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Eschaton

Storie von: arne, am 29.05.2015 ]

Der Vollzeit-Einstand von ESCHATON erscheint auf Unique Leader Records. Die technische, extreme Auslegung des Death Metal-Sounds des Quintetts aus New England ist damit gesetzt. „Sentinel Apocalypse“ entwickelt sich verbreakt und angriffslustig, wobei die Debütanten krass durchzuziehen und vor allem virtuose Fingerfertigkeiten unter Beweis stellen.

 
„Der Term Progressive-Death Metal beschreibt meiner Meinung nach treffender, was wir tun,“ äußert Gitarrist Joshua. „Für mich als Musiker ist die Abgrenzung gegenüber dem technischen Death Metal nur schwer zu ziehen. Es werden zwei unterschiedliche Aspekte betrachtet. Als progressiv nimmt man zumeist die Strukturen der Songs wahr, während man bei der Technik auf den Inhalt abstellt. Progressive Musik steht zudem im Kontext der Zeit. Beispielsweise haben Slayer und Suffocation Anfang der 1990er Jahre progressiven Metal gespielt. Heute ist ihr Spiel nur schwerlich so zu bezeichnen, doch technisch ist es nach wie vor. Meinem Verständnis nach müssen progressive Künstler die Grenzen ihres Genres verändern oder zumindest dehnen. Genau das tun wir mit ESCHATON. Wir verfolgen einen eigenen Stil, der deutlich über unsere Einflüsse hinaus reicht und etwas Originelles repräsentiert.“

Das Album „Sentinel Apocalypse“ ist dann auch als selbstbewusstes Zeugnis einer motivierten Band aufzufassen: „Alles, was man auf dem Debüt hört, soll genau so sein und ist bewusst umgesetzt worden“, bekräftigt der Gitarrist. „Das ist uns wichtig gewesen, denn die Erfahrungen der „Wake Of The Ophidian” MCD, die zufällig und spontan zustande kam, haben uns geprägt. Natürlich muss man die damaligen Umstände berücksichtigen. Darren ist als Schlagzeuger erst während der Aufnahmen zu uns gestoßen. Dieses Mal haben wir das ganze Songwriting gemeinsam bestritten und am Ende sogar zusammen im Studio gewohnt. Dadurch konnten sich eine Eigendynamik und Chemie entwickeln, die sich positiv auf die Songs ausgewirkt haben. Wir wussten, dass ESCHATON dieses Mal liefern müssen. „Sentinel Apocalypse“ definiert, wofür unsere Band steht. Deshalb war es uns so wichtig, etwas zu erschaffen, das nicht innerhalb kurzer Zeit verblasst.“

Joshua ist mit dem Ergebnis zufrieden,


und persönliche Erfüllung kommt bekanntlich von innen: „Wir wissen, wie viel Arbeit und Herzblut wir in das Album gesteckt haben,“ so der Musiker. „Als Gruppe sind wir eine Einheit Getriebener, die noch dazu vor Selbstbewusstsein strotzt. Das ist eine gefährliche Kombination, denn so laufen wir Gefahr, uns allein auf unsere Vorlieben zu konzentrieren. Bisweilen sind wir so fokussiert, dass es uns nicht interessiert, ob sonst jemand das, was wir spielen, versteht oder mag. Doch so entsteht progressiver Metal. Als ESCHATON hoffen wir darauf, dass uns möglichst viele Leute eine Chance einräumen und antesten. Mehr wollen wir gar nicht, denn wir sind davon überzeugt, dass sich alles weitere finden wird, wenn die Leute uns erst einmal hören.“

Die Zuversicht basiert auf der Art und Weise des Songwritings von Joshua: „Als Metal-Fan habe ich in meiner Jugend viele Konzerte besucht und viele Bands gesehen, die ich zuvor nicht kannte. Daher weiß ich, dass man als Gruppe maximal 25 Minuten Zeit hat, Leute zu beeindrucken – eher weniger. Das bestimmt meinen Zugang zum Metal, denn diese kurze Spanne habe ich stets im Hinterkopf. Mein Ziel ist es, jedes Venue in Schutt und Asche zu legen und die Leute an dem zweifeln zu lassen, was sie über Metal zu wissen glaubten. Das gelingt uns mit intelligent arrangierter, stimmiger Musik. Wir geben uns stets rücksichtslos und gehen mit maximaler Energieleistung gerade heraus. Dabei spielen wie so variabel wie möglich auf, und auch die Nachvollziehbarkeit kommt nicht zu kurz. Schließlich sollen die Leute mitbekommen, was die Essenz von ESCHATON ist. Nur so kann man sich als eigenständig positionieren und geht im Wettbewerb nicht unter. Eine eigene Nische zu finden, ist entscheidend, denn selbst in unserer extremen Sparte gibt es zahllose Gruppen, die um die Aufmerksamkeit der Leute buhlen.“

 
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