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I Prevail

Storie von: arne, am 23.11.2016 ]

Das Quartett aus Detroit tritt mit einem gleichsam agilen wie eingängigen Hart-Zart-Mix zwischen Post-Hardcore, Emo/Screamo und Core-Akzenten an. Es passt, dass I PREVAIL zunächst mit dem Cover des Taylor Swift-Hits ,Blank Space‘ Beachtung auf youtube gefunden haben und anschließend in die US-Charts eingezogen sind. „Lifelines“ ist nun der Vollzeit-Einstand der Gruppe betitelt, deren Sound mit einem markanten Doppel-Gesang daher kommt.

 
„Als wir mit I PREVAIL losgelegt haben, sind es unser Ziel und Anspruch gewesen, diese Art von Musik mit einer frischen Attitüde und einer ein Stück weit anderen Einstellung zu spielen,“ äußert Brian Burkheiser, einer der beiden Frontmänner. „Das ist uns geglückt, denke ich. Wir sind eine harte Rock-Band, wobei unsere Musik breit gefächerte Zutaten aufweist und damit unterschiedliche Geschmäcker anspricht.“ Dass die Band aus Michigan mit dem Cover eines Pop-Tracks erste Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, wird wohl nicht dazu führen, dass es künftig häufiger in diese Richtung geht: „Von allen Mitgliedern unserer Band bin ich derjenige, der die größte Affinität für Pop-Musik mitbringt,“ verrät Brian. „Manchmal bin ich versucht, die anderen davon zu überzeugen, uns weiter in diese Richtung vorzuwagen. Doch dann erinnere ich mich daran, dass I PREVAIL für einen gewissen Sound stehen, den beizubehalten wichtiger ist. ,Alone‘ ist ein Song auf dem Album, der diese Gratwanderung exemplarisch nachempfinden lässt.“

Trotz eines schon fast kalkuliert wirkenden Breitwand-Potenzials inklusive balladesker Anklänge verdeutlicht „Lifelines“, dass die Musiker aktuell noch stark von Kollegen wie We Came As Romans, Bring Me The Horizon oder A Day To Remember beeinflusst sind: „Jacoby von Papa Roach und Jeremy McKinnon von A Day To Remember sind die beiden Persönlichkeiten, zu denen ich als Jugendlicher immer aufgeschaut habe,“ greift der Frontmann den Faden auf. „Ihre Musik und Gesangslinien finde ich bis heute unglaublich. Und mehr noch – auch die Art und Weise ihres Agierens auf der Bühne hat mich stark beeindruckt. Sie treten frisch, unverkrampft sowie mit sichtbar viel Leidenschaft und Spaß auf. Auf und neben der Bühne sind sie die Vorbilder, in deren Fußstapfen ich mich zu bewegen versuche. Hoffentlich gelingt es auch uns, unseren Hörern mit unserer Musik durch schwierige Zeiten zu helfen. So, wie ich es früher selbst erlebt habe.“ Nachdem der Detroit-Vierer schon mit seiner Einstands-MCD „Heart Vs. Mind“ auf regen Zuspruch stieß, sehen sich I PREVAIL bei ihrem ersten Album in der Pflicht, Vorschusslorbeeren zu bestätigen. Das bereitet ihnen keine Probleme: „Im Unterschied zu unserer MCD haben wir dieses Mal tatsächlich Druck verspürt,“ bestätigt Brian Burkheiser. „Bei einem Debüt muss das aber auch so sein, denke ich. Die Erwartungen haben uns dabei geholfen, uns noch mehr anzustacheln und so die uns bestmöglichen Songs zu schreiben. „Lifelines“ repräsentiert, wer und was wir sind. Für mich fühlt es


sich nach wie vor verrückt an, dass es überall auf der Welt Leute gibt, die auf unser erstes Album warten und sich viel von ihm versprechen.“

Auf dem Boden und geerdet zu bleiben, fällt den Musikern dennoch nicht schwer: „Ich sehe es sogar als Vorteil an, dass wir so schnell und unerwartet Beachtung und Erfolg eingefahren haben,“ so der Sänger. „Mit dieser Situation gehen wir besonnen um. Wir arbeiten sogar noch härter als vorher, um darauf aufzubauen und dorthin zu gelangen, wo wir hin möchten. Wir sind dankbar für die Möglichkeiten, die sich uns bieten, fühlen uns aber weiterhin unseren DIY-Wurzeln verpflichtet.“ Zudem vertrauen die Musiker auf ihr Bauchgefühl, wie sich an der Entstehung des Debüts zeigt: „Für die Aufnahmen des Albums sind wir extra nach Los Angeles geflogen. Dass sich die Dinge dort nicht ganz so entwickelt haben, wie wir es uns vorgestellt haben, bereitete uns großes Unbehagen. Deshalb haben wir uns dazu durchgerungen, die Arbeit abzubrechen und das Album Zuhause in Detroit fertig zu stellen. Dort haben wir uns wohl gefühlt und den beiden Produzenten BJ Perry und John Pregler voll und ganz vertraut. Während der heißen Phase haben wir jeden Tag der Woche um die 15 Stunden gearbeitet und alles gegeben. Letztlich ist es ein unverhofft langwieriger Prozess gewesen, doch die Arbeit hat sich gelohnt.“

Die Breite der Einflüsse, die dynamische Hart-Zart-Inszenierung und die Güte der gefälligen Ohrwürmer zeichnen das Spiel von I PREVAIL aus: „Einen vordefinierten und allgemeinhin gültigen Weg gibt es für uns nicht,“ weiß Brian Burkheiser. „Wir fühlen uns in keiner Weise eingeschränkt und schreiben stets die Songs, die wir zum jeweiligen Zeitpunkt für gut befinden und von denen wir hoffen, dass unsere Hörer eine Beziehung zu ihnen aufbauen können. „Lifelines“ spiegelt die unterschiedlichen Ansätze wider, mit denen sich unsere Band in den letzten eineinhalb Jahren beschäftigt hat, und die vielen Erlebnisse, die wir durchlebt haben. Um uns herum ist so viel passiert, dass wir eine Menge zu verarbeiten hatten.“

Ihre Rezipienten haben die Detroiter dabei stets im Blick: „Uns ist es wichtig, dass Hörer zu unseren Songs eine Beziehung aufbauen,“ formuliert es der Frontmann. „Deshalb sind unsere Tracks eingängig angelegt. Wir wollen mit vertonten Emotionen berühren. Egal, ob es sich um Tatendrang, Traurigkeit, Depression oder Wut handelt – wir wollen, dass jeder Hörer anhand der Stücke von I PREVAIL nachempfinden kann, was wir gefühlt haben, als die Songs entstanden sind.“

 
 Links:
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