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Born To Burn

Storie von: arne, am 28.11.2016 ]

Die Franzosen von BORN TO BURN fackeln auf ihrem Vollzeit-Einstand nicht lange, sondern präsentieren sich von Beginn an schnörkel- und kompromisslos. Der Titel „Welcome To Reality“ ist für den rohen Metal-Hardcore-Mix der Gruppe aus Tours gut gewählt.

 
„Uns geht es schlicht darum, die Musik zu spielen, die wir selbst mögen, und auf unseren Konzerten mit Leuten Spaß zu haben, die es genauso sehen. Mehr wollen wir nicht, auch wenn wir in der Zeit unseres Bestehens bessere Songschreiben geworden sind. Die Shows sind die Belohnung, die wir für unsere harte Arbeit erhalten. Wir haben die Gruppe als Plattform für Protest etabliert, die es uns ermöglicht, unserer Wut auf die Gesellschaft lautstark Ausdruck zu verleihen.“ Den Band-Aktivitäten liegt in jeder Hinsicht ein Old School-Crossover-Verständnis zugrunde:

„Respekt, Loyalität und Integrität sind uns ebenso wichtig wie der Austausch und die gegenseitige Unterstützung mit unseren Hörern und anderen Musikern. Das Verhältnis zu den Bands, mit denen wir spielen und die wir treffen, bedeutet uns sehr viel, sofern wir dieselben Werte haben. Wir sind bereit, unser Projekt mit allen echten Enthusiasten zu teilen. Vom Grunde her sind wir freundliche, nette Typen, die in einer Szene unterwegs sind, in der starke Botschaften und aggressive Musik gesetzt werden.“ Schon BORN TO BURN mutet leidenschaftlich und plakativ an. So erlebt man auch die Stücke von „Welcome To Reality“:

„Wir geben uns nicht mit Allgemeinplätzen zufrieden, denn unsere Texte sind uns wichtig. Wir thematisieren die wenig erbaulichen Nachrichten und Entwicklungen der heutigen Zeit. Das geschieht mal klar und direkt, mal anhand von ähnlichen Erlebnissen oder Metaphern. Für uns ist gute Musik immer zweigleisig angelegt. Die Bedeutung der Lyrics darf man niemals unterschätzen, selbst, wann man sie nicht versteht, weil sie gegrowlt oder geschrien werden. Musik und Texte verbinden sich zu einer Einheit und wirken gemeinsam. Unsere musikalische Wut entspringt all dem, was wir in den Medien vorgesetzt bekommen oder


im Alltag erleben. Egal, ob man sich die Politik, Gesellschaft, Konflikte, Ernährungsfragen, etc. anschaut – Gründe, wütend zu werden, findet man allerorten. Wir können gar nicht so viele Songs schreiben, um alle Themen abzuarbeiten.“

Ihren Ansatz umschreiben die Franzosen in aller Kürze als einfach und effizient sowie mit einer pragmatischen Verortung: „Wir sprechen von Metal-Hardcore, weil die Leute immer nach etwas suchen, womit sie sich identifizieren können. Leute, die uns kennen oder entdecken, sind davon überrascht, dass wir beides bieten – heftigen, rhythmischen Hardcore im Mosh-Part-Modus und melodische Metal-Soli. Die Wahl, was wir heraus stellen, um zu Originalität und Eigenständigkeit zu finden, ist auf unserer Seite. Natürlich wissen wir, dass unser Sound nicht wirklich revolutionär ist, doch zumindest streben wir danach, etwas Neues zu erschaffen.“ Die Breite der Interessen der Musiker hilft dabei:

„Wir profitieren davon, dass jedes Band-Mitglied aus einem anderen Musik-Genre stammt und unterschiedliche Vorlieben einbringt. Der Metal stellt den kleinsten gemeinsamen Nenner dar. Unser Sänger kommt an dem Industrial-Metal, der eine Gitarrist aus dem Hardcore und der andere an dem Heavy Metal. Dazu haben wir einen Fusion-Bassisten sowie einen Schlagzeuger mit Präferenzen für Rock, Reggae und Metal. Wir alle teilen die Wertschätzung für Sepultura bzw. für die musikalische Welt von Max Cavalera. Zusätzlich sind wir alle mit dem Heavy-Hardcore von Gruppen wie Biohazard und Downset aufgewachsen. Ausgehend von dieser geteilten Basis bringt jeder seine Einflüsse ein, um im Ergebnis den Sound von BORN TO BURN entstehen zu lassen.“

Im Studio ging es der Formation vor allem darum, ihr Live-Spiel aufzuzeichnen und das ist den Franzosen rabiat geglückt.

 
 Links:
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