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World Of Pain

Storie von: arne, am 04.09.2018 ]

DESILLUSIONIERT. Die Kalifornier von WORLD OF PAIN nehmen auf „No Utopia“ eine ernüchternde Bestandsaufnahme vor, die keinen Grund für Optimismus lässt. Musikalisch setzt die Gruppe wiederum auf einen toughen, heftigen Beatdown-Hardcore-Metal.

 
„Obwohl natürlich auch eine allgemeine Frustration in die Songs eingeflossen ist, stützt sich „No Utopia“ vor allem auf die Idee einer modernen Utopie an sich,“ erzählt Frontmann Noah. „Die Botschaft ist klar: es kann auf dieser Erde niemals eine Realität werdende Utopie geben, da es zu jeder Zeit Konflikte, Kriege und Zerstörung geben wird. Heutzutage scheint es sogar mehr Negatives denn je zu geben. Viele Leute sorgen sich um die offenen Aggressionen, die zuzunehmen scheinen. Doch auch der stetig wachsende Druck, das öffentliche Leben, die Sprache und exekutive Gewalten zu kontrollieren, ängstigt viele. Denn alle Menschen haben einen freien Willen und sollten nach ihren Vorstellungen leben. Der Versuch, das einzuschränken und zu kontrollieren, das ist das Rezept für eine Katastrophe,“ erläutert der Shouter seine Überlegungen zum textlichen Aufbau des neuen Albums.

„Ich bin davon überzeugt, dass unsere Fans ein ziemlich gutes Verständnis für unsere Botschaft mitbringen. Schließlich nutzen sie unsere Musik genauso wie wir es tun – um ihre Gefühle zu verarbeiten. Ich kenne niemanden, der ein einfaches, konfliktfreies Leben führt. Jeder kämpft im Alltag auf seine Art und Weise. Ein gewisses Level an Frustration und Aggression ist stets geben. Diese Dinge werden immer da sein und müssen verarbeitet werden. Wir liefern mit unserer Musik das dafür nötige


Ventil.“ Die Wirkung des neuen Albums ist dadurch vorherbestimmt: „Für uns ist der Hardcore ein Ventil, das keine Kompromisse zulässt,“ so Noah. „Die Aufnahmen fangen dieselbe Intensität ein, die wir beim Schreiben der Songs empfunden haben. Ich spüre, dass „No Utopia“ größer und härter klingt als alles zuvor, während die Aufnahme dennoch unseren rohen Sound transportiert.“

WORLD OF PAIN ist einst als Projekt gestartet worden, um einen Sound zu erschaffen, der in der damaligen Hardcore-Szene nicht existent war. Daraus resultiert bis heute der Reiz des Besonderen: „Da viele von uns schon zuvor in Heavy-Bands wie LIFE OR DEATH, HOODS oder FIRST BLOOD gespielt haben, waren wir mit dem Heavy-Sound vertraut. Wir wollten ihn allerdings noch roher darbieten,“ äußert der Shouter rückblickend. „Dieser Geist ist in unserer Musik trotz unserer Weiterentwicklung erhalten geblieben. Mit unseren Songs drücken wir nach wie vor Schmerz und Frustration aus. Dabei gefällt es mir, dass die Leute nicht genau greifen können, wie oder nach wem wir klingen. Ein Typ sagt Hardcore, ein anderer MetalCore, der nächste Beatdown und manchmal höre ich sogar etwas von Old School-Death Metal. Das freut mich, weil ich nicht möchte, dass unsere Musik vorhersehbar ist. Wenn WORLD OF PAIN nicht wie eine Band klingt, die einer anderen nacheifert, haben wir alles richtig gemacht.“

 
 Links:
  facebook.com/worldofpainhc
 
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