Go There
INFOS > Interviews-Stories > Details
/ 1 2 3 6 A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W X Y Z [
Interviews/Stories gesamt: 1750

Darkest Hour

Storie von: arne, am 30.05.2003 ]

DARKEST HOUR aus Washington, DC haben von jeher eine mehr als deutliche Metal Edge an den Tag gelegt, doch ihr neues Album "Hidden Hands Of A Sadist Nation" geht noch einen Schritt weiter. Das Quintett ist heute nur noch eines: fuckin' Metal.

 
Schon nach den ersten Tönen kann man gar nicht anders, man muss grinsen. Die fünf Jungs standen von jeher im Ruf eigentlich S chweden zu sein und mit ihrem neuen Album können DARKEST HOUR das auch nicht länger abstreiten. Deutlich schneller und härter, aber gleichfalls auch unüberhörbar melodiöser ist die neue Platte, wieder auf Victory Records, ein Hassbatzen sonder Gleichen.

Wer auf Schweden-Death mit ein wenig Thrash und viel Punk-Attitüde abfährt, bekommt hier die volle Ladung. Da wundert es kaum noch, dass die neue Platte im Studio Fredman aufgenommen wurde und u.a. Tompa Lindberg, Anders Björler oder auch Peter Wichers kurze Gastauftritte feiern.

Telefonisch sprach ich mit Gitarrist Mike Schleibaum über die Band und die neue Platte. Obwohl DARKEST HOUR allein im letzten Jahr 9x durch die Staaten, 2x durch Europa, die Philippinen und auch Japan tourten, wollen sie das in diesem Jahr noch weiter ausbauen. Gerade mit dem neuen Material in der Hinterhand sind die Jungs heißer denn je. Zum Zeitpunkt unseres Gespräches tourte die Band mit The Haunted und Shai Hulud, um dann kurze Zeit später auf Headlinier-Tour mit Curl Up And Die und Minus zu gehen. Der nächste Euro-Trip ist für November geplant. Trotz stetig gewachsenem Interesse an der Band, gehen die Jungs nach wie vor mit sehr bescheidenem Anspruch zu Gange: "DARKEST HOUR ist eine Metal-Band mit einer punkigen Einstellung, was das Management und das Touren betrifft. Viele Metal Bands geben sich als große Rock Stars, obwohl sie es gar nicht sind. Wir hingegen sind einfach fünf Typen, die rocken wollen und das ist der Punk in unserer Band."

Welchem Genre man angehört, scheint dabei egal: "Ich denke eigentlich nie darüber nach, ob wir eine Metal- oder eine Hardcore- Band sind. Ich höre ausschließlich auf die Musik selbst. So


lange ich zu ihr abgehen möchte und meinen Kopf bangen kann, ist sie gut! Ich selbst nenne uns einfach gut!"

Mit "Hidden Hands Of A Sadist Nation" kann man, musikalisch gesehen, den Hardcore-Zusatz fast streichen. Es gibt reinsten Schweden-Death. Vor allem die Gitarren sind diesmal noch melodischer angelegt und alles zeigt noch deutlicher in Richtung Metal, ist fokussierter und geradliniger. Textlich ist das Werk als Konzept um Michael Moore's "Bowling For Columbine" angelegt und von seiner Aussage her überdeutlich. Derzeit dürften die Jungs aus Washington damit die politischste Band auf Victory sein. Lest einfach mal die Texte. Von ihrer Aussage und ihrem Auftreten her sind DARKEST HOUR klar eine Hardcore-Band. Eben aus diesem Grund sind sie noch immer auf dem Chicagoer Szene-Giganten:

"Es ist genau das richtige Label für uns. Auf einem Metal-Label wären wir wahrscheinlich nur eine weitere Metal-Band und das sind wir nicht. Wir schätzen die Arbeit von Victory und haben keinen Grund zu wechseln. Underground Metal ist in den USA kein Selbstläufer, der sich selbst am Leben erhält. Hardcore/Punk- Kids unterstützen uns und kommen immer wieder zu unseren Shows. Natürlich gibt es auch true Metal Heads, die ihre Musik lieben und wissen, wo der Hammer hängt, aber zu viele begnügen sich einfach damit, einmal im Jahr auf einem Festival Millionen Bands zu sehen und dafür 60Dollar zu bezahlen, anstatt Bands zu supporten, wenn sie in ihre Stadt kommen."

Das Problem besteht leider auch hierzulande, aber wohl nicht derart stark ausgeprägt. DARKEST HOUR ziehen Fans aus verschiedenen Lagern und es ist für sie mit Sicherheit von Vorteil nicht auf eine Spielart festgelegt zu sein. Gerade mit "Hidden Hands..." sollte sich der Fankreis der Band weiter vergrößern. http://www.darkesthour.cc/

 
 Links:
  Bandsite
 
oben
Platte der Woche:

Die letzten Reviews:

  As I Lay Dying
  Cult Of Luna
  Despised Icon
  The Menzingers
  Entrails

Interviews/Stories:

  Brutality Will Prevail
  Uzziel
  Carnifex

Shows:

  24.09. Amanda Palmer - Hamburg
  25.09. Amanda Palmer - Leipzig
  27.09. Tankard - Wuppertal