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Of Mice & Men

Storie von: arne, am 17.02.2015 ]

DER KREIS SCHLIEßT SICH. Anfang 2015 spielen OF MICE & MEN in Nordamerika Shows an der Seite von LINKIN PARK – so wie kürzlich hier in Europa. Mit „Restoring Force: Full Circle“ wird wenig später zudem eine erweiterte Neuauflage des Drittwerks der Kalifornier erscheinen. Drei neue Tracks und ,Feels Like Forever‘ als Akustik-Nummer sollen dabei helfen, den modernen Heavy-Core-Sound der Band weiter zu akzentuieren und den Album-Zyklus abzuschließen.

 
Mit einer gleichsam spritzigen wie agilen Mischung aus Härte und Eingängigkeit haben sich die Musiker bereits viele Sympathien und eine treue Fan-Basis erspielt. Dabei lässt der Band-Name anderes vermuten: „Es ist interessant, dass Du fragst, denn obwohl wir es damals noch nicht wussten, haben wir schon mit der Wahl von OF MICE & MEN viele spätere Erfahrungen und Entwicklungen vorweg genommen“, erwidert Schlagzeuger Valentino Arteaga. „Das Sprichwort besagt ja, dass „die besten Pläne von Mäusen und Menschen oft schief gehen“. Das erleben wir mit der Band seit dem ersten Tag. Doch egal, welche Widrigkeiten auch auftauchen. Man kann sie selten vorher sehen und ihnen noch seltener aus dem Weg gehen. Wir stehen ständig vor neuen Herausforderungen, durch deren Bewältigung unsere Gruppe wächst. In dieser Hinsicht erweisen wir unserem Namen alle Ehre. Wir begegnen unserer Musik und all dem, was vor uns liegt, mit Leidenschaft und offenen Herzen. So ist es für uns noch immer gut ausgegangen.“

Nach den Strapazen der jüngsten Europa-Tour steht für die Musiker nun zunächst Ausspannen auf dem Plan: „Gegenwärtig befinden wir uns Zuhause im sonnigen Kalifornien und sind auf dem Sprung in die Ferien“, so Valentino. „Die „Hunting Party Tour“ zusammen mit LINKIN PARK haben wir noch in guter Erinnerung. Für uns war es ein Privileg, an ihrer Seite zu touren. Das Feedback der Konzert-Besucher in Europa war großartig. Wir wurden überall gut aufgenommen und schnell akzeptiert. Auch von denen, die uns vorher noch nicht kannten.“ Die Tour ordnet der Drummer als eines der Highlights des abgelaufenen Jahres ein, allerdings erst nach der kreativen Arbeit:

„Das Schreiben und Aufnehmen von Alben besitzt für uns einen hohen Stellenwert,“ äußert der Kalifornier. „Wir sprechen intern davon, Kapitel für unser Buch fertig zu stellen. Die Songs repräsentieren uns jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wann immer wir ins Studio gehen, überlegen wir, wie wir uns selbst heraus fordern können, um etwas zu erschaffen, dass über die letzte Platte hinaus geht und bei uns und unseren Fans einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die Veröffentlichung von „Restoring Force“ ist, das voran gestellt, unser Highlight aus 2014, dicht gefolgt von der Arbeit an den neuen Stücken, die Anfang 2015 im Zuge der Neuauflage der Platte erscheinen werden.“ Ob bzw. inwieweit die neuen Tracks dabei helfen können, OF MICE & MEN aus der MetalCore-Verortung zu emanzipieren, bleibt abzuwarten. Die Band selbst hat damit ohnehin keine Probleme: „In der heutigen Zeit muss alles schnell eingeordnet und eingruppiert werden. Das ist auch in der Musik so“, weiß Valentino Arteaga. „Bands finden sich in einer Kategorie wieder, weil Leute denken, dass sie dort hinein passen. Wir nehmen das zur Kenntnis, ärgern uns darüber aber nicht. Die Leute haben ihre Gründe, uns so oder so zu beschreiben.


Wir konzentrieren uns darauf, gute Songs zu schreiben und unsere Persönlichkeiten bestmöglich mit ihnen auszudrücken.“

Insgesamt fühlen sich die Kalifornier grundsätzlich verstanden: „Wir sind mit unserer Positionierung zufrieden. Als leidenschaftliches Kollektiv von Musikern sind wir bis heute schon zu einem Punkt vorgestoßen, an dem wir Songs schreiben, die uns repräsentieren und unseren Fans etwas bedeuten. Die Karrieren etlicher Gruppen, die wir schätzen, basieren auf ähnlichen Ideen und Ansprüchen. Insofern betreten wir kein Neuland, sondern halten die Dinge am Laufen. Das reicht uns völlig.“ Dem Schlagzeuger ist bewusst, dass seine Band niemals alle Hörer erreichen wird, weshalb sich die Musiker auf sich selbst und ihre Fans konzentrieren: „Jeder hat seine eigenen Vorlieben und Ansichten, insbesondere über das, worüber man sich öffentlich äußert. Wir wissen, dass es viele Leute gibt, die unsere musikalische Vision weder teilen noch verstehen. Um diese Leute kümmern wir uns nicht. Wir spielen unsere Songs, weil wir die lieben und Spaß an unserem Stil haben. Es ist unser Ziel, Musik zu erschaffen, die Substanz besitzt, so dass Hörer, die sich mit ihr beschäftigen, eine starke Verbindung zu ihr aufbauen können.“

Im Songwriting halten es die Kalifornier dabei natürlich und klassisch: „Es gibt kein großes Geheimnis. Wir folgen schlicht unseren Herzen“, so Valentino. „Unsere Songs beschäftigen sich mit den Dingen, die wir erleben oder durchgestanden haben. Wir experimentieren gerne mit Sounds und finden abgefahrene Riffs und Melodien, die uns fesseln und etwas bedeuten.“ Das vor seiner Wiederveröffentlichung stehende Drittwerk bestätigt das zuletzt Gesagte: „Es ist offensichtlich, dass wir für „Restoring Force“ einige neue Dinge ausprobiert haben – insbesondere mit Blick auf die Dynamik des Materials. Die Palette unserer Farben ist schillernder geworden, um es so zu formulieren“, erklärt der Musiker. „Das ist der Verdienst unseres Produzenten David Bendeth, der es aus uns heraus gekitzelt hat. Auf den früheren Platten ist diese Variabilität nur ansatzweise zutage getreten, obwohl sie unterschwellig schon immer in uns gewesen ist. Wir schätzen es, unsere Komfort-Zone zu verlassen und neue Dinge anzugehen. Nur wenn man das tut, kann man als Musiker und als Gruppe wachsen und neue, bessere Ideen formulieren und umsetzen.“

Die ihnen zuteilgewordene Popularität stachelt die Kalifornier an, nachzulegen: „Wir haben noch so viele Songs zu schreiben“, zeigt sich Valentino überzeugt. „Mir scheint es, als haben wir uns als Band gerade erst die Basis geschaffen, von der aus wir uns aufmachen können, der Welt zu zeigen, was wirklich in uns steckt. Die schnelle Entwicklung, die OF MICE & MEN bis heute genommen haben, ängstigt uns nicht. Als Musiker gibt es uns schon weitaus länger als diese Gruppe. Wir können das einordnen.“

 
 Links:
  ofmiceandmenofficial.com
 
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