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3rd Grade Burn

Storie von: arne, am 01.09.2017 ]

Nicht nachdenken, sondern munter drauf los. So halten es 3RD GRADE BURN auf ihrem Vollzeit-Einstand. „Welcome To My Wasteland“ ist ein Album, das auf markanten Riffs, Rhythmen, Grooves und Gesängen basiert. Identifikation zum Spiel des Trios aus Eschede ist angesichts der ausgeprägten Hüpf- und Moshpit-Tauglichkeit schnell hergestellt. Die Musiker zelebrieren eine Fan-Perspektive und nutzen ihre Band zur Stressverarbeitung.

 
„Wir können von der Musik ja nicht leben und haben normale Jobs. Musik ist quasi unser Yoga. Man vergisst den Alltag und hat einfach nur Bock, zu rocken, jedes Mal, wenn wir zusammen kommen, die Amps aufdrehen und anfangen, zu spielen. Beim Proben haben wir alle immer ein breites Grinsen in den Gesichtern. Das ist der eigentliche Grund, warum wir Musik machen und warum sich der ganze Aufwand lohnt. Dieses Gefühl von Flow.“ Das Debüt der Band aus der Lüneburger Heide erinnert an Gruppen wie Sepultura, Soulfly, Ektomorf, Slipknot, Korn, Deftones, Clawfinger, H-Blockx oder Biohazard. Was die Verbindung herstellt, wissen 3RD GRADE BURN zu benennen: „Uns beeindrucken immer Bands, denen man ansieht, dass sie mit vollem Herzen dabei sind und Freude daran haben, zu spielen. Ich denke, das kommt auch beim Publikum an. Zumindest im Metal-Bereich stehen die Leute auf Authentizität. Durchperformte Auftritte ordnen wir eher dem Schlager-Business zu. Professionalität stellt sich zwangsläufig von alleine ein und sollte nicht vor der Freude am Musizieren stehen.“

Das Dreiergespann will vor allem Spaß haben. Und das hört man: „Zusammen gefunden haben wir uns als drei Typen, die gerne harte Musik machen. Wir kennen uns alle schon länger und dachten irgendwann, „das könnte klappen“. Antreiben tut uns die Liebe zu dem, was wir tun. Unsere Basis ist die gute Zeit, die wir zusammen haben. Da wird auch mal nach ‘nem Auftritt das eine oder andere Fässchen Bier geleert.“ Das Line-Up hat für die Beteiligten genau die richtige Größe: „Drei Mann ist die klassische Rock-Besetzung. Wir haben am Anfang mit einem zweiten Gitarristen herumexperimentiert, sind aber wieder zu einer


Gitarre zurück. Unsere Musik ist ja eher groovig als melodisch. Von daher sind wir zu dritt einfach tighter und mehr auf den Punkt. Wenn sich die Leute unsere Konzerte anschauen, werden wir danach öfter gefragt, wie wir mit nur drei Leuten so einen fetten Sound hinbekommen. Doch es funktioniert.“

Und das schon seit der Gründung: „Angefangen haben wir aus Spaß an der Freude. Von daher sind wir natürlich sehr happy, dass wir direkt unsere erste Platte bei ‘nem Label unterbekommen haben. Der Sound ist entstanden, als wir angefangen haben, zusammen zu spielen. Da haben wir dann nicht mehr viel verändert. Songs entstehen bei uns immer intuitiv. Wir haben da kein Schema F, nach dem wir vorgehen. Es wird viel diskutiert und ausprobiert. Ein Song muss bei uns dieses Grinsen beim Spielen auslösen. Vorher taugt er nichts.“ 3RD GRADE BURN verstehen sich selbst übrigens nicht als Crossover, auch wenn diese Bezeichnung naheliegend ist:

„Wir nennen unsere Richtung vollbärtigen Groove-Metal. Die Beschreibung trifft es eher, denn Crossover ist das, was jeder von uns mitbringt. Der eine hört privat Black Metal, der andere Punk Rock. So sind mehrere Nuancen von verschiedenen Stilen vertreten.“ So oder so, was die drei Musiker mit der Band erreichen wollen, wissen sie ganz genau: „Das Grundgefühl war, einfach ‘mal wieder auszurasten. Wir wollen brutal und groovig zugleich sein. Das Gefühl, wenn du im Auto sitzt, die Platte reinschiebst und anfängst, mit dem Kopf zu bangen und immer schneller fährst – Stressabbau über die Gehörgänge. Der Titeltrack ,Welcome To My Wasteland‘ bringt das sehr gut zum Ausdruck. Deswegen haben wir die Platte auch so genannt.“

 
 Links:
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