Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1649

Candiria

Storie von: arne, am 15.10.2016 ]

DER X-TE NEUSTART. Unter Freunden experimenteller Extrem-Crossover-Klänge sind CANDIRIA ein gut gehütetes Geheimnis. Die Band besteht seit 1992 und veröffentlicht regelmäßig krasse Singles und Alben zwischen Mathrock, Avantgarde, Prog, Jazz, Metal, Noise, Elektro, Rock und freigeistiger Spielfreude. Mit „While They Were Sleeping“ nimmt das Quintett via Metal Blade einen neuen Anlauf, die Beachtung einzufordern, für die es bis dato nicht gereicht hat.

 
„In all den Jahren haben wir weder große Touren gespielt noch sind wir auf den großen Festivals aufgetreten. Das hat sich einfach nie ergeben,“ erklärt Gitarrist John LaMacchia. „Als wir Anfang der 2000er Jahre dann doch richtig touren wollten, hatten wir einen schlimmen Unfall, der fast das Ende der Band bedeutet hat. Es hat eine ganze Dekade gedauert, bis wir uns von den Folgen wieder richtig erholt haben. Ich meine nicht, dass wir das nach- bzw. aufholen müssen. Dennoch hoffe ich, dass wir mit unserem neuen Album noch viele Leute erreichen.“ Die Folgen des angesprochenen Crashs vom Sommer 2002 sind auf dem Cover des vielsagend betitelten Albums „What Doesn't Kill You Only Makes You Stronger“ abgebildet. Der Van ist nur noch ein Haufen Schrott. Ans Aufhören haben CANDIRIA aber nie gedacht:

„Uns treibt die starke Leidenschaft an, die unendlichen Möglichkeiten der Musik zu ergründen und uns auszuleben,“ so John, der mit kurzer Unterbrechung seit 1997 mit dabei ist. „Der limitierende Faktor ist allein unsere Kreativität. Wir versuchen beständig, uns zu neuen Höchstleistungen zu treiben und sind selbstbewusst und aufgeschlossen genug, jede Chance wahrzunehmen, die sich uns bietet. Mich würde es freuen, wenn unsere Songs den Horizont unserer Hörer weiten und sie dazu animieren, sich mit Musik-Stilen zu beschäftigen, die sie vorher vielleicht


ignoriert haben.“ Im Kontext der eigenen „Urban Fusion“ tun die Brooklyner nichts anderes:

„Im Songwriting kommt dem Selbstbewusstsein eine entscheidende Bedeutung zu,“ ist der Musiker überzeugt. „Damit einher gehen ein tieferes Verständnis der eigenen Kreativität und künstlerischer Mut. Bei meinem Einstieg damals habe ich mich mit der Arbeitsweise und dem Sound zunächst schwer getan, weil es etwas Neuartiges und Ungewohntes war. Dann habe ich mich daran gewöhnt und meine Einstellung hat sich wie von selbst verändert. Heute kann ich die Entwicklung von Stücken schon in meinem Kopf vorwegnehmen, noch bevor ich mein Instrument zur Hand nehme. Das wäre anfangs unmöglich gewesen. Der Kernbesetzung von CANDIRIA geht es nicht anders. Wir vertrauen uns gegenseitig und wissen, dass wir im Zusammenspiel über uns hinaus wachsen.“

Der Gitarrist wartet zudem mit einer interessanten Auslegung des wilden und sprunghaften Treibens seiner Band auf: „Für mich repräsentiert unser Sound die Seele und die Stimme eines mechanischen Wesens, das das gesamte Spektrum menschlicher Emotionen erlebt. Diese Beschreibung mag nicht sonderlich griffig sein, trifft in meinen Augen aber den Kern.“ Was das konkret bedeutet, lässt sich auf „While They Were Sleeping“ prima nachhören. Intensive Eindrücke und eine spannende, fordernde Dramaturgie sind dabei garantiert.

 
 Links:
  facebook.com/candiria
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  Noiseast
  Seeds Of Mary
  The Yellow King
  LDOH & SxRxOxM
  Process Of Guilt

Interviews/Stories:

  Asking Alexandria
  All Will Know
  Minipony

Shows:

  14.12. Stahlmann - Wuppertal
  14.12. Peter And The Test Tube Babies - Hannover
  14.12. Deadsmoke - Dresden
  14.12. B.o.s.c.h. - Wuppertal
  15.12. Doro - Ravensburg