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Ahtme / The Roman Holiday

Storie von: arne, am 15.03.2016 ]

Die aus Kansas City stammenden AHTME sind ein unbeschriebenes Blatt. Die frisch von Unique Leader gesignte Tech-Death-Gruppe werkelt derzeit fleißig an der Fertigstellung ihres ersten Albums und blickt auf eine Vergangenheit als THE ROMAN HOLIDAY zurück. Mit „The Demonization“ kommt deren unveröffentlichte Debüt-Platte nun zu späten Ehren.

 
„Zu den Zeiten von THE ROMAN HOLIDAY hatten wir uns auf lokaler Ebene um unsere Heimatstadt herum eine ansehnliche Fan-Basis aufgebaut,“ äußert Gitarrist Dalton Harper im Rückblick. „Die Metal-Szene hier vor Ort ist groß und alle sind mit Leidenschaft bei der Sache. Als wir 2012 aufhörten, dachten wir, dass sei es für immer gewesen. Unabhängig voneinander haben wir in der Folge Songs geschrieben und uns weiter mit Musik beschäftigt. Vor knapp einem Jahr sind wir dann wieder als Gruppe zusammen gekommen. Als Unique Leader das Signing öffentlich machte, haben sich viele Leute gemeldet, die THE ROMAN HOLIDAY über die Jahre begleitet und sich über unsere Rückkehr gefreut haben. Angesichts der Tatsache, dass „The Demonization“ niemals offiziell erschienen ist, hat uns das überrascht und gefreut. Wir schreiben es der Magie des Internet zu. Die Wiederveröffentlichung des Albums dient primär dem Zweck, potenzielle Hörer anzusprechen und ihnen eine Idee davon zu vermitteln, was sie von AHTME erwarten können. Zugleich kommt nun endlich etwas auf den Markt, an dem wir lange hart gearbeitet haben und das es verdient, gehört zu werden.“

Das Material ist 2009 mit Navene Koperweis (u. a. Animosity, Animals As Leaders) aufgenommen worden, besteht aber auch im aktuellen Wettbewerbsumfeld problemlos: „Als wir den Neustart als Gruppe als AHTME angestrengt haben, sind wir davon ausgegangen, THE ROMAN HOLIDAY und auch „The Demonization“ hinter uns gelassen zu haben,“ so der Gitarrist. „Erik von Unique Leader hat aber von Beginn an die Ideen verfolgt, unser Debüt offiziell zu veröffentlichen. Er war von den Songs überzeugt und auch davon, dass sie anderen Death-Fans ebenfalls zusagen werden. Die Möglichkeit, eine Idee dessen zu verbreiten, was wir nun als AHTME spielen, gefällt mir natürlich. Sicherlich gibt es Unterschiede zwischen beiden Gruppen, weil wir uns weiter entwickelt haben. Dennoch lieben wir das Material nach wie vor. Die Arbeit mit Navene war der Wahnsinn. Er hat sprichwörtlich das Maximale aus uns heraus gekitzelt. Zum damaligen Zeitpunkt war „The Demonization“ haargenau das, was wir umzusetzen suchten. Deshalb würde ich selbst aus heutiger Sicht nichts ändern wollen. Wichtig ist mir allerdings der Verweis darauf, dass es einen deutlichen Unterschied zu dem gibt, was wir heute als AHTME spielen.“

Das Quintett befindet sich gerade mitten in der Arbeit für den regulären Vollzeit-Einstand der neuen Band: „Mit dem Songwriting sind wir bereits fertig,“ verrät Dalton Harper. „Wir kämpfen derzeit damit, dass wir zu viele Stücke haben. Nun müssen wir uns entscheiden, welche von ihnen wir auf die Platte nehmen


wollen. Die Ideen stammen überwiegend von mir. Ich reichere sie immer mithilfe eines simplen Drum-Computers an, um sie den anderen vorzustellen. Darauf setzen wir dann gemeinsam auf. Nach dem Ende von THE ROMAN HOLIDAY habe ich viele Songs geschrieben. Teilweise sind sie heute aber mehrere Jahre alt. Deshalb brauche ist bisweilen Zeit, mich zurück zu denken und alles wieder zu erlernen. Der qualitative Sprung von THE ROMAN HOLIDAY zu AHTME ist in meinen Augen deutlich. Damals waren wir noch richtig jung und gerade von der Highschool abgegangen. Wir wollten schlicht Metal spielen und Spaß haben. Wirklich ernsthaft haben wir die Band nicht betrieben. Einen der Songs von „The Demonization“ habe ich im Alter von 15 Jahren geschrieben. AHTME ist musikalisch nun um einiges reifer und durchdachter angelegt. Dennoch achten wir weiterhin darauf, dass die Stücke trotz des technischen Fokus und der Brutalität stets auch eingängig ausfallen. Im Ergebnis klingt heute aber alles besser.“

Viel Zeit für die Arbeit am Album, vor allem aber ein gewachsenes Verständnis für die Wirkungsmechanismen des technisch geprägten Death Metal wirken sich diesbezüglich aus: „Schon immer habe ich Wert darauf gelegt, Songs zu schreiben, die eingängig ausfallen,“ gibt der Gitarrist zu Protokoll. „Zudem sollen sie auf groovigen Riffs basieren, die einen Sinn ergeben. Ich liebe Riffs, die sich im Kopf festsetzen und zu denen man unweigerlich mitwippt, ob man das nun will oder nicht. Technik mit Zugänglichkeit so zu verbinden, dass Hörer gefordert werden und dennoch wiedererkennbare Passagen entdecken können, definiert unseren Anspruch an das Songwriting. Schon auf „The Demonization“ lässt sich feststellen, dass sich die einzelnen Stücke stark voneinander absetzen, das Album insgesamt aber dennoch zusammengehörig wirkt. Mit AHTME agieren wir ganz ähnlich. Stilistisch legen wir uns allerdings nur insoweit fest, wie es nötig ist. Daneben nutzen wir die sich bietenden Freiheiten ausgiebig.“

Dalton Harper versteht seine Band als weiteren modernen Death-Vertreter mit ausgeprägter technischer Affinität: „Die frühen Sachen von Decapitated haben es mir sehr angetan. Ich bin ein riesiger Fan ihrer ersten drei Alben und höre sie auf der Suche nach Inspiration gefühlt jeden Tag. Was die Verbindung von wiedererkennbaren Riffs und einem markanten Heavy-Groove anbelangt, muss ich zudem Soreption anführen. AHTME sind nicht zwingend bzw. zu offensichtlich mit ihnen zu vergleichen. Die zugrunde liegende Haltung und die mitschwingenden Verweise auf die frühen Decapitated, was das Gitarren-Spiel anbelangt, sind jedoch ähnlich ausgeprägt.“

 
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