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Veil Of Maya

Storie von: arne, am 27.10.2017 ]

LUKAS NACH VORNE. VEIL OF MAYA veröffentlichen mit „False Idol“ ein Konzeptalbum über einen bösen Mann, der große Macht erlangt und unvermeidlich untergeht. Die Motivation zur skizzierten Thematik ist offensichtlich und wird von der Chicagoer Band gewohnt brutal, fordernd und variantenreich musikalisch unterlegt.

 
Mit dem sechsten Longplayer abermals eine qualitative Steigerung zu belegen, ist der Gruppe nach Auskunft von Gitarrist Marc Okubo nicht schwer gefallen: „Sobald wir die Arbeit mit unserem Produzenten Max Schad begonnen hatten, verlief das Songwriting spielerisch und mit einem hohen Spaß-Faktor. Das Material ist überwiegend in Zwei-Stunden-Sessions entstanden. Schon beim Schreiben hatten wir dabei unseren Sänger im Hinterkopf, was bei den früheren Alben sonst nicht der Fall war. Da Max und ich dieselben Vorlieben und Einflüsse teilen, hat er direkt verstanden, worauf ich aus bin und hat tatkräftig dabei geholfen, meine Vision Realität werden zu lassen. Der Vibe hat von Beginn an gepasst und darauf haben wir aufgesetzt.“

Für Shouter/Sänger Lukas Magyar (ex-ARMS OF EMPIRE) ist es die zweite Veröffentlichung mit VEIL OF MAYA. Seinem Einfluss ist es zu verdanken, dass auch die übrigen Musiker vor neuen Herausforderungen standen und das Ergebnis an weiterer Variabilität gewinnt: „In der Vergangenheit sind die Vocals teilweise sehr monoton gewesen,“ stimmt Marc zu. „Über die Gitarrenarbeit habe ich mit Melodien versucht, das zu kaschieren. Heutzutage ist es anders. Seit dem Einstieg von Lukas rücken wir die Vocals nun ganz bewusst in den Vordergrund und lassen sie die Dynamik der Songs beeinflussen. Dass wir zum ersten Mal ein Konzept-Album


umgesetzt haben, war spannend. Dadurch ist viel mehr Material als sonst entstanden und wir konnten die besten Stücke auswählen. Zudem ist unser Sound so zugänglich wie niemals zuvor und dennoch weiterhin herausfordernd.“

Für den Musiker ist es wichtig, die Evolution der Band nachvollziehbar voran zu treiben: „Für mich ist es entscheidend, den Basis-Sound fortzuführen, dem ich mich verpflichtet fühle. Wir sind mit den Jahren mit den unterschiedlichsten Klassifikationen versehen worden, was ich in den meisten Fällen auf die Vocals zurück führe. Für mich als Gitarristen hat sich nie wirklich etwas geändert. Mit meinen Songs fülle ich jeweils den Rahmen, den ich für VEIL OF MAYA definiert habe. Natürlich versuche ich immer wieder Neues und verändere mein Spiel, doch dabei achte ich darauf, dass wir als VEIL OF MAYA erkennbar bleiben.“

Auf „False Idol“ erklingen aus diesem Grund wieder plakative Core-Breakdowns und Mosh-Parts, Djent-ige Frickelei, vorwärts gerichtete Extrem-Kost und melodisch-eingängige Refrains. Diese Elemente sind allerdings in einen reifen, songdienlichen Kontext eingebunden und stellen weniger als bisher auf die Technik ab: „Wir haben das Komplexitätsniveau nicht absichtlich gesenkt, sondern uns schlicht auf die Musik konzentriert. Unsere handwerklichen Fähigkeiten kommen ja dennoch ausreichend zur Geltung.“

 
 Links:
  facebook.com/veilofmaya
 
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