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Ichor

Storie von: arne, am 13.09.2014 ]

HINAB IN DIE TIEFE! Auf der Flucht vor zerstörerischen Wassermassen retten sich die Überreste der menschlichen Gesellschaft in die Tiefsee und müssen dort zu einer neuen Form des Zusammenlebens finden; mit altbekannten Problemen.

 
ICHOR aus Trier zeichnen mit ihrer Endzeitvision kein schönes Bild, doch sie zeigen auf, dass es auch nach der größten Katastrophe weitergeht. Aufstecken ist schließlich keine Option. Vier Jahre nach „Benthic Horizon“ meldet sich das Death Metal-Quintett mit einem kompakten, gefährlichen Drittwerk zurück, das zumeist Vollgas geht, dabei aber zu einer schlüssigen und fesselnden Balance zwischen Technik, Brutalität und Songdienlichkeit findet:

„Die Blastbeats und das Brutal-Ding haben schon einen hohen Stellenwert für uns, doch der Hymnen-Charakter sollte dieses Mal als Auflösung immer mit durchschimmern“, erzählt Sänger Eric. „Das sind die Punkte, die einem Song ein Merkmal und ihm Wiedererkennungswert verleihen. Ich mag „Unique Leader-Bands“, aber irgendwann kann ich von den Bands rein gar nichts mehr unterscheiden. Brutale Songs mit hohem Wiedererkennungswert haben BEHEMOTH geschrieben oder auch THE BLACK DAHLIA MURDER auf „Nocturnal“. FLESHGOD APOCALYPSE schaffen es durch ihre orchestralen Parts. Die Denk- und Herangehensweise ist bei uns ähnlich ausgeprägt.“

Wie die genannten Gruppen stellen ICHOR mit ihrer neuen Platte eine wahrnehmbare Weiterentwicklung unter Beweis, was sich dem Frontmann zufolge bereits während der Arbeitsphase abzeichnete: „Das Gefühl beim Songwriting war ein anderes als bei den vorherigen Alben, was auch an unseren neuen Mitgliedern


liegt. Insgesamt verlief alles fokussierter, und auch in der Vorproduktion konnten wir besser und zielgerichteter arbeiten. Auf der Platte finden sich sogar zwei Songs, die binnen zweier Stunden entstanden sind. An denen wurde im Nachhinein fast nichts geändert. „Depths“ sollte von der Grundthematik und Wirkung her an „Benthic Horizon“ anknüpfen. Jeder Song sollte zwar allein stehen, aber im Gesamtbild eine funktionierende Rolle spielen. Der Opener zeigt mit seiner Brutalität auf, wie die Erde zerstört wird. ,While The Giants Sleep‘ bringt dann die Ruhe nach der Flut, aber auch eine Bedrohlichkeit, so dass sich ein ganzes Bild ergibt. Zudem werden Geschichten von Neuordnung, Macht und Gier sowie Liebe und Tod erzählt. Das haben wir beim Songwriting immer im Hinterkopf behalten, was sich nun im Ergebnis widerspiegelt.“

Auf ihrem Drittwerk präsentieren sich die Trierer als versierte, agile Death Metal-Kombo, die sich vor der namhaften internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Shouter Eric richtet abschließend dennoch einen ernstgemeinten Aufruf an die potenzielle Hörerschaft: „Zieht euch die Tiefsee rein und gebt dem Album Zeit. Und jetzt noch eine Hardcore-Floskel: „Support Your Local Scene“! Nicht jeder ungewaschene Lappen aus dem UK ist die nächste große Nummer. Man darf auch die eigene Szene unterstützen – ob nun Labels oder Bands.“

 
 Links:
  facebook.com/ichorofficial
 
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