Unser letztes Album ist schon ein wenig in die Jahre gekommen“, bestätigen Frontmann Andi und Gitarrist Tino darauf angesprochen, dass ihre letzte Platte „Own The Night“ 2016 erschienen ist. „Deshalb lässt sich sagen: „Endlich was Neues! Endlich den Leuten wieder was Neues auf die Ohren geben!“ Stolz sind wir wie Bolle. Selbstbewusst waren wir schon immer. Natürlich sind wir sehr auf die Meinung der Hörer gespannt.“ Die Zuversicht der Ostdeutschen ist nachvollziehbar, haben sie doch ein unterhaltsames Werk umgesetzt: „Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, ist „Miles“ im Laufe einer zweijährigen Vorproduktion entstanden“, erzählen Andi und Tino. „Dadurch hatten wir genügend Zeit, den Sound zu finden, den wir in 2020 verkörpern wollen, ohne dabei unsere Wurzeln zu vergessen. Betrachtet man die Entwicklung von NEW HATE RISING, sollte dieser für eingefleischte Fans keine große Überraschung sein. Es war unser Ziel, ein abwechslungsreiches Album zu schaffen, welches gespickt ist mit Sing-a-longs, Party-Hymnen und ruhigeren Klängen. Genau das ist uns mit „Miles“ gelungen. Dass wir Songs, welche in der ersten Demo-Phase vor über zwei Jahren entstanden sind, zum Beispiel den Titel-Song, immer noch abfeiern und gerne hören, ist ein gutes Zeichen.“

Bezüglich Produktion, Mix und Mastering hatten die Stendaler klare Vorstellungen. Die Musiker hoffen, dass ihre Platte als organisch und mitreißend auffällt: „Es wäre schön, positives Feedback zu bekommen, da in diesem Album eine Menge Herzblut und Detailverliebtheit stecken“, so der Sänger und sein Gitarrist. „Falls also die Hörer/Fans oder Presse schreiben, dass sie einen Ohrwurm von unseren Songs bekommen haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Auch mit konstruktivem Feedback können wir umgehen und daraus lernen. Ansonsten wären positive Kommentare bezüglich der Produktion der Hammer, da die Zusammenarbeit mit André Hofmann wieder hervorragend war und wir mit der Qualität des Sounds mehr als zufrieden sind.“ NEW HATE RISING treten sowohl stilistisch variabler als auch songdienlicher in Erscheinung:

„Wir stehen auf klassische Song-Strukturen und eingängige Hooks“, geben die Musiker zu. „Man muss einen Chorus hören und ihn danach direkt mitsummen können. Genau das ist unser Anspruch an die Songs gewesen. Dass der ein oder andere Song pop-lastig erscheint, ist demnach gewollt. Genau das zeichnet für uns auch andere Künstler aus, die wir gut finden. Wenn der Song im Kopf bleibt, hört man doch direkt wieder rein. Dabei ist egal, ob es Pop


-/Rock- oder Metal-Musik ist. Eine Wahnsinnsgesangslinie oder ein sexy Gitarren-Solo funktioniert immer. Wir sind heute ziemlich offen, was Musik angeht und nicht mehr so festgefahren wie mit Anfang 20. Das spiegeln auch unsere Deezer/Spotify Playlisten wieder.“ In seinen Anfangstagen hat sich das Quartett noch ausschließlich aufmeinen Sound fokussiert: „Unser erstes großes Ziel ist es gewesen, außerhalb der Altmark zu spielen“, erinnern sich Andi und Tino. „Das konnten wir erstaunlicherweise sehr schnell abhaken. Seitdem spielen wir einfach gerne live und lassen auch mal die Korken knallen. Von der damaligen Hardcore-Szene und der Energie, die auf Live-Shows herrschte, waren wir ziemlich angetan. Genau diese Energie wollten wir als Band selbst erleben. Man kann sagen, dass wir uns treu geblieben sind. Wir machen das, worauf wir Bock haben. Wenn das dazu noch ein paar Leute abholt, haben wir doch eine Win-Win-Situation. Was natürlich nicht bedeutet, dass es für uns keine Ziele mehr gibt. Ein beliebtes Festival der Hardcore-Szene steht beispielsweise noch auf unserer Liste. Wenn wir uns jetzt mit den Anfängen vergleichen, merken wir allerdings schnell, dass wir alt geworden sind. Früher hieß es, jedes Wochenende auf den Shows Gas geben. Heute haben halt schon einige ihre Familien, Jobs und andere Dinge. Da werden die Prioritäten anders gesetzt. Trotzdem können wir es nicht lassen, uns in den Bus zu setzen und einen tollen Abend mit tollen Menschen zu verbringen. Das gibt uns unwahrscheinlich viel.“

Bezüglich ihres Namens NEW HATE RISING und dessen Auslegung durch die Musiker hat sich in den letzten 13 Jahren nichts geändert: „Damals haben wir einen Namen gesucht, der nach einer Hardcore-Band klingen könnte“, so die beiden. „Heutzutage ist er einfach unser Name und prägt uns. Wir fühlen uns mit der Band und ihrem Namen verbunden. Ansonsten hat er für uns keine tiefgründige Bedeutung.“ Als Klammer für die wütenden, lebendigen Songs mit Hardcore-Basis passt er wunderbar: „Uns ist klar, dass wir das Rad mit „Miles“ thematisch nicht neu erfunden haben“, erwidern der Sänger und Gitarrist. „Die alltäglichen Themen des Lebens haben schon viele Künstler vor uns auf CDs gebrannt. Allerdings sind es genau diese Themen, die einen immer wieder beschäftigen und leider auch aktuell bleiben – siehe ,One More Dance‘ und das Schüren von Hass durch Verunsicherung und Angst. Man kann also sagen, dass „Miles“ unsere Stimmungen, Erlebnisse und Beobachtungen der letzten zwei Jahre widerspiegelt.“

 
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