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Lawgiver

Storie von: arne, am 06.03.2017 ]

SIMPEL UND EFFEKTIV. So präsentieren sich LAWGIVER auf ihrer selbstbetitelten Debüt-MCD. Mit ausgeprägtem Old School-Charme und einem toughen Crossover setzt das Quintett auf impulsive Sounds zwischen Hardcore, Thrash und Punk. Obwohl Derartiges seit den 1980er Jahren und SUICIDAL TENDENCIES, D.R.I, SOD, etc. hinlänglich bekannt ist, nehmen die rabiaten Schweden schnell für sich ein.

 
„Alle Bands, an denen ich bislang beteiligt war, fallen auf die eine oder andere Weise auf und ziehen in etwa gleich viele Unterstützer wie Kritiker auf sich,“ erzählt Frontfrau Patricia. „Mit Blick auf LAWGIVER lässt sich feststellen, dass wir nicht so leicht in eine bestimmte Ecke zu stellen sind. Wir fühlen uns in keiner Weise festgelegt, was unsere Einflüsse anbelangt, und tun stets das, was sich am jeweiligen Tag gut anfühlt. Dass einige Hörer deshalb nicht wissen, wie sie uns nehmen müssen, ist nicht unser Problem. Man kann auch nicht von einem Song auf die anderen schließen. Letztlich ist es mir aber egal, ob die Leute unsere Musik verstehen. Passiert dies, schön. Ist das nicht der Fall, auch gut.“ Auf Aufstellung zwischen mehreren Stilen und der insgesamt offene Ansatz der Gruppe bietet Identifikationsmöglichkeiten für unterschiedliche Geschmäcker:

„Anfangs habe ich alle Sub-Genres zwischen Punk, Hardcore und Metal sowie das ganze Drumherum gleichermaßen verachtet und mich nirgends dazugehörig gefühlt,“ äußert die Sängerin. „Als wütende Frau, als die ich aufgewachsen bin, hasse ich Normen aber noch mehr. Mit der Zeit sind meine Ansichten gemäßigter geworden, so dass ich inzwischen durchaus Berührungspunkte zu den genannten Genres sehe.“ LAWGIVER bietet Patricia die Gelegenheit, sich zu verwirklichen: „Eine Agenda, nach das wir uns richten, existiert nicht. Zumindest ist mir keine bekannt, sieht man davon ab, dass wir dem


grauen Alltag mit Kreativität zu entfliehen suchen. Andere taggen ihre Nachbarschaft zu oder stricken. Wir spielen Musik und legen es darauf an, mit der Band auch selbst auferlegte Beschränkungen zu durchbrechen. Ob man unseren Songs all das anhört, vermag ich nicht zu sagen. Ich will nur eine Idee davon vermitteln, wie wir drauf sind und was uns antreibt. Dazu kommen noch tausend Dinge mehr. Wer uns hört, gleicht unser Spiel unweigerlich an seinen individuellen Erfahrungen ab. Das verfälscht das Bild unweigerlich, doch schon Anton (Gitarre) und ich hören Musik ganz unterschiedlich. Was für mich roher Punk-Rock ist, wirkt auf ihn oftmals ganz anders. Dennoch können wir beide gleichzeitig Gefallen an derselben Musik finden. Vielleicht sogar aus denselben Gründen, auch wenn wir zur Erklärung andere Worte benutzen.“

Im Programm von BDHW fallen LAWGIVER ob ihrer eher untypischen Positionierung auf. Der Schwedin gefällt das: „Dass wir keine Beatdown-Band im Verständnis des Wortes sind, brauche ich wohl nicht zu betonen. Das Label ist aber nicht nur auf eine Spielart limitiert, sondern will gute Musik zu veröffentlichen. BDHW steht hinter uns, egal, wie verrückt es bei uns zugeht. Ich bin zudem so ehrlich, zuzugeben, dass ich nicht auf einem super-obskuren Sparten-Label sein möchte, dass keiner kennt und dessen Veröffentlichungen man nirgends bekommt. Ich muss nicht Super-Anti sein, um den Leuten zu beweisen, wie Punk ich bin.“

 
 Links:
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