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Impending Doom

Storie von: arne, am 01.07.2018 ]

Bereits der Titel der Comeback-Platte von IMPENDING DOOM lässt darauf tippen, dass sich die Kalifornier heftig und kompromisslos zurück melden. Genau so kommt es auch. Fünf Jahre nach „Death Will Reign“ knüpft das Quintett aus Riverside offenkundig an die eigene Debüt-MCD „The Sin And Doom Of Godless Men“ von 2005 an und präsentiert sich desillusioniert und bitter. Die Stücke von „The Sin And Doom Vol. II“ fallen entsprechend heftig und brutal aus, bieten aber auch Akzente, die für Wiedererkennung bzw. als Fixpunkte taugen.

 
Der Extrem-Death, respektive Deathcore, von IMPENDING DOOM drückt unerbittlich und repräsentiert Kraft raubenden Metal im besten Verständnis. Die Musiker agieren komplex und präzise, behalten aber auch Hör- und Nachvollziehbarkeit im Blick: „Die neue Platte brauchte zum Schreiben und Aufnehmen einfach ihre Zeit,“ erwidert Bassist David Sittig auf die lange Entstehungsphase angesprochen. „Wir haben nichts überstürzt und uns die Zeit gelassen, die wir brauchten. Vieles von dem, was wir geschrieben haben, basiert auf aktuellen Ereignissen und dem, was heute in der Welt vor sich geht. Die Songs sind primär in den letzten Monaten entstanden.“ Für die Kalifornier stellt das neue Album so etwas wir ein zweites Debüt dar:

„Den Titel haben wir gewählt, weil sich beim Schreiben alles natürlich angefühlt hat und diese besondere Stimmung zurück gekehrt ist, die wir aus den frühen Tagen der Band kennen,“ verrät der Bassist. „Vielleicht kommt das daher, weil wir bewusst einen aggressiveren und raueren Sound gesucht haben. Ähnlich dem, der unsere ersten Veröffentlichungen geprägt hat.“ Für David hat sich im Songwriting und seiner Gefühlslage aber eigentlich nie etwas verändert: „Den ersten Song, den ich persönlich für die Band geschrieben habe, werde ich nie vergessen,“ so der Musiker. „Das ist ,The Serpent Servant‘ gewesen. Damals war ich super aufgeregt, aber auch unglaublich stolz. Und das ist exakt das Gefühl, das sich bei uns allen einstellt, wenn wir heute Songs vollenden.“ Die Comeback-Scheibe „The Sin And Doom Vol. II“ wirkt auch deshalb so verdichtet und rund, weil IMPENDING DOOM wissen, was sie wollen


und bereitwillig ihren Instinkten folgen:

„Wir schreiben einfach gerne Musik und richten uns dabei nach dem, was wir selbst gerne hören und spielen wollen,“ hält es David Sittig schlicht. „Letztlich fließen die Songs einfach so aus uns heraus und ich denke, dass wir mit der Zeit unseren eigenen Sound entwickelt haben.“ Dem ist zuzustimmen, wobei die deftige Mixtur aus Death-Riffing, brachialen Breakdowns und finsterem Mosh/Beatdown immer wieder auch für nachhaltige Eindrücke sorgt. Dabei fallen auf dem neuen Longplayer vor allem wieder die düstere Atmosphäre und jähe Intensität des Materials als besonders und charakteristisch auf:

„Es ist von jeher unser Anliegen, intensive Musik zu spielen,“ bestätigt der Kalifornier. „Der schwierige Teil für uns ist es, die angesprochenen Stimmungen und atmosphärischen Töne zu kreieren. Darüber finden wir zu der Tiefe unserer Stücke und darauf, das zu erreichen, haben wir uns auch dieses Mal ganz besonders konzentriert.“ Die gebotene Variabilität führt der Bassist auf die Breite der eigenen Interessen und die zugrunde liegende Einstellung von IMPENDING DOOM zurück: „Wir alle hören eine große Vielfalt an Musik und haben das schon immer getan – alles von Cannibal Corpse bis zu Deftones, Slipknot, Radiohead und sogar Taylor Swift. Wir sind riesige Fans von Musik im Allgemeinen. Als Band ist es unser Anspruch, Spaß zu haben. Wir lieben es, Shows zu spielen und Musik zu machen. Die Welt zu erobern oder die größte Metal-Band des Planeten zu werden, ist hingegen nicht unser Ziel. Wir genießen, was wir tun und sind mit dem, was wir erreichen, zufrieden.“

 
 Links:
  facebook.com/impendingdoom
 
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