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The Sword

Storie von: arne, am 25.08.2015 ]

Aus alt mach neu. Das scheint das Motto von THE SWORD aus Texas zu sein. Im Gegensatz zu den allein rückwärtsgewandten Retro-Kapellen nutzt das Quartett Einflüsse zwischen Thin Lizzy, Black Sabbath, Led Zeppelin und ZZ Top, um einen organischen, zeitgemäßen Heavy-Rock-Sound zu erschaffen, der eine eigene Note besitzt.

 
Mit „High Country“ erscheint der fünfte Longplayer der Gruppe aus Austin, die aufgeschlossene Metal- und Rock-Fans auf sich vereint: „Wenn ich auf unsere Band blicke, bin ich zufrieden, denn es läuft gut für uns,“ äußert Sänger und Gitarrist J. D. Cronise. „Anfangs hätte ich nicht darauf gewettet, dass wir so lange bestehen und so viele Alben veröffentlichen würden. In dem Fall wäre ich heute in einer anderen Band. Denn ich bin Musiker und möchte Songs schreiben. Ich denke nicht viel nach, denn, um es so zu formulieren, ich habe gar keine Wahl. Musik ist meine Passion. Etwas anderes will ich gar nicht machen.“ Die Texaner stehen nicht nur im Ruf, ein sehenswerter Live-Act zu sein, sondern auch intensiv zu touren. Der Frontmann relativiert das:

„Auch wenn es nicht so scheint, nehmen wir uns doch unsere Pause. Das ist von Zeit zu Zeit schlicht nötig, denn andernfalls würden wir ausbrennen. Man muss seine Grenzen kennen und respektieren. Diese Lektion haben wir auf die harte Tour gelernt. Seine Familien und Freunde darf man nicht vernachlässigen. Sie gehören genauso zum Leben wie die Band und werden auch dann noch da sein, wenn THE SWORD eines Tages vielleicht nicht mehr bestehen. Es bringt nichts, sich auf Tour zu verausgaben und alles aufs Spiel zu setzen. Das ist es nicht wert. Die geistige und körperliche Gesundheit dürfen unter der Band nicht leiden. Deshalb legen wir Pausen ein. Wie sollten wir sonst die Kraft für unsere Shows aufbringen?“

Mit der Rezeption von THE SWORD zeigt sich J. D. grundsätzlich zufrieden. Angesichts des nicht alltäglichen und einer beständigen Transformation unterworfenen Zugangs der Musiker zum Heavy-Spektrum überrascht diese Aussage fast: „Ich empfinde uns weder als über- noch unterbewertet. Das sind zwar nicht die Kategorien, in denen ich denke, doch so kann man es gut formulieren. Unsere Fan-Basis wächst kontinuierlich,


und die Leute ahnen, worauf wir aus sind. Interessanterweise kann ich nicht in allen Fällen nachvollziehen, wie man unser Spiel auffasst und einordnet, aber so ist nun einmal die subjektive Wahrnehmung. Wichtig ist mir, dass sich die Leute überhaupt eine Meinung bilden. Aktuell freut es mich, zu lesen, dass unsere Fans darauf warten, die neue Platte zu hören. Viele scheinen sich nicht im Klaren darüber zu sein, was sie zu erwarten haben. Dass wir die Dinge wieder anders angegangen sind und sich der Sound verändert hat, wird wohl niemanden überraschen.“

Getreu den Ausführungen des Künstlers sollte man nicht zu viel nachdenken, sondern die Songs einfach auf sich wirken lassen: „Das halten wir auch nicht anders, wenn wir drauf los spielen. Der organische Sound-Fluss stellt sich ganz von selbst ein. Wir erzwingen nichts, schließlich sind wir keine Soundtrack-Komponisten. Uns geht es um den Ausdruck all dessen, was in uns ist. Und genau so lassen wir es aus uns heraus.“ Natürlichkeit, Leidenschaft und Spaß reichen dem Quartett, um einen relevanten Heavy-Rock zu erschaffen. Apropos Spaß:

„Das war nur ein Witz, der sich nun schon lange hält,“ verrät J. D. auf das Label des „Warlock Rock“ angesprochen. „Das geht auf eine Tour mit einer Band zurück, die sich selbst dem „Witch Thrash“ zugeordnet hat. Das fanden wir so abgedreht, dass wir auch etwas in dieser Richtung haben wollten. Der „Warlock Rock“ war geboren. Man sollte das nicht zu ernst nehmen. Gerade das neue Album stellt heraus, dass wir uns nicht um Genres oder Konventionen scheren, sondern einen eigenen Zugang zum Rock pflegen. Egal, was wir tun, eine heftige Grundhaltung ist stets gegeben. Darüber hinaus lassen wir uns selbst überraschen, wohin die Reise geht. Am Ende klingt es stets nach THE SWORD, so sehr sich unsere Platten auch voneinander unterscheiden. So gefällt mir das.“

 
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