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Zebrahead

Storie von: arne, am 13.10.2015 ]

Auf die Berufsoptimisten und Party-Fraktion aus Orange County ist Verlass. Mit Blick auf „Walk The Plank“ lässt sich sagen: wo ZEBRAHEAD drauf steht, ist auch ZEBRAHEAD drin. Zwischen Punk Rock, Pop und Crossover mit Sprechgesang entstehen Songs, die mitreißen und die Stimmung heben. Leidenschaft und Attitüde einerseits, Hymnenwert und Hit-Charakter andererseits sind dafür verantwortlich, dass man das Spiel der Kalifornier allein positiv aufnimmt und schnell gemeinsam mit ihnen feiert.

 
„Wenn es um unsere Einstellung zur Musik und Band geht: wir wollen niemals erwachsen werden und nehmen uns selbst nicht zu ernst,“ erzählt Gitarrist Dan Palmer auf die bereits 20-jährige Band-Historie bei nahezu unverändertem Sound angesprochen. „Wir sind immer auf der Suche nach der nächsten Party und unserem Spaß. Jedem, der es verdient, begegnen wir aufgeschlossen und freigiebig. Daran hat sich seit unseren frühen Tagen nichts wesentlich geändert. Damals haben wir ganz genauso benommen, wie wir es heute noch immer tun. Wir trinken fast jeden Abend, essen viel Pizza, gehen spät schlafen, blödeln herum und zahlen unsere Rechnungen erst, wenn Mahnungen eintrudeln. Mit zunehmendem Alter fällt dieser Lebensstil nun etwas schwerer, aber er funktioniert nach wie vor.“

Als Punk Rock-Helden möchte Dan seine Band indes nicht beschrieben sehen, auch wenn ihr Label ZEBRAHEAD genau als solche anpreist: „Das greift zu weit, wir sind keine Helden. Ein Held ist jemand, der Babies aus einem brennenden Gebäude rettet oder dir sein letztes Bier anbietet. Wenn die eigene Mutter für dein Label arbeitet, kommt es aber bisweilen zu Übertreibungen wie dieser, wenn es darum geht, unseren Sound zu beschreiben.“ Der Gitarrist verweist lieber darauf, dass die Songs die musikalische Vertonung der beteiligten Persönlichen sind:

„Wir nehmen die Dinge nicht zu schwer und sind lässige Zeitgenossen. Nur, wenn uns die Shows, der Alkohol oder die Frauen ausgehen, werden wir ungehalten, haha. Das spiegelt sich in unseren Songs wider. Mit Bezeichnungen wie Post-Funk, Pop-Punk, etc. kann ich allerdings nichts anfangen. Nennt es schlicht Punk Rock! Dass verschiedene Einfl


üsse zusammen kommen und sich miteinander verbinden, ändert daran nichts. Ali schätzt Die Antwoord, von Ben kommt der Fugazi-Bezug, Ed liebt Municipal Waste, Matty und ich hingegen Van Halen. Die Kombination aus all dem ergibt den Sound von ZEBRAHEAD.“ Die Lyrics runden das Bild ab und passen bestens zur Musik: „Wir halten es persönlich und texten Erfahrungen und Erlebnisse, die uns, warum auch immer, berührt haben oder uns in Erinnerung geblieben sind. Meistens gibt es eine Portion Nonsens. Bisweilen geht es aber auch ernsthaft zu.“ Dan Palmer schätzt diesen Dualismus und sein Musiker-Dasein, dass er auch bei Death By Stereo auslebt:

„Ich habe bislang nichts bereut und mir meinen Weg im Punk-Rock selbst ausgesucht. Genau das wollte ich immer tun. Dafür habe ich das College abgebrochen und darauf verzichtet, in einem normalen Job Geld zu verdienen. Wenn man irgendwann erkennt, wo seine Stärken und Präferenzen liegen, muss man einfach das Beste darauf machen. Das habe ich getan.“ Mit Blick auf seinen Werdegang schätzt der Gitarrist vor allem sein „Vagabundendasein“: „Es gefällt mir, unterschiedliche Länder und Kulturen kennen gelernt und ihre Unterschiede und Besonderheiten erfahren zu haben. Das verändert den Blick auf alles und relativiert vieles. Selbst, wenn Leute ganz unterschiedlich leben und andere Ansprüche an das Leben richten, gibt es doch immer Überschneidungspunkte und mehr Gemeinsamkeiten, als man meint. Herum zu kommen und Länder und Leute zu sehen, bedeutet mir sehr viel. Davon kann ich nicht genug bekommen, und ich habe bereits Flecken auf dieser Erde gesehen, von denen ich zuvor nicht einmal wusste, dass sie existieren.“

 
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