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Rivers Of Nihil

Storie von: arne, am 09.09.2016 ]

Im Herbst werden RIVERS OF NIHIL eine Europa-Tour mit Obscura, Revocation und Beyond Creation spielen. Im Vorfeld kommt „Monarchy“, das Zweitwerk der Tech-Death-Kombo aus Reading, Pennsylvania, knapp ein Jahr nach seiner Erstveröffentlichung ein zweites Mal auf den Markt.

 
„Die Initiative ist nicht von uns ausgegangen,“ erzählt Bassist Adam Biggs. „Metal Blade hat die Idee aufgebracht, in Europa ein Re-Release anzustrengen. Wir freuen uns darüber, denn bis dato sind unsere Alben außerhalb der USA und Kanadas vertriebsseitig nicht überall verfügbar gewesen. Das ändert sich nun und unsere europäischen Fans erhalten überdies einen Anreiz in Form von Bonus-Songs. Die Pre-Produktions-Tracks gewähren Hörern einen tieferen Einblick in unsere Arbeitsweise. Die Demos zeigen zu einem guten Teil schon die Gestalt, die die Stücke später auf der Platte hatten. In einigen Fällen bemerkt man aber doch Unterschiede zu den finalen Versionen.“

Im Rückblick auf die Rezeption des Longplayers zeigt sich der Bassist zufrieden: „Mir scheint es, als hätten die Leute verstanden, worauf wir mit „Monarchy“ aus sind. Uns war es wichtig, unserem Sound noch mehr Tiefe und Breite zu verleihen. Dazu mussten wir aber zunächst einen funktionierenden Arbeitsmechanismus finden. Zwischen dem Tour-Zyklus zu unserem Debüt „The Conscious Seed Of Light“ und der Arbeit am Zweitwerk hatten wir personelle Wechsel zu verkraften. Unsere neuen Mitglieder leben allerdings verstreut in unterschiedlichen Städten. Das Material für „Monarchy“ ist aus diesem Grund nicht im Proberaum entstanden. Die Mehrzahl der Tracks haben wir online über den Austausch von Ideen und Demos geschrieben. Es mag komisch klingen, doch diese Arbeitsweise hat uns dabei geholfen, unseren Sound zu schärfen. Sie hat uns dazu verleitet, größeren Abenteuermut an den Tag zu legen und Dinge auszuprobieren, auf die wir sonst wahrscheinlich verzichtet hätten. Ohne die Veränderungen im Line-Up und unserer Arbeitsweise gäbe es die progressiven Auswüchse zum Ende


des Albums nicht.“

Das Spiel von RIVERS OF NIHIL ist als brutal und komplex zu kennzeichnen, weist jenseits von Tech-Death-Salven und Blastbeats aber auch griffige Melodien, atmosphärische Schwelge-Parts und agile Spannungsläufe auf. „Wir richten uns nach unseren Vorlieben und wissen, was im Kontext unserer Band funktioniert und was nicht,“ führt Adam Biggs aus. „Diesbezüglich möchte ich von einer natürlich gegebenen Eingrenzung unseres Sounds sprechen, obwohl wir im kreativen Prozess per se nichts ausschließen. Eine Idee führt bei uns zur nächsten. Auf „Monarchy“ war uns daran gelegen, Elemente des Debüts wieder aufzugreifen und klarer einzuordnen. Wir wollten unter Beweis stellen, dass wir es noch besser können und haben uns ausgehend von unserem Einstand gesteigert. In vielerlei Hinsicht markiert „Monarchy“ für uns einen Neustart. Das betrifft das neue Line-Up, aber auch die musikalische Komponente.“

Das Bauchgefühl des Tech-Death-Quintetts trügt nicht: „Wir vertrauen auf unsere Intuition – egal, ob wir technische Parts, plakative Passagen oder eingängige Momente erschaffen,“ so der Bassist. „Dabei achten wir stets darauf, dass wir nachvollziehbare Strukturen erschaffen, die einen Wiedererkennungswert besitzen. Die Leute sollen unsere Stücke mehrfach hören wollen. Am Anfang hat es uns gereicht, geradlinig einen Riff nach dem anderen zu spielen und krass durchzuziehen. Heute muss immer auch eine gute Hookline dazu kommen. Von den Tour-Erfahrungen wissen wir, welche Art von Songs besonders gut ankommen. Wie sich diese Erkenntnis auf unser nächstes Album auswirken wird, vermag ich aktuell noch nicht zu sagen. Ich gehe aber davon aus, dass wir es bei der Arbeit an neuen Stücken berücksichtigen werden.“

 
 Links:
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