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Knuckle Puck

Storie von: arne, am 21.11.2017 ]

Die aus den südwestlichen Vororten von Chicago stammenden KNUCKLE PUCK vertrauen auch auf einem Zweitwerk „Shapeshifter“ auf den Pop-Punk. Das Quintett setzt diesen mit Lockerheit, Spaßfaktor und hymnischer Eingängigkeit um. Damit hinterlässt die Formation aus Illinois einen starken und bleibenden Eindruck.

 
„Als Band propagieren wir Selbstverwirklichung und leben diese auch vor,“ erklärt Gitarrist Kevin Maida. „Die Motivation zur Gründung von KNUCKLE PUCK geht darauf zurück, dass wir zum damaligen Zeitpunkt nirgends der Musik begegnet sind, nach der wir gesucht haben. Es blieb uns nichts anderes übrig, als selbst in die Bresche zu springen. Für mich ist die Attitüde das Entscheidende. Musik und Texte entstehen bei uns nicht zufällig, sondern mit klaren Absichten. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass wir die Songs für uns selbst schreiben. Schon allein deshalb sind wir dem Anspruch von Unabhängigkeit und Freiheit verpflichtet, der in unserer Sub-Kultur ohnehin weit verbreitet ist.“

Die Stücke von „Shapeshifter“ erinnern dennoch an die eine oder andere Genre-Größe und sind traditionsbewusst umgesetzt: „Wenn unsere Songs diesen Eindruck vermitteln, ist das kein Zufall,“ greift Kevin den Faden auf. „Das erfüllt mich sogar mit Stolz. Es ist schließlich offensichtlich, dass die populären Bands der späten 1990er und frühen 2000er Jahre, Taking Back Sunday, The Starting Line, Third Eye Blind, etc., enormen Einfluss auf unseren Sound nehmen. Dennoch ist es mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir als KNUCKLE PUCK auch eigene Akzente einbringen und unsere Spielwiese so vergrößern.“ Wer ihn persönlich maßgeblich beeinflusst hat, weiß der Gitarrist, ohne nachzudenken:

„Als ich im Kindesalter den Punk für mich entdeckt habe, ist Tom DeLonge von Blink-182 so etwas wie mein Idol gewesen. Damals war ich 11 Jahre alt und habe alles aufgesogen – wie er gekleidet war, sich benommen und was er auf der Bühne getan hat. Von all dem war ich total fasziniert. Auf lokaler Ebene ist es


mit Love Me Electric so ähnlich gewesen. Vor allem deshalb, weil einige aus der Band auf meine Highschool gegangen sind und sie aus meinem direkten Umfeld stammten. Dadurch wusste ich, dass prinzipiell alles möglich ist – auch für mich.“ Das Schaffen seiner eigenen Band ordnet Kevin zutreffend und objektiv ein:

„Ich kann uns gar nicht mit den Gruppen vergleichen, die mich nachhaltig beeinflusst haben oder die für uns wichtig waren, als es mit KNUCKLE PUCK losging. Stattdessen möchte ich mit Blick auf „Shapeshifter“ sagen, dass wir reife, gute Songs geschrieben haben, die deutlich herausstellen, was unsere Band auszeichnet. Als klingt durchdacht, ausgewogenen und stimmig. Dass wir uns selbst nicht mehr zurückhalten oder beschränken, ist das wesentliche Geheimnis hinter dieser Entwicklung. In den frühen Tagen ging es uns schlicht darum, möglichst schnell aufzuspielen. Inzwischen gehen wir differenzierter vor und arbeiten im Songwriting mit bewussten Absichten. Uns geht es nunmehr darum, unsere Empfindungen zu vertonen, die uns zum Zeitpunkt des Schreibens eines Stücks bewegen.“

Musik und Lyrics gehen bei KNUCKLE PUCK Hand in Hand: „Obwohl ich für die Texte nicht verantwortlich zeichne, kann ich doch sagen, dass sie letztlich immer von den Gefühlen inspiriert werden, die sich auch beim Hören eines Songs einstellen,“ so der Gitarrist. „In dieser wie auch in jeder anderen Hinsicht halten wir es nachvollziehbar und ganz natürlich.“ Was für Kevin die wesentliche Stärke des Zweitwerks ist, überrascht angesichts dieser Aussage kaum: „Mir ist vor allem wichtig, dass wir uns selbst treu bleiben und Musik spielen, die uns etwas bedeutet. Genau das tun wir auf „Shapeshifter“.“

 
 Links:
  facebook.com/KnucklePuckIL
 
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