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Heaven Shall Burn

Storie von: arne, am 23.09.2001 ]

Heaven Shall Burn sind für mich in Sachen Metalcore das Maß aller Dinge. Was soll ich zu einer Band sagen, deren Aufkleber mein Auto ziert und die ich in diesem Jahr so häufig wie keine andere gesehen habe? Ich persönlich verspreche mir sehr viel vom zweiten Album der Saalfelder. 'Whatever It May Take' wird es in Anlehnung an Kreator heißen und (natürlich) auf Impression/Lifeforce veröffentlicht. Spätestens mit diesem Album wird das Quintett aus Thüringen endlich wohl ebenso populär wie Caliban sein, denn die Jungs sind einfach derbe fett und spielen besten Death Metal.

 
Ich gehe frech davon aus, dass die neue Scheibe um Längen knalliger als der Vorgänger 'asunder' sein wird, der die Brutalität und Durchschlagskraft der Kapelle nur ansatzweise dokumentiert. Leider liegt mir das Material noch nicht vor, aber die beiden, mir bekannten Stücke, versprechen viel. Wer 'the fire' von der Impression-Homepage (www.impressionrec.com) herunterlädt, erhält eine gute Vorstellung vom Stil der Jungs. Von den vordergründig riff-orientierten Sachen hat man sich zugunsten eingängigerer, nachvollziehbarerer Passagen wegbewegt und alles erscheint in kleinem Rahmen melodischer. Der Wiedererkennungseffekt ist deutlich größer, was vor allem live ein Gewinn ist. Ein wenig scheint mir, Bands wie HSB unterwandern Stück für Stück die etablierte Metal-Szene; sind diese jungen Bands mit Hardcore-Background doch inzwischen so nah an ihren großen Vorbildern. Maik (Gitarre&Texte) will mir bei dieser Einschätzung nicht uneingeschränkt zustimmen: "Naja, von unterwandern will ich nicht sprechen, aber es freut mich, dass so ganz langsam auch Metalbands, die eine positive und brauchbare Aussage haben, in der Metalszene Fuß fassen. Das ist nämlich meist der Grund, warum Bands wie z.b. The Year Of Our Lord, Beyond The Sith Seal, Enforsaken oder Absidia auf HC-Labels landen. Sie spielen zwar puren, geilen Metal, aber der ist entweder im Moment nicht im Trend oder mit dem Image oder den Texten stimmt etwas nicht. Gerade das stört mich an vielen Metal-Labels; zu viel Berechnung und zu wenig Herz!!!" Die eigene Heimat Impression könnte dabei nicht besser gewählt sein, erfährt man doch volle Unterstützung, um weiter Vorurteile abbauen zu können: "Ich hoffe, es ist bald

auch hier soweit, wie in den USA, dass sich die Leute gar nicht mehr dafür interessieren, was Metal, was Punk, was HC ist, sondern einfach alles konsumieren und hören - da gehen Converge mit Cannibal Corpse auf Tour oder Madball mit Slayer. Ein guter Anfang war ja die Hatebreed / Sepultura Tour hier in Europa. Das war doch ein fettes Package, oder?" Klar doch und noch dazu ein voller Erfolg. HEAVEN SHALL BURN selbst spielten den, nach eigenen Angaben, legendärsten Gig übrigens mit Bolt Thrower, die Maik auch als größten Einfluss auf die Band nennt: "...wenn auch nicht mehr musikalisch. Diese Leute sind keine Helden auf ihren Instrumenten; zumindest verglichen mit anderen großen Metalbands, aber was diese Band an Energie und Seele rüberbringt, ist einmalig. Eben diesen Spirit versuchen wir auch zu finden. Von der textlichen Aussage her sind wir ganz klar im HC bzw. in der Ecke von Napalm Death anzusiedeln. Gerade auch Fans von Bands wie The Haunted, Carnal Forge, At The Gates oder Dismember dürften uns mögen. Darüber hinaus werden wir auch oft mit den jüngeren Carcass und den neueren Amibands wie Killswitch Engage oder Aftershock verglichen." Es ist also die schnellere, härtere Gangart, die einen hier erwartet, doch inzwischen ist es: "...noch einfacher bei unseren Songs mitzusingen, die Rübe zu schütteln und sich die Fresse einzuschlagen, hä, hä. Textlich geht es weiterhin darum etwas auszusagen und bestimmte Ansichten klar zu machen, also keine fiktiven Geschichten über Massenmörder oder Fabelwesen, sondern reale Dinge, die zum Nachdenken anregen sollen. wie z.B. Umweltzerstörung, Antifaschismus, Krieg, Revolution..." ...der Herbst wird also heiß: HEAVEN SHALL BURN!!
 
 Links:
  Impression/Lifeforce Rec.
 
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