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Magnacult

Storie von: arne, am 27.04.2017 ]

Die Niederländer von MAGNACULT kultivieren ihren rabiaten Extrem-Crossover seit mehr als zehn Jahren. Der kompakte und effektive Sound des Drittwerks „Infinitum“ basiert primär auf heftigem Death Metal, umfasst aber auch Elemente aus dem MetalCore, NeoThrash und NuMetal. Der gebotenen Brutalität stellt das Quintett prägnante Grooves und Riffs an die Seite, die das Markenzeichen der Band sind.

 
„Crossover-Musik entsteht meiner Erfahrung nach immer dann, wenn Musiker mit unterschiedlichem Hintergrund aufeinander treffen,“ sagt Gitarrist Tomas. „Im Fall unserer Gruppe reichen die individuellen Vorlieben von Metal bis Blues und Klassik bis Hip Hop. Die Einflüsse sind so breit gestreut, wie unsere Persönlichkeiten verschieden sind. All die diversen Elemente verbinden sich zu einem Sound, an dem wir alle Spaß haben. Das ist die gesunde Grundlage, von der aus wir loslegen. Der Metal ist offenkundig unser größter Einfluss. Wir finden es enorm spannend, ihn um andere Elemente zu erweitern.“

Die Niederländer haben MAGNACULT 2005 mit dem Anspruch gegründet, sich stilistisch von dem abzusetzen, was sie zuvor mit anderen Gruppen getan haben: „Bei der Arbeit an unserem Debüt „Synoré“ hat sich der Groove-betonte Death Metal-Sound entwickelt, dem wir bis heute nachgehen,“ rekapituliert der Gitarrist. „Eine wirkungsvolle Verbindung von Blastbeats und Groove zu schaffen, ist etwas, auf das wir von Beginn an aus waren. In diese Gemengelage lassen sich viele andere Elemente schlüssig einbinden. Bands, die uns stark inspirieren, sind Meshuggah, Slipknot, Mastodon und Gojira. Als wir dann „Insua Envenom“ geschrieben haben, wollten wir schneller, technischer und unberechenbarer aufspielen, ohne den melodischen Anstrich und den Groove aufzugeben. Das führt unweigerlich zu „Infinitum“, das wir ganz bewusst als Mischung der beiden ersten Alben angelegt haben. Wir stellen noch klarer heraus, was MAGNACULT auszeichnet und steigern zudem das kompositorische Niveau. Dieses Mal standen die einzelnen Songs im Fokus. Zudem haben wir darauf geachtet, nicht übertrieben technisch vorzugehen. Im Studio ist es uns dann auch noch gelungen, die Energie und die Intensit


ät unserer Live-Show festzuhalten.“

Die Weiterentwicklung entstammt aber auch der Beschäftigung mit dem Werk anderer Musiker, wie Tomas erzählt: „Wir hören Musik, wann immer Zeit dazu ist und sind bezüglich der Stile nicht festgelegt. Darüber hinaus unterhalten und diskutieren wir untereinander viel über Bands und Ansätze, die wir spannend finden. Es hat bei uns auch Tradition, dass wir uns gegenseitig auf Verbesserungsmöglichkeiten hinweisen und jeder von uns hart probt, um individuell zuzulegen. Es ist ja unser geteiltes Ziel, uns als MAGNACULT zu entwickeln und zu steigern. Dafür ist es hilfreich, sich damit zu beschäftigen, wie andere Gruppen ihre Probleme lösen und welche Einfälle sie haben. Von anderen zu lernen, ist eine gute Möglichkeit, selbst voran zu kommen. Den einen oder anderen Kniff kann man sich immer abschauen. Wichtig ist nur, dass man am Ende die eigene Kreativität nicht zu kurz kommen lässt.“

Bestehende Grenzen zu hinterfragen, ist ein guter Ausgangspunkt, um mit der kreativen Arbeit zu beginnen, weiß der Gitarrist: „Es ist doch spannend, weiter zu gehen als andere Musiker und nach Möglichkeit zu einem Spiel zu finden, das durch Ideenreichtum und Variabilität auffällt. Wer sich allein an bekannte Strukturen und Sounds hält, wird sich gegenüber anderen nicht auszeichnen können. Doch genau das wollen wir. Deshalb pushen wir uns so sehr und gehen musikalisch in die Extreme, ohne die so wichtige Balance aus den Augen zu verlieren. Wir zügeln uns regelmäßig, denn nur extrem und technisch aufzuspielen, reicht am Ende nicht. Es kann viel wirkungsvoller sein, melodische Überleitungen oder Chöre zu setzen, als nur die Brutalität durch zu ziehen.“ Genau das beherzigen MAGNACULT auf ihrem Drittwerk „Infinitum“.

 
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