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Aws

Storie von: arne, am 16.06.2018 ]

Fünf Musiker aus Budapest haben ihre Band noch zu gemeinsamen Schulzeiten gegründet. Mehr als eine Dekade später ist vom ursprünglichen Namen Ants With Slippers allein die Kurzform AWS übrig geblieben. Als vorläufiger Höhepunkt der imposanten Karriere der Ungarn steht die Teilnahme am diesjährigen Eurovision Song Contest, bei dem das Quintett einen achtbaren 21. Platz belegt hat.

 
Die Gruppe, die ihr Spiel zwischen Post-Hardcore und MetalCore ansiedelt, findet auch oder gerade in der Breite Anklang. Die großen Melodien, Hooklines und Refrains haben daran großen Anteil; das variantenreiche Songwriting aber auch. Textlich formulieren die Ungarn in ihrer Muttersprache kritische Gedanken: „Unsere Band besteht inzwischen seit zwölf Jahren und unsere Geschichte ist typisch,“ erzählt Frontmann Örs Siklósi. „Seit Schulzeiten sind wir enge Freunde. Als wir anfingen, Musik zu machen, haben wir uns zunächst an unseren Helden orientiert, mit denen wir aufgewachsen sind. In dem Maße, wie sich unsere Persönlichkeiten und Perspektiven auf das Leben geformt haben, sind auch unsere Musik und Texte gewachsen. Mit dem Auszug bei unseren Eltern sahen wir uns mit den normalen Problemen des Alltags konfrontiert und mussten damit umgehen lernen. Schnell haben wir erkannt, dass jede politische Partei die Menschen zu teilen sucht, dass in der Wirtschaft Heuchelei an der Tagesordnung ist und viele Kräfte dazu beitragen, die Welt dem Scheitern näher zu bringen. Wenn

wir soziale Ungleichheiten beseitigen würden, gäbe es keine Notwendigkeit für WHO, UNO und andere Organisationen. In meinen Texten rede ich davon, dass wir alle gleich sind und jeder das Recht hat, sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen zu leben. Wir kämpfen darum, dass die Menschen erkennen, wie viel Macht sie in ihren Händen haben. Die breite Masse ist die Mehrheit, nicht kleine Eliten!“

Musikalisch wird die couragierte Botschaft von variablen, zugänglichen Sounds flankiert, die im Kern um MetalCore und Post-Hardcore kreisen, jedoch poppig zugespitzt sind: „Wir mögen Sachen von Justin Timberlake bis Marduk, experimentieren gerne und mischen uns die Musik, die wir lieben,“ fasst es Örs zusammen. „Es wäre uns zu langweilig, unser ganzes Leben lang nur einen bestimmten Stil zu spielen. In unserer Band hört jeder alle Arten von Stilen und liebt es, eklektisch zu sein.“ Was die Ungarn erreichen wollen, wissen sie: „Für mich ist AWS die Band, die ich schon immer hören wollte. Unsere Musik ist für mich das Werk meines Lebens, und darauf bin ich sehr stolz.“

 
 Links:
  facebook.com/awszenekar
 
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