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Nonpoint

Storie von: arne, am 07.10.2014 ]

NuRock, Groove-, Alternative- und NuMetal: irgendwo in diesem Spannungsfeld ist der Crossover von NONPOINT anzusiedeln. Das Quintett aus Fort Lauderdale setzt auch auf seinem neuen Album „The Return“ auf eingeführte Trademarks und einen lebendigen, variablen Modern-Heavy-Sound.

 
„Wenn mir 1997 jemand gesagt hätte, die Band würde 2014 noch immer bestehen, hätte ich ihn für verrückt erklärt, doch es ist so gekommen. Wir sind nach wie vor aktiv“, zeigt sich Schlagzeuger Robb erfreut. „Das ist es, was wir lieben und auch zukünftig tun wollen. Unsere Triebfeder ist die ungebrochene Leidenschaft. Wir lieben unsere Musik, sie live zu spielen, zu schreiben und mit anderen zu teilen. Es gibt keinen besseren Job, der das übertrifft, was wir mit der Gruppe haben. Wir sind unsere eigenen Bosse und gehen die Dinge so an, wie wir es für richtig halten.“ Mit Blick auf die bisherigen Verdienste können NONPOINT berechtigterweise stolz sein und selbstbewusst auftreten:

„Wir nehmen für uns in Anspruch, schon einiges auf den Tisch gelegt zu haben. Viele jüngere Gruppen geben an, von uns beeinflusst zu sein. Das ehrt uns. Es ist unbeschreiblich, wenn wir mit jungen Musikern touren, die uns erzählen, dass wir den Soundtrack ihrer High School-Zeit geliefert haben und mit dafür verantwortlich sind, dass sie eigene Bands gestartet haben. Die Rollen haben sich inzwischen getauscht. Am Anfang sind wir mit unseren Helden unterwegs gewesen und haben ihnen so etwas erzählt. Nun rückt eine neue Generation nach, die mit uns aufgewachsen ist. Alt fühle ich mich jedoch noch nicht.“ Das neue Album der Gruppe aus Florida, „The Return“, klingt frisch und mitreißend. Hörer von Mudvayne, Sevendust, Disturbed oder Linkin Park sollten das Spiel von NONPOINT schätzen, die insbesondere in Nordamerika ein bekannter und geachteter Crossover-Act sind: „Von all den Gruppen sehe ich vor allem Sevendust als diejenige, die musikalisch und von der Attitüde her gut mit uns zu vergleichen ist“, meint Robb. „Sie haben sogar eine ähnliche Karriere durchlaufen wie wir. Sie sind schon eine gefühlte Ewigkeit aktiv und haben die ganze Zeit über ihr eigenes Ding durchgezogen. Ihre Konstanz ist beeindruckend und die Fans lieben sie genau dafür.“

Der Genre-übergreifende Ansatz des Quintetts ist gemessen an modernen Innovatoren inzwischen als traditionell zu kennzeichnen, hat aber nichts an Relevanz und fesselnder Kraft eingebüßt: „In unserem Songwriting suchen wir stets direkte Wege und versuchen, jedem Stück eine besondere Note mitzugeben“, so der Schlagzeuger. „Ich bin nicht so vermessen, uns auf Augenhöhe mit modernen Crossover-Bands zu sehen, die schier unglaubliche Dinge produzieren. Periphery, Gojira oder Between The Buried And Me spielen in einer völlig anderen Liga. Wir verfolgen nicht den Anspruch, so innovativ wie sie zu sein, sondern vertrauen auf die Stärken,


die wir uns in all den Jahren angeeignet haben, ohne musikalisch auf der Stelle zu treten. Gerade bei den letzten beiden Alben haben wir uns sehr auf die Arrangements, Melodien und Grooves konzentriert. Als aufgeschlossene Band erweitern wir unser Spektrum, wenn es sich anbietet, erzwingen aber nichts.“

Auf ihrem achten Album setzen NONPOINT auf treibende Spannungsbögen, markante Rhythmen und Hooks sowie auf gefühlsechte Grooves und moshige Härte. Nach 17 Jahren im aktiven Dienst beherrscht das Florida-Quintett die gesamte Klaviatur modern-brachialer Crossover-Klänge: „Die Songs sind Spiegelbild unserer Erlebnisse im Alltag“, erklärt Robb. „Es gibt keinen feststehenden Plan, nach dem wir uns im Songwriting richten. Wir lassen uns von unseren Emotionen leiten und folgen ihnen. Haben wir neue Stücke geschrieben, schicken wir sie an Elias, unseren Sänger. Seit einigen Jahren hat er so etwas wie die Rolle eines bandinternen Produzenten inne und arrangiert unsere Songs um. Schon oft hat er aus unserer Vorarbeit Stücke gezaubert, die wir nie für möglich gehalten haben. Heute ist er unser Kreativkopf und hat zuletzt in der Zusammenarbeit mit Produzent Johnny K noch einmal mehr dazugelernt.“

Neid oder Konkurrenzkämpfe innerhalb des Line-Ups gibt es bei NONPOINT dennoch nicht: „Wir sind eine geschlossene Einheit, die auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet. Sollte einer von uns schwächeln oder die nötige Leidenschaft oder Professionalität vermissen lassen, wird er ersetzt. Bei uns heißt es ganz oder gar nicht.“ Die zentrale textliche Botschaft spiegelt das ebenso wie die kreative Grundausrichtung wider: „Seid aufgeschlossen und probiert Neues. Elias schüttet in den Texten sein Herz aus. Jeder Song repräsentiert gewissermaßen sein Leben und seine Persönlichkeit. Wir begegnen auch allen anderen Aspekten der Band und unserer Musik aufgeschlossen, mit ganzem Herzen und mit offenen Ohren. Harter Rock und Metal sind als Basis unseres Sounds gesetzt, doch um uns zu inspirieren, schauen wir über den Tellerrand hinaus. Das Tolle am Metal ist aus meiner Sicht, dass keine Limits existieren. Innerhalb dieses einen Genres können sich Musiker auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausleben. Ich höre mich auch in vielen anderen Stilen um, doch über den Metal geht einfach nichts. Wenn man die Klassiker hört, kann man fast immer sagen, wer es ist, spätestens, wenn der Gesang einsetzt. In anderen Genres ist das nicht derart ausgeprägt. Bezogen auf uns ist die Stimme von Elias unverkennbar – NONPOINT besitzen dank seiner Beteiligung Wiedererkennungswert.“

 
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