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Bloodshed Remains

Storie von: arne, am 01.09.2016 ]

Die Musiker aus Österreich nutzen ihre Band als Plattform, um Konzerte zu spielen und die Welt zu bereisen. Der Hardcore New Yorker Prägung ist global verbreitet und hat allerorten Anhänger. Mit der neuen EP „Peace“ bieten BLOODSHED REMAINS auch inhaltlich ein international relevantes Thema.

 
„Die vielen Shows und das Touren auf anderen Kontinenten – Australien, Neuseeland, Südafrika und Südost-Asien – haben viel zu meinem Weltbild beigetragen. Auch BLOODSHED REMAINS sind durch unsere Erfahrungen gewachsen,“ rekapituliert Bassist Harald. „Im Vergleich von Europa und anderen Kontinenten bzw. kulturellen Regionen kann man viel lernen. In Südost-Asien sind die Leute beispielsweise sehr gastfreundlich und offen, wollen einem alles in ihrer Region zeigen. Obwohl sie kaum etwas besitzen, teilen sie selbst die einzige Pizza, die sie sich im Monat leisten können, mit dir. Dieser Trip war auch deshalb so interessant, weil wir gleich anschließend zwei Wochen durch Australien tourten. Die Regeln in den Clubs dort sind sehr streng. Fast überall macht es den Anschein, die Betreiber der Clubs seien froh, wenn Bands nur kommen, spielen, ihr Zeug wieder einpacken und direkt abhauen. Wir hatten eine lustige Situation in der Crowbar in Brisbane. Unser Schlagzeuger hatte seinen Reisepass nicht dabei und trug Flip Flops. In Australien ist es allerdings gesetzlich gefordert, dass man sich nach 19:00 Uhr in einem Club ausweisen können muss. Zudem gilt eine Pflicht für festes Schuhwerk – bei 35 Grad Celsius! Der Besitzer des Clubs wollte uns schon rausschmeißen, um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen. Greg von AGAINST hat und dann seine Schuhe geborgt und wir konnten die Show spielen. Weil es sich um die Warm-Up-Show für das Soundwave Festival handelte, war es gleich

doppelt skurril. Alle Bands waren eingeladen, weshalb das Publikum zur Hälfte aus den Mitgliedern von MASTODON, A DAY TO REMEMBER, TERROR, TRASH TALK, DEEZ NUTS und ATREYU bestand.“

Aufgrund ihrer einschlägigen Erfahrungen können die Österreicher bestätigen, dass der Zusammenhalt der Hardcore-Bands untereinander funktioniert und die Szene diesbezüglich intakt ist: „Bei den meisten Bands merkt man sofort, dass die Chemie stimmt,“ so Harald. „Im März haben wir unsere letzte Show mit SICK OF IT ALL gespielt. Als sie mitbekamen, dass wir keine Koffer für unsere Drums haben, fragten sie uns, ob wir ihre haben möchten, weil sie ohnehin vorhatten, sich neue zu kaufen. Das hat uns natürlich gefreut. Erstens, weil sie das von sich aus initiiert haben. Zweitens, weil es ein cooles Andenken an SOIA ist. Und drittens, weil es uns natürlich auch Kohle gespart hat. Als wir in Südafrika getourt sind, haben uns TRUTH AND ITS BURDEN und REASON TO LIVE angeleitet. Dort ist alles sehr spontan und die Shows laufen ganz anders ab. TERROR sind ebenfalls eine Band, die sich stets um andere kümmert, und auch in Australien unterstützt man sich in der Szene gegenseitig. AGAINST, RELENTLESS oder ANTAGONIST AD fahren oft nur für wenige Shows von Melbourne oder Sydney nach Brisbane und wieder zurück. Das sind dann zehn bzw. zwanzig Stunden pro Richtung.“ Gemessen daran ist touren in Europa Luxus, doch für BLOODSHED REMAINS sind auch bzw. gerade die Kontraste spannend.

 
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