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Avatar

Storie von: arne, am 12.01.2018 ]

Die Schweden sind für ihr Faible für Storytelling und Entertainment bekannt. Mit „Avatar Country“ spinnt das Heavy-Quintett das bislang größte Konzept. Wenn die Göteborger musikalische Legendenbildung betreiben und Hof halten, geht es vielseitig, bombastisch und sehr unterhaltsam zu. Für Frontmann Johannes Eckerström ist das neue AVATAR-Werk nur konsequent.

 
„Wir haben uns seit Jahren bemüht, anders zu denken und zu sein. Wir lieben Metal und wollen im Konzert der Großen mitspielen, ohne wie die etablierten Größen zu klingen. Aus diesem Grund erschreckt es mich und meinen König überhaupt nicht, wenn wir als anders und eigenständig wahrgenommen werden. Unsere Musik ist für Royalisten und Loyalisten des Königs, aber auch für jeden sonst. Denn prinzipiell kann ein jeder Bürger unseres Reichs werden. Was die Philosophie hinter unserer Band angeht, besteht das Ziel darin, mit jedem Album eine neue Ebene der Ehrlichkeit zu finden. So drücken wir unser künstlerisches Wachstum aus und graben uns tiefer und tiefer in unsere Herzen.“

Die umtriebige Konzeptarbeit führt ganz nebenbei dazu, dass sich die Alben von AVATAR klar voneinander absetzen und die Band jeweils eine andere Seite ihrer Musikalität heraus stellt: „Der Eindruck resultiert sicherlich auch aus der Tatsache, dass wir versuchen, jedes Lied nur einmal zu schreiben,“ ergänzt Johannes. „Darüber hinaus entwickeln wir uns als Musiker und Komponisten weiter. Andernfalls könnten wir jetzt immer noch nicht aus dem „Avatar Country“ berichten. Natürlich hatten wie zuletzt mit „Feathers & Flesh“ etwas Neues gefunden. Doch Neues fühlt sich stets eher früher als später alt an. Unser Ehrgeiz besteht jedes Mal darin, neue Songs zu schreiben. Das Ziel für „Avatar Country“ war es, die volle Wahrheit und Herrlichkeit unseres Königs zu enthüllen. Ich denke, das ist uns gelungen.“ In jedem Fall können die Schweden darauf vertrauen, dass sich ihre Fans wiederum intensiv mit dem Album auseinander setzen werden. Das tun sie jedes Mal:

„Wir fühlen uns ob dieser Tatsache geehrt,“ so der


Sänger. „Die Leute scheinen uns gut genug zu verstehen, um uns die Treue zu halten. Musik ist subjektiv und die Erfahrung eines jeden ist anders, selbst innerhalb unserer Band. Das Ziel unserer Reise als AVATAR besteht darin, uns untereinander und mit anderen zu verbinden. Das klappt aber nur, wenn man ein gegenseitiges Verständnis von etwas aufbaut, das eigentlich unmöglich zu artikulieren ist. Es ist die Aufgabe der Kunst, etwas zu übermitteln, was man durch rationales Denken und Handeln nicht erreichen kann. Wenn wir die Leute nicht zumindest ein wenig überraschen würden, wäre ich aber enttäuscht.“ In die eigene Klangwelt der Göteborger wird man als interessierter Hörer schnell hinein gesogen, wobei anfangs auch bekannte Referenzen eine Rolle spielen:

„Ich liebe die Beatles und Queen. Das sind zwei meiner Lieblingsbands. Ich bin davon überzeugt, dass der wahre Klang einer Band dadurch bestimmt wird, wer ihn spielt und weniger entscheidend ist, wen man selbst mag, welche Noten genutzt werden oder welche Akkordfolge man spielt. Uns geht es darum, etwas Emotionales zu schaffen. Es bestehen keine expliziten Regeln dafür, was erlaubt ist und was nicht. Wenn der König zustimmt, stehen uns alle Wege offen. Wir schreiben ja für uns selbst und für unseren König. Ich verspüre keine Last, wenn Leute Erwartungen an uns richten. Erfolg haben wir ab dem Zeitpunkt geschmeckt, als wir aufgehört haben, uns Sorgen darüber zu machen, was andere Leute von uns verlangen. Solange wir uns selbst herausfordern und die Lieblingsmusik des Königs schreiben, bleiben wir zuversichtlich, dass das auch jemand hören will. Wir sind voller Liebe für den König und der König liebt uns zurück.“

 
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