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Whitechapel

Storie von: arne, am 22.04.2016 ]

Die Tech-Death- bzw. Deathcore-Kombo WHITECHAPEL befindet sich gegenwärtig im Studio, um ihr sechstes Album fertig zu stellen. Sänger Phil Bozeman berichtet über den aktuellen Arbeitsstand und darüber, was man vom Longplayer erwarten darf.

 
„Er wird „Mark Of The Blade“ heißen und sich mit unserer Band beschäftigen. 2016 überschreiten wir die Schallmauer von zehn Jahren. Das feiern wir. Die Songs drehen sich um unsere guten und schwierigen Zeiten, die Fans und bieten darüber hinaus einen positiven Ausblick. Aggression steht natürlich weiterhin im Mittelpunkt.“ Der Nachfolger von „Our Endless War“ wird demnach wiederum durch einen modernen Extrem-Metal-Sound geprägt sein. Das Sextett aus Knoxville, Tennessee blickt auf seinen bisherigen Weg zurück, stellt aber auch heraus, wie es künftig weitergehen wird:

„Wir haben ganz bewusst die Band, unsere Fans und alle Kämpfe rund um das Musikerdasein aufgegriffen,“ so der Frontmann. „Es ist alles da: Hoffnung, Hass und Verzweiflung, aber auch viele positiv gestimmte Gefühle. Für mich persönlich gibt es einen Song, der mir besonders viel bedeutet. Schon der Titel stellt klar, worum es geht: ,Bring Me Home‘.“

Dass WHITECHAPEL nach Belieben zwischen klassischen Death-Strukturen und modern-extremen Passagen mit Core-Attitüde wechseln, ist bekannt. „Mark Of The Blade“ wird aber auch neue Elemente aufweisen: „Wir haben wieder neue Dinge ausprobiert,“ bestätigt Phil. „Das hat bei uns Tradition. Auf jedem Album finden sich Akzente, die es zuvor noch nicht gegeben hat. Dieses Mal gibt es einige Passagen mit Klargesang. Insgesamt findet sich mehr Groove als Speed. Und die Strukturen der Songs sind nochmals reifer und ausgewogenen ausgefallen.“ Der Weg hin zum natürlich gewachsenen Material führt über die ganz normalen Phasen des Kreativprozesses: „Anfangs gibt es immer eine Schreibblockade, die wir überwinden müssen,“ verrät der Sänger. „Doch wir sind sechs Leute, die sich über neue Ideen die Köpfe zerbrechen. Zudem haben wir aus der Vergangenheit noch Material in der Hinterhand. Letztlich starten


wir jedes Mal mit der festen Überzeugung, dass wir tun können, was immer wir wollen. Es dauert zumeist nicht lange, bis wir in einen Schreibmodus verfallen. Dann arbeiten wir fokussiert an Stücken, weil uns das Feuer gepackt hat und die Ideen nur so aus uns heraus sprudeln.“

So variabel und kompakt die Alben am Ende wirken, WHITECHAPEL verlassen sich im Songwriting auf ihre Intuition und weniger auf definierte Zielvorgaben: „Um ehrlich zu sein, planen wir niemals viel. Wir arbeiten an Ideen, die zu Songs reifen. Irgendwann ist dann das Album fertig. So funktioniert das für uns schon immer gut. Wir folgen schlicht unserem Gefühl. Wenn etwas gut klingt, sind wir zufrieden, denn nach mehr streben wir nicht. Der einzige Anspruch, den wir haben, ist es, uns selbst zu überraschen und zufrieden zu stellen. Gelingt uns das, werden auch die Hörer später überrascht sein.“ Die Band aus Knoxville nutzt die Technik inzwischen als Mittel zum Zweck. Wichtiger ist, was ihre Stücke voran bringt und ihrer Abwechslungswert erhöht:

„Wir kennen unsere Vorlieben und wissen, wie wir ticken“, stimmt Phil Bozeman zu. „Deshalb klappt es prima, dass wir uns untereinander die Ideen hin und her werfen. Am Songwriting-Prozess hat jeder seinen Anteil. Nur wenn alle sechs von uns involviert sind, läuft es rund. Den Einsatz von Klargesang haben wir schon eine ganze Weile diskutiert. Dieses Mal passt es endlich, so dass wir ihn auch eingesetzt haben. „Mark Of The Blade“ ist ein weiterer Schritt in unserer Karriere. Wir präsentieren uns ein Stück weit verändert und nicht berechenbar. Jeder Künstler sollte die Chance nutzen, sich beständig zu verändern und zu tun, wonach ihm ist. So halten wir es wenigstens. Vielleicht gelingt es uns, andere zu inspirieren, uns auf diesem Weg zu folgen. Das würde mich freuen.“

 
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