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Yugal

Storie von: arne, am 07.12.2016 ]

Die aus Vannes stammenden YUGAL debütieren mit einer Platte zwischen Death und Thrash Metal sowie herben Hardcore-Akzenten. Das ruppig und kraftstrotzend umgesetzte „Chaos & Harmony“ weist eine Old School-Positionierung auf. Für den Wiedererkennungswert setzen die Franzosen orientalische Folk-Rhythmen und -Instrumente ein, die den Heavy-Crossover aufwerten.

 
Hinsichtlich ihrer Ansprüche und Ziele geben sich die Musiker dennoch bescheiden: „Jeder Metal-Hörer ist ein Fan von Legenden wie Iron Maiden, AC/DC, Slayer, Sepultura, etc. Sie sind die letzten wirklichen Weltstars. Ich wüsste nicht, wer sie nach ihrem Karriereende beerben sollte, denn die Zeiten sind heute ganz andere. Überall auf der Welt gibt es Unmengen an Metal-Bands aller Richtungen, von denen viele talentiert sind. Über die zahllosen Genres und Hörergruppen stellt sich längst kein Konsens mehr ein. Das ist schon in Frankreich so. Abgesehen von Ausnahmen wie Gojira, Loudblast oder Dagoba entspricht die Reputation des überwiegenden Teils der Gruppen nicht ihrem Potenzial. Wir fühlen, dass es einen Platz für YUGAL gibt, irgendwo, und versuchen, den zu besetzen. Um das zu erreichen, richten wir uns allein nach unseren Metal-Vorlieben. Natürlich hört man einige unserer Einflüsse heraus, doch komplett eigenständig spielt doch kaum jemand auf.“

Neben Metal und Hardrock beschäftigen sich die Debütanten auch mit elektronischer und Weltmusik, Hip Hop, Reggae, Flamenco und Klassik: „Interessen sind das eine. Worauf es ankommt, ist aber das, was man auf die Bühne bringt. In unserem Fall ist das Metal, denn der extreme Adrenalin-Kick ist unvergleichlich, wenn die Metalheads die Refrains mitschreien oder im Circle-Pit kämpfen. Die Integration von Elementen aus dem Mittleren Osten haben wir schon früh gestartet. Diese Klänge führen dazu, dass unsere Musik ebenso Energie geladen wie melodisch wirkt. Es ist uns möglich, Metal mit Psychedelia zu kombinieren und so eine unterhaltsame Form des Bösen zu erschaffen. Die Elemente sind aber nur ein Aspekt der Musik von YUGAL unter vielen.“

Das Songwriting von


„Chaos & Harmony“ mutet nicht nur zufällig klassisch und organisch an: „Um gute Musik zu erschaffen, benötigt man Gefühl und technische Fertigkeiten. Man muss aber nicht notwendiger Weise ein Virtuose sein, um aufrichtige Stücke zu spielen. Verständnis und Intuition reichen bisweilen auch, um eigene Ideen Realität werden zu lassen. Hört man Musik, die einen anspricht, wippt man automatisch den Kopf oder folgt dem weiteren Geschehen konzentriert, weil ein Riff die Aufmerksamkeit erregt hat. Wir halten uns an die Maßgabe, dass wir von Herzen kommende Songs schreiben, die uns etwas bedeuten. Wir wollen weder krass noch brutal oder übertrieben technisch aufspielen.“ Das korrespondiert mit der grundsätzlichen Aufstellung der Gruppe:

„YUGAL ist ein indisches Konzept, das auf Gegensätzen basiert und Dinge in unteilbaren Zusammenhängen wie Tag und Nacht, Gut und Böse, Leben und Tod, Krieg und Frieden, etc. sieht. Unsere Musik greift das auf. Sie ist hart und soft, schnell und langsam, schwergewichtig und leichtfüßig. Das spiegelt sich schon im Titel „Chaos & Harmony“ wider. In den Texten drückt sich indes unsere Frustration über die politische und wirtschaftliche Globalisierung in Form einer positiven Energie aus, die wir der grausamen Realität gegenüber stellen.“ Musikalisch ist die Marschrichtung auch klar zu umreißen:

„Mit der Durchmischung vieler unterschiedlicher Stile und Einflüsse streben wir es an, aktuelle Trends und bestehende Metal-Codes zu dehnen oder sogar hinter uns zu lassen. Unseren Mix aus Death, Thrash und Heavy Metal sowie Hardcore entwickeln wir ohne Blastbeats und effekthaschende Melodien und mit nur wenig Double Bass-Einsatz. Wir gehen unseren eigenen, ursprünglichen Weg.“

 
 Links:
  facebook.com/Yugalofficial
 
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