Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1687

Thronetorcher

Storie von: arne, am 06.06.2018 ]

HARDCORE VERBINDET. Wer sich mit „Eden’s Poison“ beschäftigt, sieht sich primär heftigen Breakdowns, derben Mosh- und Beatdown-Parts sowie drückenden Vocals inklusive Gang-Shout-outs ausgesetzt. Die Debütanten von THRONETORCHER setzen auf einen brachialen, extremen Sound, der durch manische Gesänge und melodisches Riffing nur teilweise relativiert wird.

 
„Als Band sind wir definitiv stark vom Metal beeinflusst, vor allem musikalisch und ästhetisch,“ bestätigt Gitarrist Sergej den gewonnenen Eindruck, um sogleich eine Brücke zu schlagen: „Ideologisch hat uns aber maßgeblich die Hardcore-Szene geprägt. Gegen Rassismus und Faschismus einzustehen, geht uns durch Mark und Bein, auch wenn „Eden’s Poison“ textlich persönliche Themen behandelt. Ich würde uns keinesfalls als unpolitisch bezeichnen. Einige von uns haben zuletzt mit Geflüchteten gearbeitet. Es gibt aber Bands wie INCENDIARY, die solche Themen besser aufgreifen als wir das tun. Wenn wir mit unseren Songs politische Statements setzen, wollen wir sicher sein, dass wir uns nicht in hohlen Phrasen oder Klischees verlieren. Wir möchten zu dem jeweiligen Thema etwas Konstruktives beitragen. Mit der Zeit wird sich das herauskristallisieren, schließlich gibt es uns ja noch nicht lange. Bei uns kommt jedenfalls ein Haufen verschiedener Backgrounds zusammen.“

Was die Verbindung im Line-Up schafft, weiß der Gitarrist sogleich zu benennen: „Hardcore ist für uns der Kleber, der THRONETORCHER als Konstrukt zusammenhält. Es ist die musikalische Schnittmenge aller fünf Mitglieder. Jeder von uns hat die Werte, die der Hardcore repräsentiert, verinnerlicht. Es ist uns wichtig, eine kritische Haltung einzunehmen, Umstände zu hinterfragen und nicht alles einfach so zu schlucken.


Es wäre falsch, zu sagen, dass wir eine DIY-Band sind, wo wir doch beim größten HC-Label Europas, BDHW, gesigned sind. Doch auch vorher schon haben wir in erfolgreichen Underground-Bands gespielt, die wir mit harter Knochenarbeit aus dem Boden gestampft haben –INTENSE, FELONY und BROKEN HUMANITY. Das DIY-Prinzip ist uns nicht fremd, und auch bei THRONETORCHER schrecken wir nicht davor zurück, uns die Hände schmutzig zu machen.“

Das gilt mehr denn je dann, wenn die Gruppe auch live auftritt. Im Rahmen der Abschieds-Show von FOURTH CRUSADE absolviert das Quintett Mitte Mai seine erste Show. Da hilft es, dass die Musiker wissen, was sie darstellen wollen: „Stilistisch fühlen wir uns dem US-Hard- und MetalCore verbunden,“ so Sergej. „Wir lieben Bands mit Dissonanzen wie DISEMBODIED oder TURMOIL, aber auch solche, die Riff-Gewitter und Brutalität zelebrieren wie ALL OUT WAR. Moderne Acts wie TWITCHING TONGUES oder JESUS PIECE, wie sie gerade aus den USA zu uns rüber schwappen, sind für uns ebenfalls Einflüsse. Schon in unseren früheren Projekten hatten wir den Wunsch, einen stärkeren Metal-Einfluss einzubringen. Mit THRONETORCHER kommen wir diesem nun nach. Mag sein, dass das Ergebnis derzeit noch berechenbar klingt. Doch wir feilen stetig an unserem Sound bis zu diesem einen Moment, an dem wir sagen können, dass wir unseren Sound gefunden haben.“

 
 Links:
  facebook.com/ThronetorcherHC
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Adam Angst
  Alter Bridge
  Dropout Kings
  Halestorm
  Otep

Interviews/Stories:

  Black Tusk
  One Life All-in
  World Of Pain

Shows:

  27.09. Krahe - Brandenburg
  28.09. Slope - Munster
  28.09. Tiny Moving Parts - Berlin
  28.09. Thronetorcher - Munster
  28.09. Nasty - Munster