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Chaoseum

Storie von: arne, am 15.12.2018 ]

Das Schweizer Quartett besteht noch kein Jahr, doch die Ereignisse überschlagen sich bereits. Nachdem CHAOSEUM ihren Sound zwischen MetalCore, Thrash und NuMetal abgestimmt haben, ging es in die Arbeit für den Vollzeit-Einstand „First Step To Hell“. In Kürze steht nun eine US-Tour mit Soulfly, Kataklysm und Incite auf dem Programm.

 
Die Beteiligten blicken auf eine gemeinsame Vergangenheit beim Symphonic-Power-Metal-Act Elferya zurück. Der Start einer neuen Band mit anderer Ausrichtung hat das Quartett dennoch herausgefordert: „Aufgrund des anderen Stils, der härter klingt als das, was ich (wir) vorher getan haben, bestand die Schwierigkeit darin, ein gutes Gleichgewicht zwischen den schweren, Gitarren-basierten Instrumentals und dem Gesang zu finden“, äußert Frontfrau Lola. „Schließlich haben wir immer auch versucht, einen eingängigen Charakter für unsere Musik zu erschaffen.“ Gitarrist Valery klärt darüber auf, dass zunächst die Songs, die Vocals aber erst später entstanden sind: „Das war eine neue Methode für uns, denn die Instrumentals waren bereits lange fertig. Zusammen gespielt haben wir die Songs aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Als wir endlich zusammen kamen, hatten wir einen produktiven Austausch und ein Ineinandergreifen von Energie und Geist, so dass die Arbeit schnell erledigt war.“

Die gemeinsame Historie mit Elferya hat dabei nur bedingt geholfen: „Das können wir überhaupt nicht vergleichen“, meint Lola. „Jedes Projekt hat einen individuellen Prozess und Arbeitsbedarf. In diesem Fall erhielt ich die fertigen Instrumentals der Jungs und habe erst dann mit meinem Part begonnen. Als ich anfing, alle Instrumentalspuren zu überprüfen, musste ich Kritik einstecken. Doch es war für uns alle eine große Herausforderung, irgendwo anzufangen. Das Einzige, worüber ich mir im Klaren gewesen bin, war die Vision eines Albums mit eingängigen Elementen und eklektischen Gesangstechniken in jedem einzelnen Song. Alles Übrige hat sich im Lauf der Zeit ergeben.“ Die gut dosierte Mischung von „First Step To Hell“ aus brachialen und melodischen Passagen ist auch darauf zurück zu führen, dass die Musiker von CHAOSEUM die Wertschätzung für Lacuna Coil, Korn, Trivium, Machine Head, Killswitch Engage, Bullet For My Valentine und Slipknot teilen: „Es ist eine andere Art von Musik, aber unser Ziel war es, Songs zu schreiben, die leicht zu hören sind“, bestätigt Valery. „Von den Erfahrungen mit Elferya haben wir etwas profitiert, doch mit der neuen Band ist alles möglich. Wir können im Voraus nicht sagen, welchen Stil und welche Sounds wir verwenden werden.“

Die Schweizer erweitern ihre musikalischen Horizonte und brechen mit vermeintlichen Gewissheiten: „Ich habe einmal gesagt, dass ich bei meinen Bands niemals Thrash Metal einbauen werde“, verrät Frontfrau Lola. „Doch nun ist genau das passiert, und das ist nicht einmal schlimm.“ Der Gitarrist springt ihr bei:


„Uns ist es wirklich wichtig, den Sound zu erschaffen, der uns am besten gefällt, und zu versuchen, all unsere Einflüsse miteinander zu mischen, um uns als Gruppe zu entwickeln.“ Entsprechend zufrieden zeigen sich die beiden Musiker mit ihrem Debüt-Album und dem bisherigen Weg von CHAOSEUM: „Wir verfolgen keine spezifische Philosophie, sondern tun das, was wir am meisten lieben. Wir versuchen, das Maximum dessen mitzunehmen, was in unserer Reichweite liegt. Jeder gibt einhundert Prozent und kann sich auf die anderen verlassen. Wir haben sogar schon herausgefunden, dass die Chemie innerhalb der Band nach einem Besuch bei McDonalds noch besser funktioniert. Haha! Da die Band gerade erst gegründet worden ist, ist es noch zu früh, abzuschätzen, wie unser Platz in dieser Welt aussehen wird. Derzeit steht für uns im Vordergrund, gute Shows zu spielen und abzuwarten, was sich daraus ergibt.“

Der Aktionsradius des Quartetts ist dabei nicht auf Europa beschränkt. Schon in Kürze geht es nach Nordamerika, wo die Schweizer an der Seite von Soulfly, Kataklysm und Incite ihre erste große Tour absolvieren werden: „Eines unserer Ziele ist es, außerhalb Europas zu spielen“, erklärt Gitarrist Valery. „Als wir dieses Angebot erhielten, zögerten wir nicht und unterschrieben sofort.“ Für Frontfrau Lola war die Entscheidung ebenfalls ohne Nachdenken klar: „Würdest du in Europa touren, wenn du die Option hättest, mit solchen Legenden auf Tournee in den Staaten zu sein?“ In jedem Fall erhält die Gruppe die Gelegenheit, „First Step To Hell“ vor einem großen Publikum vorzustellen: „Wir hoffen, dass die Leute Freude an unserem Album haben und vor allem, dass sie uns in guter Erinnerungen behalten, nachdem sie uns live gesehen haben“, formuliert Valery seine Erwartungen. „Zudem hoffen wir, dass viele Leute zu treuen Anhängern werden, denn Unterstützung bedeutet so viel.“

Frontfrau Lola ist daran gelegen, mit ihren Texten eine Verbindung zu den Hörern aufzubauen und dadurch Hilfestellung zu leisten: „Die Songs besitzen eine tiefe, dunkle Bedeutung, sind mal ironisch oder sarkastisch und mal ernsthaft oder rebellisch angelegt – alles ausgehend von einer „First Step To Hell“-Situation. Ein ernsthaftes Beispiel ist ,Blue Scorpion‘, das Menschen mit Krebs gewidmet ist. Auf Kuba sagt man, das Gift eines blauen Skorpions hätte heilende Kräfte. ,Devil‘s Wedding‘ wiederum basiert auf einem Instrumental, das unser Gitarrist Loic für seine Hochzeit benutzt hat und das wir modifiziert haben. Es ist von „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe inspiriert.“

 
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