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Boston Manor

Storie von: arne, am 29.10.2016 ]

FREI VON SCHULD. Die aus Blackpool stammenden BOSTON MANOR legen mit „Be Nothing“ ein couragiertes Debüt vor. Stilistisch zwischen Indie-Rock, Pop-Punk, Emo und Post-Hardcore angesiedelt, präsentieren sich die zehn Stücke auch inhaltlich durchdacht und belastbar. Die Zeit der jungen Briten scheint gekommen.

 
„Ich bin ein überzeugter Verfechter der Auffassung, dass jede Gruppe DIY loslegen und ihre erste Erfahrungen ganz für sich allein machen sollte,“ äußert Frontmann Henry Cox auf die Zeit seit der Band-Gründung angesprochen. „Im gegenwärtigen Musik-Umfeld muss man versiert, autark und robust im Nehmen sein, um zu überleben und voran zu kommen. Ohne eine überzeugte Einstellung und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten geht es nicht. Als Künstler muss man in der Lage sein, alles selbst zu organisieren und zu regeln. Und selbst, wenn man ab irgendeinem Zeitpunkt auf Helfer zurück greifen kann, darf man sich deshalb nicht zurück lehnen. Vielmehr muss man noch mehr Energie in die künstlerische Arbeit und das Touren stecken. Ohne eigenes Zutun passiert nun einmal nichts.“ Die Briten beherzigen diese Maßgaben und fahren gut damit. Auch jetzt noch ist für BOSTON MANOR alles neu und aufregend:

„Die Arbeit an unserem ersten Album sehe ich rückblickend zweigeteilt. In dem Wissen, dass man sein Debüt nur einmal schreibt, haben wir uns selbst unter Druck gesetzt,“ reflektiert der Sänger. „Über Wochen hinweg haben wir an den Stücken gearbeitet und sie immer wieder verworfen. Irgendwann hat sich dann eine Eigendynamik eingestellt, die uns ein rasches Arbeiten ermöglichte. Bislang haben wir die Dinge immer so genommen, wie sie kamen. Vieles ist auch heute noch ungewohnt und neu. In Erwartung des Schreibens


für unser zweites Album werde ich schon jetzt nervös, auch wenn es sicherlich wieder eine tolle Erfahrung wird. Ich vertraue darauf, dass wir uns nicht ablenken lassen, sondern weiterhin allein das tun, was wir wollen.“

Für „Be Nothing“ haben BOSTON MANOR auf ihrer „Saudade“ MCD aufgesetzt. Dank seither hinzu gewonnener (Live-)Erfahrungen dürften die Briten in der Lage sein, ihren Sound weiter zu entwickeln. Textlich verfolgt Henry Cox dabei einen klaren Ansatz: „Es ist mir ein Anliegen, Songs zu schreiben, die etwas aussagen. Natürlich darf das nicht zulasten der Identifikation gehen. Die Leute sollen sich bei uns wieder finden und eine Verbindung zu uns aufbauen. Deshalb wäre es der falsche Weg, absolut oder predigend vorzugehen. Die Bedeutung einzelner Stücke werde ich zwar nicht mit der Öffentlichkeit teilen. Doch es finden sich immer Ansätze, meine Worte auf sich selbst zu übertragen und etwas aus ihnen ziehen zu können.“

Für das Debüt bedeutet das konkret: „Das Album beschäftigt sich mit Fragen von Schuld,“ so der Frontmann. „Be Nothing“ thematisiert die Idee, all solche Empfindungen hinter sich und all seine emotionalen Fesseln und Verantwortungen los zu lassen. Ich gehe ein Stück weit poetisch vor, ohne jedoch abzuschweifen. Es gibt schon genug Musik, die einlullt oder verdummt. Ich möchte unsere Hörer dazu ermutigen, mit zu denken und Fragen zu stellen.“

 
 Links:
  facebook.com/pg/bostonmanoruk
 
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