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Holding Absence

Storie von: arne, am 24.02.2017 ]

Das Quintett aus Cardiff arbeitet an seinem Debüt-Album. Als erste Duftnote legen HOLDING ABSENCE die 7Inch „Permanent/Dream Of Me“ vor, die zwei starke Songs beinhaltet. Zwischen Post-Hardcore und -Rock sowie flächigen Ambient-Erweiterungen finden die Waliser zu belastbarer Musik, die Gefühl pur ist.

 
„Die Übergänge des Spiels unserer Band verlaufen fließend,“ beschreibt es Frontmann Lucas. „Soweit es geht, vermeiden wir es, uns auf bestimmte Genres festzulegen oder etablierte Standards zu nutzen. Unser Musikgeschmack ist breit gestreut und reicht von The 1975 und Radiohead bis hin zu Counterparts und Sylosis. Unsere Einflüsse sind nicht gedeckelt. Dasselbe gilt für unsere Musik. Wir sind keiner feststehenden Philosophie verpflichtet, sieht man davon ab, dass wir auf Konzerten leidenschaftlich und emotional auftreten. Darum geht es uns in letzter Konsequenz.“ Das Material der 7Inch bestätigt die Ausführung des Musikers, der sogleich nachlegt:

„Es ist kein Zufall, dass unsere Stücke eine offensichtliche Live-Tauglichkeit aufweisen. Doch die Nummern, die man stärksten wirken, sind zumeist diejenigen, die am Schwierigsten zu schreiben sind. ,Permanent‘ scheint im Rückblick von einer auf die andere Sekunde entstanden zu sein, während ,Dream Of Me‘ viel Zeit und Überlegung gefordert hat. Wer diese Stücke das erste Mal hört, vermutet wahrscheinlich, dass es genau anders herum gewesen ist.“ Neben dem authentisch emotionalen Moment schwingt dem Ansatz von HOLDING ABSENCE auch eine reflektierte Note mit, die Lucas zufolge kein Zufall ist:

„Wenn ich an Texten arbeite, lasse ich mir die zunächst Zeit, mich auf die Tracks einzustellen und sie zu fühlen. Sobald eine Idee Gestalt annimmt, geht es dann schnell und produktiv weiter. Der letzte Schliff erfordert gewöhnlich wieder viel Arbeit und Überlegung. Das ist bei kleinen Details fast immer so. Musikalisch ist unsere Vorgehensweise zudem ein Stück weit berechnend. Es war uns wichtig, zwei starke Single-Tracks vorzulegen, die das Spektrum unseres Spiels umreißen. Deshalb fällt ,Permanent‘ düster und heftig aus, während


,Dream Of Me‘ verträumt und poppig klingt.“ Für die stilistische Ausgestaltung halten sich die Waliser alle Optionen offen: „Bricht man es auf den Kern herunter, möchte ich uns als Post-Hardcore oder Melodic-Hardcore beschreiben, auch wenn verschiedene Genre zusammen kommen,“ ordnet der Frontmann ein. „Was die Atmosphäre anbelangt, berufen wir uns auf Post-Rock-Gruppen wie Explosions In The Sky oder Shoegaze-Kapellen wie My Bloody Valentine und Slowdive. Textlich sehe ich uns indes in der Tradition der Emo-Bands der frühen 2000er Jahre. Diese Beschreibung mag umfangreich anmuten, doch gerade die Breite und Verschiedenartigkeit der Bestandsteile lässt unseren Sound so eigenständig wirken.“

Den vertonten Stimmungen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: „Unsere Musik und Lyrics sind zu einem guten Teil durch Melancholie und andere negative Emotionen bestimmt,“ weiß der Sänger. „Dennoch sind wir keine negativ eingestellte Band. In der Aussage geht es uns primär darum, die Leute zu motivieren, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken, um zu innerer Fröhlichkeit und Ausgeglichenheit zurück zu finden. Als Band spiegeln wir diesbezüglich unsere Persönlichkeiten. Als Menschen schätzen und lieben wir die schönen Dinge des Lebens. Darauf stellen wir mit unseren Songs auf subtile Art und Weise ab, jedoch nicht ausschließlich. Das breit ausladende, epische Spiel beherrschen wir ebenfalls. Denn nicht immer lassen sich unsere Ideen unterschwellig herüber bringen.“

Mit Blick auf die nähere Zukunft verspricht Lucas ein aufgeschlossenes Debüt: „Losgelöst von einschränkenden Genres und Vorfestlegungen ist es an uns, zu bestimmen, in welche Richtung es musikalisch gibt. Als Leitmaxime fungiert unser Anspruch, gefühlsechte Musik zu erschaffen. Dafür stehen HOLDING ABSENCE.“

 
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