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Thousand Below

Storie von: arne, am 30.10.2019 ]

Gerade einmal Anfang 2016 gegründet, ging es für THOUSAND BELOW bisher Schlag auf Schlag. Mit „Gone In Your Wake“ erscheint bereits das zweite Album für Rise Records. Die Kalifornier präsentieren sich merklich gereift. Der treibende, eingängige Mix zwischen Post-Hardcore und Alternative-Rock klingt zeitgemäß, zwingend und setzt sich im Ohr fest.

 
„Die Geschichte von THOUSAND BELOW reicht noch nicht so weit zurück“, erzählt Frontmann James DeBerg (ex-Outlands) auf die Anfänge seiner Gruppe angesprochen. „Wir alle sind schon lange befreundet, waren aber immer in unterschiedlichen Bands. Unsere Wege haben sich oft gekreuzt, wenn wir miteinander Shows gespielt oder uns auf Partys getroffen haben. Die Gruppen und Projekte, in denen wir uns befanden, begannen sich irgendwann in Richtungen zu entwickeln, die uns nicht gefallen haben und mit denen wir nicht zufrieden waren. Vom Timing her haben wir alle fast zeitgleich erlebt, dass es irgendwie nicht mehr funktioniert hat. Josh, unser Gitarrist, und ich begannen mit der Arbeit an ersten Songs. Dann haben wir die anderen mit ins Boot geholt. Nachdem wir ein Paar Tracks aufgenommen und eine Pressemappe erstellt hatten, haben wir beides an Bekannte in der Musikindustrie geschickt. Die Leute mochten die Musik und von da an lief alles wie von selbst.“

Fest steht, dass das kalifornische Quartett bei Hörern einen Nerv trifft und schon die ersten Singles reichlich Beachtung gefunden haben: „Es ist wirklich fantastisch, eine so große und insgesamt positive Resonanz mit den eigenen Songs auszulösen“, freut sich der Frontmann. „Der erste Eindruck ist wichtig, wenn es darum geht, als neue Bands in die Szene kommen. Das Internet kann manchmal ziemlich kritisch sein. Doch all das positive Feedback und zu erleben, wie viele Views und Streams unsere Songs bekommen, ist fantastisch und hilft uns daran zu glauben, dass es mit unserer Band wirklich irgendwo hin geht. Ich möchte mich bei all denen bedanken, die uns bisher eine Chance gegeben und zugehört haben.“ Mit dem vor zwei Jahren veröffentlichte Vollzeit-Einstand „The Love You Let Too Close“ haben sich THOUSAND BELOW amtlich positioniert. Touren mit angesagten Genre-Größen wie Of Mice & Men, For The Fallen Dreams, Miss May I, The Word Alive, Dance Gavin Dance, Periphery, Don Broco, Hail The Sun, Capsize, Being As An Ocean und Northlane haben den Kaliforniern dabei geholfen, ihren Namen und Status weiter zu festigen. Die Gast-Auftritte von Michael McGough (Being As An Ocean) und Marcus Bridge (Northlane) auf „Gone In Your Wake“ überraschen deshalb nicht. Trotz personeller Veränderungen arbeitet das Quartett seinen Ansatz akribischer und klarer heraus:

„Die Band ist jetzt eine andere und besitzt entsprechend auch eine andere Energie“, meint James. „Da wir einen Gitarristen verloren und einen neuen Schlagzeuger dazu bekommen haben, muss das auch so sein. Unsere Stimmung ist aber gut, weshalb ich hoffe, dass sich die Leute in das Album und seine Songs so verlieben, wie


es uns ergangen ist, als wir sie geschrieben haben.“ Unter Nutzung eines dynamischen, variablen Hart-Zart-Ansatzes setzt sich die Gruppe aus San Diego thematisch mit vielerlei düsteren Emotionen und deren Überwindung auseinander: „Alles, was wir uns wünschen, ist, dass möglichst viele Leute unsere Songs hören und sich hoffentlich mit den Gefühlen verbinden können, die wir durchlebt haben, als wir die Stücke umgesetzt haben. Sich mit den Emotionen und der Botschaft von Liedern zu verbinden, kann eine sehr kraftvolle Wirkung nach sich ziehen. In unseren Songs geht es um Schmerz, Verlust, Bewältigungsmechanismen, Liebe und Übergangszeiten in angespannten Lebensphasen. Wir hoffen, dass die Menschen einen Zugang zu diesen Themen und unserer Gedankenwelt finden.“

Angesichts der teils arg poppigen Auswüchse des Spiels von THOUSAND BELOW überrascht der düstere Tenor der Texte anfangs. Das Zweitwerk der Rise-Kombo weist dennoch etliche Ohrwürmer auf und lässt Hörer nicht in Melancholie verfallen: „Wir sind darauf aus, Musik zu erschaffen, in die die Menschen eintauchen und mit der sie sich die Zeit vertreiben können“, so der kalifornische Künstler. „Eine stilistisch so vielfältige Platte wie „Gone In Your Wake“ ermöglicht es, dass dies auf eine wirklich coole Art und Weise geschieht. Jedes Mal, wenn jemand das Album hört, wird er etwas Neues entdecken, das ihm gefällt. Wir sind darauf aus, „Moment-Musik“ zu spielen, die die Menschen etwas fühlen lässt. Das ist das Ziel, das uns alles bedeutet.“ Die vier Musiker aus San Diego ordnen diesem Streben alles unter:

„Für mich spielen wir entweder emotionalen Rock oder emotionalen Post-Hardcore“, ordnet James DeBerg das eigene Schaffen ein. „Das neue Album wird einige Leute definitiv verwirren. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wir durch unsere Experimente im Zeitverlauf mehr Fans gewinnen als verlieren werden. Wir sind ständig von irgendetwas inspiriert, das wir hören oder in unseren Leben geschieht. Das Einzige, was wir für dieses Album bewusst anders gemacht haben, ist, uns für die Aufnahmen in eine professionelle Umgebung zu bewegen. Angesehen davon sind wir stets hungrig, neue, interessante Musik zu entdecken. Wir stecken unsere Köpfe zusammen und suchen Sounds, auf die wir uns einigen können und mit denen wir im Studio arbeiten wollen. Für „Gone In Your Wake“ haben wir viele neue Dinge ausprobiert. Es war cool zu erfahren, ob und wie etwas funktioniert oder auch nicht. Keiner von uns wusste vorab, was ihn erwartet und was passieren würde. Verrückte Erwartungen hat es nicht gegeben, obwohl uns schon vorher bewusst war, dass dieses Album anders sein würde.“

 
 Links:
  thousandbelow.com
 
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