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Life's December

Storie von: arne, am 05.01.2016 ]

Die aus Wattwil in der Schweiz stammenden LIFE'S DECEMBER stellen sich auf ihrem Debüt als modern-extreme Crossover-Band vor. Deathcore, MetalCore, Djent, Ambient, etc. – die Stücke von „Colder“ werden stilistisch übergreifend entwickelt, wobei dem Quintett Stimmungen und Kontraste wichtig sind.

 
„Vom Feeling unserer Songs könnte man uns sicher mit Bands wie Volumes in Verbindung setzen, welche ebenfalls harte Grooves und Breakdowns mit ruhigen und gefühlsvollen Parts kombinieren und sie einander gegenüber stellen,“ sagt Gitarrist David Mühlethaler. „Für uns einflussreiche Bands kommen aus dem Downtempo (etwa Black Tongue und Immoralist), Djent (Humanity's Last Breath) und Melodic-Death Metal (Insomnium).“ Die Debütanten zeigen sich breit interessiert und aufgeschlossen:

„Mit unserer Musik versuchen wir nicht nur, energetische Live-Shows zu spielen, sondern vor allem, uns selbst auszudrücken. Dabei setzen wir negative, kritische und philosophische Gedankengänge sowie Gefühlslagen musikalisch und lyrisch um. Seit Beginn der Band handeln unsere Songs von vergleichbaren Themen, in welche wir uns stetig vertiefen und unsere Meinung weiter bilden.“ Der Ansatz von LIFE'S DECEMBER ist als existenziell zu fassen und emotional motiviert: „Stärke, Wut, Hoffnung, Trauer, Hass... Einige dieser Gefühle werden von uns oft einfach ignoriert, weil sie verabscheut sind in der Gesellschaft,“ weiß David. „Vergesst aber nicht, dass ihr sie habt! Unsere Texte beziehen sich auf Themen wie Einsamkeit, Verlassen werden, die Welt in grau zu sehen. Viele Zeilen basieren auf realen Erlebnissen, andere auf Träumen oder sind Fantasie. Das ganze Album spiegelt textlich schwierige Zeiten wider, welche wir durchleben mussten. Als Rahmen für „Colder“ dient die seelische Kälte, welche auf unserer Debüt-Platte immer wieder auch musikalisch zum Ausdruck kommt.“

Emotionen und der technische Ansatz schließen sich nach Ansicht des Gitarristen nicht aus: „Ein technischer Song muss per se nicht schlecht sein. Das Problem ist oftmals, dass technischem Songwriting ein großes Stück des Vibes verloren geht, wenn man


nur noch versucht, möglichst komplizierte Parts zu spielen. Das ist ein zentraler Punkt unseres Songwriting. Wir wollen möglichst stimmungsvolle Parts komponieren, welche auch technisch viel hergeben. Ein Song muss aber seine Stimmung oder seinen Vibe haben. Hierbei ist die Dynamik der Lautstärke etwas sehr Ausdruckstarkes. Die Lautstärke ist bei uns ein Mittel, mit dem wir oft aufbauen oder abbauen. Unterschiede sind wichtig, um einen Song abwechslungsreich zu machen. Auch Stimmungskombinationen helfen, Spannung zu erschaffen. Schlussendlich soll ein Stück aber nie mit extrem verschiedenen Teilen vollgestopft sein. Das macht einen Song schnell unübersichtlich und uninteressant. Die richtige Kombination zu treffen, ist aber schwer.“

LIFE'S DECEMBER lernen auch in dieser Hinsicht stetig hinzu: „Seit dem ersten Song, den Sänger Rico und ich zusammen komponierten, haben wir uns nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich weiterentwickelt,“ so David. „Man wird gegenüber den eigenen Songs immer kritischer. Zu Beginn wollten wir einfach unser Deathcore-Ding durchziehen. Deathcore sollte auch jetzt noch unser Schwerpunkt sein, jedoch sind unsere Songs viel auskomponierter und damit auch versierter geworden.“ Ganz so eindeutig ist die Verortung des Quintetts dabei nicht, legt man „Colder“ zugrunde:

„Als Band sind wir von Stilen wie Deathcore, MetalCore, ProgMetal/Djent und Downtempo beeinflusst, wodurch wir selbst es schwer finden, uns zuzuordnen,“ erwidert der Gitarrist. „Trotzdem gehören wir zur Strömung, welche sich vor allem betreffend der Ästhetik klar vom altbekannten Metal unterscheiden lässt. Das Wichtigste für uns als Band ist das Produzieren von eigenständigen Songs, wobei wir die erschlagende Härte des Deathcore mit melancholischen Melodic-Hardcore-Parts kombinieren.“

 
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