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Karma To Burn

Storie von: arne, am 27.02.2016 ]

Augenzwinkernd, aber durchaus auch ernst gemeint, beschreibt das Trio mit dem Titel seiner neuen MCD auch sich selbst: „Mountain Czar“ meint so viel wie „Herrscher der Berge“. Die aus West Virginia stammenden KARMA TO BURN setzen ihrer Heimat ein musikalisches Denkmal.

 
„Auf mich wirken die neuen Songs noch durchdachter als die der letzten Veröffentlichungen. Alles folgt einer klaren Ausrichtung,“ ordnet Schlagzeuger Evan Devine ein. „Der Titel klingt einerseits verdammt cool und verweist andererseits auf unseren Heimat-Staat, der den Beinamen „The Mountain State“ trägt. An der (überwiegend) instrumentalen Heavy-Rock-Anlage ändert sich nichts. Das Dreiergespann setzt auf massive, erdige und treibende Sounds. Riff-Fokussierung, organische Spannungsbögen und schroffe Melodien sorgen für unterhaltsame Songs und Groove-betonte Schwere:

„Wir stehen hinter allen Stücken, die wir herausbringen,“ äußert Evan voller Selbstbewusstsein. „Wir veröffentlichen Songs nur dann, wenn wir voll von ihnen überzeugt sind. Deshalb fällt es mir schwer, ein Stück hervor zu heben. Wenn es denn wirklich sein muss, ist es der Opener ,Sixty-Two‘.“ Der Schlagzeuger schätzt an der neuen MCD vor allem eines: „Zum ersten Mal seit längerer Zeit ist das gesamte Material in Gruppenarbeit entstanden. Wir drei haben gemeinsam an dem Material gearbeitet – am selben Ort und zur selben Zeit. Das hat mir gut gefallen, und ich finde auch, man hört es „Mountain Czar“ an. Wir haben aufregende Jahre hinter uns, doch inzwischen haben sich die Dinge beruhigt und eingespielt. Die MCD spiegelt das wider.“

Mit ,Uccidendo Un Sogno‘ findet sich an vierter Stelle ein Cover des Tom Petty & The Heartbreakers-Tracks ,Runnin Down A Dream‘. Hierbei greifen KARMA TO BURN auf die Unterstützung der italienischen Sängerin Stefanie Savy zurück, die in ihrer Muttersprache bleibt und das Durchbrechen des instrumentalen Kontexts damit noch stärker hervor hebt. Gänzlich unvermutet kommt das nicht. Auch in der Vergangenheit hat sich das Trio gelegentlich schon Gesang gegönnt. Nach Lust


und Laune variieren die Musiker ja auch mit den vordergründig heraus gestellten Einflüssen ihres Heavy-Rock-Ansatzes, der einer beständigen Veränderung unterworfen ist und niemals still steht:

„Wir machen uns das Leben selbst schwerer als nötig, weil wir zumeist instrumental unterwegs sind,“ weiß Evan. „Gerade das ist andererseits herausfordernd und spannend. Wir müssen die Hörer in jedem Moment interessiert halten. Um das zu erreichen, stehen uns vielfältige Möglichkeiten offen. Wenn wir Stücke schreiben, entwickeln wir sie jeweils um ein zentrales Riff herum. Die Struktur und Spannungsbögen können dabei in unterschiedliche Richtungen weisen. Diese Arbeitsweise ist ideal, da wir bestrebt sind, gute Heavy-Songs zu erzielen. Immer dann, wenn sich die Tracks praktisch von selbst schreiben, wissen wir, dass sie wirklich gut sind. Ohne die Beteiligung von Bier zur Inspiration geht es aber gewöhnlich nicht.“ An guten Riffs besteht bei KARMA TO BURN kein Mangel; ebenso wenig an Songs, die in ihren Bann ziehen:

„Hörer sollen sich in unseren Stücken wiederfinden und möglichst viel entdecken, mit dem sie sich identifizieren. Die Leute schauen gemeinhin zunächst auf den Frontmann einer Band. Im unserem Fall gibt es drei Frontmänner, auch wenn keiner von uns singt. Doch jeder trägt seinen Teil zum Entstehen der Songs bei und ist wichtig. Die Leute spüren und respektieren das. Zumeist sind sie uns wohl gesonnen. Wir können mit jeder Art von Reaktion umgehen, solange die Leute nicht den Club verlassen oder uns mit Scheiße bewerfen.“

Die „Herrscher der Berge“ sollten vor solchen Anfeindungen sicher sein. Zumal „Mountain Czar“ wiederum mit fesselnden Heavy-Rock-Tracks überzeugt, bei denen das „Fehlen“ von Vocals in den regulären Songs praktisch nicht auffällt.

 
 Links:
  k2burn.net
 
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