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Pg.lost

Storie von: arne, am 25.10.2016 ]

INSTRUMENTAL MIT GESANG. Die Schweden von PG.LOST gelten als instrumentale Post-Rock-Kombo, obwohl ihre Veröffentlichungen „Vocals“ aufweisen. Der experimentelle Charakter des neuen Albums „Versus“ steht außer Frage, doch der eingangs geäußerte Widerspruch verlangt nach einer Klärung.

 
„Unser Bassist Kristian singt in etlichen Songs, auch wenn es bei uns keine verschriftlichten Worte gibt,“ erklärt Gitarrist Mattias Bhatt. „Unserem Verständnis nach fungiert die Stimme lediglich als ein Instrument im Zusammenspiel mit den übrigen. Auf „Versus“ setzen wir dieses Mal weniger Gesang ein, damit mehr Raum für die Synthie-Klänge bleibt. Wenn wir an Songs arbeiten, denken wir nicht darüber nach, welche Emotionen sie transportierten. Wir halten uns an die Strophen und Chöre, die sicherlich in Worte überführt werden könnten. Doch das tun wir nicht. Da wir nicht in einer bestimmten Sprache singen oder irgendwie festgelegt sind, ist unsere Musik universell und allgemeingültig.“

Die vier Musiker pflegen so ihre eigene Legende. PG.LOST sind vielen Leuten ein kleines Mysterium, weil man sie selten zu Gesicht bekommt: „In all den Jahren sind wir nur wenig getourt, und wenn, dann zumeist in Asien,“ erwidert der Gitarrist. „Unser Augenmerk liegt vor allem auf dem Schreiben und Aufnehmen von Songs. In Social Media-Präsenz investieren wir kaum Energie. Viele Interviews geben wir auch nicht. Musikalisch verkomplizieren wir die Dinge allerdings nicht. Wir schätzen experimentelle Sounds und sind mit dem, was wir haben, zufrieden. Viele Leute fassen uns als Post-Rock, was mir nicht so zusagt. Für mich reicht schlicht Rock.“

PG.LOST


schätzen die Freiheiten, die sich aus ihrem interpretationsoffenen Spiel ergeben: „Das Agieren ohne feste Lyrics lässt den Instrumenten mehr Raum, selbst zu singen,“ so Mattias. „Das bedeutet aber nicht, dass es immer so bleiben muss. Wenn wir es als richtig erachten, mit normalem Gesang zu arbeiten, tun wir das. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint mir das aber ein abwegiger Gedanke zu sein. Immer wieder höre ich Songs von uns, auf die Leute versuchsweise Gesang legen. Das schreckt mich ab.“

Den Schweden reicht es, ihre Storyteller-Fähigkeiten zu fordern: „Verschiebungen von Spannungsbögen und Stimmungen kennzeichnen unsere Musik,“ weiß der Musiker. „Wir tun nichts anderes, als Songs zu entwickeln, die einer Dynamik unterliegen. Von anderen Gruppen unterscheiden wir uns dabei in der Fähigkeit, Stimmungen von jetzt auf gleich verändern und andersartige Sounds spielen zu können. Das ist unsere große Stärke.“

Auf „Versus“ fällt die Aufwertung der Synthie- und Keyboard-Klänge auf: „Kristian verfügt dank seiner Beteiligung an CULT OF LUNA über ein umfangreiches Repertoire an Klängen. Da lag es auf der Hand, sie auch bei uns stärker einzusetzen. Das äußert sich interessanterweise in einem insgesamt geradlinigeren Sound. Der Umstand, dass wir uns nicht mehr so häufig sehen und alle in anderen Bands spielen, hilft uns diesbezüglich.“

 
 Links:
  pglost.com
 
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