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Evenline

Storie von: arne, am 17.12.2016 ]

Die Franzosen von EVENLINE melden sich mit einem unverhofft kraftvollen und heftigen Zweitwerk zu Wort. „In Tenebris“ wird ungleich metallischer als das Debüt „Dear Morpheus“ entwickelt, bringt letztlich aber auch wieder einen ansprechenden Breitwand-Appeal und eine hymnische Orientierung mit.

 
„Dieses Mal habe ich schon das Gefühl, dass die Leute einiges von uns erwarten,“ äußert Frontmann Arnaud. „Beim ersten Album war das noch nicht so. Andererseits haben wir uns nicht unter Druck gesetzt, sondern einfach weiter die Musik geschrieben, die wir lieben. Wir wollen den guten ersten Eindruck bestätigen und das schon gute Debüt nochmals toppen – sowohl hinsichtlich des Songwritings als auch der Produktion. Die beständigen Nachfragen der Fans nach neuen Stücken haben uns motiviert. Zumal wir schon früh verkündet haben, dass „In Tenebris“ düsterer als sein Vorgänger ausfallen würde; verrückter und härter. Das hat viele Fragen nach sich gezogen, was uns gezeigt hat, das Interesse besteht.“

EVENLINE spielen eine Mischung aus Metal und Rock, bei der am Ende wiederum die Nähe zu Kollegen wie Alter Bridge, Seether, Lower Than Atlantis oder Be The Wolf überwiegt: „Auf die Reaktionen der Fans sind wir sehr gespannt, schließlich haben wir kein zweites „Dear Morpheus“ geschaffen, sondern uns merklich verändert,“ so der Sänger. „Damit geht unweigerlich Unsicherheit einher. Andererseits sind wir davon überzeugt, tolle Songs mit einem besonderen Moment geschrieben zu haben. Ob man unseren Stil nun US-Rock oder Alternative-Metal nennt, ist nicht wichtig. Entscheidend ist, dass man erkennt, dass unser Spiel auf starken und einprägsamen Melodien basiert. Technische oder strukturelle Komplexität kann nicht wichtiger als gutes Riffing oder einprägsame Melodien sein. Und diese machen unsere Musik letztlich aus.“

Die Band aus Paris ist 2009 mit großen Ambitionen gestartet und setzt weiterhin alles daran, eine erfolgreiche Karriere zu etablieren: „Unser Traum ist es nach wie vor, irgendwann von der Musik unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dafür tun wir alles,“ bestätigt Arnaud. „Wir


spielen überall und so viel wie möglich. Natürlich mussten wir im Zeitverlauf zur Kenntnis nehmen, dass die Dinge nicht leichter werden und die Entwicklung der Musik-Industrie in den letzten Jahren unsere Chancen nicht verbessert hat. Doch wir stecken nicht auf und arbeiten unbeirrt weiter.“

Die veränderte Gewichtung des Zweitwerks haben die EVENLINE-Musiker bewusst herbei geführt, doch Anknüpfungspunkte zum ersten Album gibt es ebenfalls: „In Tenebris“ ist eher ein Metal- denn ein Rock-Album. Es ist dunkel gestimmt, melancholisch und teilweise auch verrückt. Die Stücke weisen nur einen kleinen Hoffnungsschimmer auf. Die Texte drehen sich um Leidenschaft, Schlafstörungen, Träume, Vergebung, den Neustart nach einer Tragödie und ähnliche Dinge. Das wirkt sich unweigerlich auch auf die Musik aus. Wie schon auf dem ersten Album haben wir viel Wert auf die Chöre gelegt. Für mich ist gerade in diesem Punkt die größte Schnittmenge zwischen beiden Alben gegeben. Abgesehen davon überwiegen jedoch die Unterschiede. Die neuen Songs klingen schon nach EVENLINE, doch sie repräsentieren eine andere Seite unserer Persönlichkeiten.“

Um ein stimmiges Ergebnis abzuliefern und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, haben die Franzosen viel geprobt: „Im Metal kommt es meiner Auffassung nach stärker als im Rock darauf an, auf den Instrumenten und in den Vocals versiert zu sein,“ gibt der Frontmann zu Protokoll. „Deshalb haben wir hart daran gearbeitet, uns individuell zu steigern, aber auch als Band im Zusammenspiel. Unsere Arbeit haben wir noch ernster als die für das Debüt genommen, uns gegenseitig viele Tipps gegeben und deshalb in kurzer Zeit einen tollen Entwicklungssprung genommen. Als die nötigen Grundlagen geschaffen waren, haben wir dann geschaut, wohin uns die Stücke führen.“

 
 Links:
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