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Crowned Kings

Storie von: arne, am 20.04.2018 ]

Die Australier adressieren ihr Spiel direkt, hart und schonungslos. CROWNED KINGS schätzen sowohl den metallischen New York Hardcore der späten 1990er Jahre als auch rabiate Thrash-Klänge. In den Songs des Quintetts aus Melbourne kommt beides zusammen, wobei der Hardcore-Background der Beteiligten die Positionierung der Gruppe bestimmt.

 
Mit „Sea Of Misery“ erscheint das Drittwerk der Band, das wie schon der Vorgänger „Forked Road“ unter Beteiligung von Nick Jett von Terror entstanden ist. Das passt umso mehr, als CROWNED KINGS ihre Einflüsse mit eben diesen Terror sowie Hatebreed, Slayer und Pantera benennen: „Als wir anfingen, kannten wir uns nur lose, weil wir alle aus ein und derselben Umgebung stammten,“ erinnert sich Schlagzeuger Jack. „Seitdem haben wir ein paar Line Up-Änderungen vorgenommen und inzwischen läuft es richtig gut. Die Jungs, die heute die Band bilden, sind nicht nur auf diese Art Musik verschworen, sondern auch enge Freunde. Das macht einen riesigen Unterschied, wenn es darum geht, als Gemeinschaft etwas erreichen zu wollen. Musik zu schreiben und viel zu touren wäre schwierig, wenn das nicht der Fall wäre. Man muss sich abkönnen, schließlich verbringt man viel Zeit miteinander.“ Für das Songwriting ist es ebenfalls von Vorteil, wenn alle fünf Musiker an einem Strang ziehen und zusammen daran arbeiten, besser zu werden. „Sea Of Misery“ markiert das bis dato prägnanteste Werk der Australier:

„Die Steigerung der musikalischen Qualität war definitiv unser Ziel,“ so Jack. „„Forked Road“ war schon eine riesige Verbesserung gegenüber unserem Debüt-Album „Wise Guy“. Jedes Mal streben wir danach, das beste Album zu schreiben, das uns möglich ist, und hart an unseren Songstrukturen zu arbeiten. Doch das ist ein langer Prozess, in dem sich unsere Meinungen und Ansprüche von Zeit zu Zeit verändern. Erst, wenn man am Ende das fertige Album in Händen hält, weiß man, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat.“ Auf dem dritten Longplayer geht es CROWNED KINGS vor allem darum, straff durchzuziehen und Aggressionen abzubauen: „Unser Gitarrist Bosty ist eine wandelnde Riff-Maschine, die unermüdlich Nachschub liefert,“ erzählt der Schlagzeuger . „Das macht meinen Part schön einfach. Wir halten uns jeweils an das, was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt empfinden. Es gab einen großen Fokus auf die Stimmmuster der neuen Platte. Ansonsten machen wir einfach mit dem weiter, was wir am besten können.“

Dabei spielen inzwischen aber auch das intensive Touren und die im Verlauf der letzten Jahre erworbene Routine eine Rolle: „Aufgrund der Erfahrung, die wir heute mitbringen, hat sich die Arbeit gegenüber der an den anderen Alben tatsächlich unterschieden,“ bestätigt Jack. „Das betrifft vor allem die Herangehensweise an das Songwriting für die Platte. Doch auch die Art und Weise, wie wir unsere Vorproduktion umgesetzt


haben, war anders. Die veränderte Strategie des Schreibens und unsere gewachsenen Songstrukturen haben einen großen Einfluss darauf gehabt, wie diese Platte entstanden ist.“ Mit seiner eigenen Leistung ist der Schlagzeuger zufrieden: „Meine Erwartung an mich selbst ist, immer das zu spielen, was ich für richtig halte. Ich versuche, mein Schlagzeug-Spiel nicht übermäßig zu verkomplizieren, weil ich davon überzeugt bin, dass einfach manchmal genauso effektiv sein kann. Letztlich muss alles zu einem Ganzen verschmelzen und funktionieren. Das tut es bei uns. Wenn es erforderlich ist, die Dinge zu verkomplizieren, tue ich es.“

Der Australier ist von „Sea Of Misery“ überzeugt: „Ich denke, wir haben endlich unseren Sound definiert. Mit „Forked Road“ ist uns das schon teilweise geglückt. Doch jetzt haben wir unseren Sound und Stil zu etwas entwickelt, mit dem wir wirklich zufrieden sind. Dieser Sound ist das Ergebnis all der Jahre des gemeinsamen Spiels. Er spiegelt das wider, was wir lieben und deshalb tun wir es.“ CROWNED KINGS präsentieren sich bissig und tough, wenn sie Pantera-Groove, Slayer-Riffs und metallischen Hardcore miteinander verbinden: „Musikalisch gehen wir keine Kompromisse ein, denn das wird es bei dieser Band niemals geben,“ stellt Jack klar. „Wir folgen keinen Trends, sondern spielen schlicht und ergreifend Hardcore. Unter unserem Namen wird es nie etwas anderes geben.“ So klar der Musiker das Selbstverständnis der Gruppe in Worte fasst, so deutlich ist seine Position bezüglich der Hardcore-Szene:

„Für mich zählt die Musik, nicht die Szene! Es ist mir scheißegal, was die Leute anziehen oder wovon sie denken, dass es trendy ist. Ich höre und unterstütze nur das, was ich mag und ziehe mein Ding durch. In der Hardcore-Szene ging es nie um diesen Mist, der heute trendy ist, und darum wird es mir auch nie gehen. Was zählt, ist die Musik! Im Laufe der Jahre habe ich viele wertvolle Lektionen gelernt. Es lässt sich auf das Folgende herunter brechen: Du behandelst andere so, wie du behandelt werden willst, zeugst denen Respekt, die es verdienen, und lässt dir von den anderen nichts gefallen.“ All die Erfahrungen, die seine Beteiligung an CROWNED KINGS mit sich gebracht haben, möchte Jack so oder so nicht missen: „Es ist eine Achterbahnfahrt. Mit den Jungs dieser Band hatte ich einige der besten Zeiten meines Lebens. Wenn es so weitergeht, bin ich glücklich. Gegenwärtig warte ich darauf, das „Sea Of Misery“ endlich erscheint und wir wieder auf Tour gehen.“

 
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  facebook.com/crownedkingshc
 
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