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Implore

Storie von: arne, am 13.10.2015 ]

VON JÄGERN UND SAMMLERN. Früher war nicht unbedingt alles besser. Die Menschheit ist der Natur und ihres Gleichen allerdings mit mehr Demut begegnet und war längst noch nicht so anmaßend wie heutzutage. IMPLORE formulieren diese und ähnliche Gedanken auf ihrem Zweitwerk. „Subjugate“ ist primär zwischen Grindcore, Schweden-Death und Crust zu verorten, bietet neben jäher, impulsiver Aggression und Wut zusätzlich aber auch etliche Überraschungen.

 
„Eine Referenz, die wir gerne bemühen, sind CODE ORANGE,“ erzählt Bassist und Shouter Gabriel „Gabbo“ Dubko. „Zwar bin ich mit ihnen nicht allzu vertraut, doch unser Gitarrist Petro ist ein eingefleischter Fan und erzählt mir viel von ihnen. Deshalb weiß ich, dass sie eine Menge touren, immer wieder neue Dinge ausprobieren, sich nicht vor unbequemen Entscheidungen scheuen und stets ihre eigene Identität wahren. Diesem Weg fühle ich mich verbunden, denn einem solchen folgen wir ebenfalls.“ Der Century Media-Einstand der Band klingt anders als die vorangegangenen Releases, was Gabbo zufolge kein Zufall ist:

„„Subjugate“ kann keine Fortsetzung der 2015er LP „Depopulation“ sein. Hat man als Band bereits 40 bis 50 Songs geschrieben, fällt es einem schwerer, sich selbst zu beeindrucken, weil man kritischer wird. Auf „Subjugate“ steht wieder jeder Song für sich selbst. Wir haben uns neu erfunden, ohne unseren Sound zu verlieren. Alles dreht sich um Leidenschaft und Gefühl. Alle Songs sind im Proberaum entstanden, während wir uns einander gegenüber standen und miteinander gearbeitet haben. Wenn ein Riff gut klang und der Beat gestimmt hat, haben wir daraus einen Song gebaut. Oftmals ist pro Probe ein neues Stück entstanden. Es lief wirklich


gut.“ Auch das thematische Konzept und die Texte von Gabbo waren schnell beisammen:

„Bands wie MISERY INDEX oder CATTLE DECAPITATION greifen immer wieder interessante Themen auf. Jason Netherton und Travis Ryan haben mich in Bezug auf das Schreiben meiner Lyrics stark beeinflusst. Mit dem, was und wie sie etwas tun, habe ich mich intensiv beschäftigt. Auch HEAVEN SHALL BURN haben mir im Teenager-Alter dabei geholfen, Entscheidungen zu treffen, die bis heute nachwirken. Nach wie vor lebe ich vegan und straight edge. Meine Texte schreibe ich zumeist über geschichtliche Begebenheiten und die Menschheit, unsere Beziehung zur Erde und darüber, dass wir die Erde für nachfolgende Generationen bewahren müssen. Die moderne Gesellschaft ist egoistisch, selbstgefällig und zerstörerisch. Mit dem Album spanne ich einen Bogen von den frühen Jägern und Sammlern bis in die heutige Zeit. Um zu verstehen, was mich am hier und jetzt stört, habe ich die menschliche Entwicklung im Zeitverlauf aufgearbeitet. Es mutet vielleicht ein wenig verklärt an, wenn ich für Primitivismus werbe und dafür, wieder stärker im Einklang mit der Natur zu leben. Doch die Menschen geben ihre Instinkte auf, um zu Maschinen zu werden. Das gefällt mir nicht.“

 
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