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Karma To Burn

Storie von: arne, am 05.09.2014 ]

Personelle Veränderungen haben bei KARMA TO BURN Tradition. Regelmäßig wechseln die Mitstreiter von Band-Kopf und Gitarrist William Mecum. Als Konstante stellt er sicher, dass der Trademark-Sound des Trios erhalten bleibt. Die neue Platte „Arch Stanton“ kommt wiederum brachial, organisch und erdig – so, wie man die Gruppe hören will. Das sechste Studio-Werk von KARMA TO BURN markiert die Rückkehr zu alter Stärke.

 
Die Tendenzen in Richtung Kommerzialität und die Experimente mit Gesang werden aufgegeben. Stattdessen gibt es instrumentalen Heavy-Stoner, der auf markanten Riffs, manischen Rhythmen und satten Grooves basiert. Bassist Rob Halkett (The Exploited) und Schlagzeuger Evan Devine geben einen souveränen Einstand und tragen ihren Teil zur natürlich schroffen, spannungsgeladenen Entwicklung von „Arch Stanton“ bei. „Unser Spiel basiert auf Emotionen, wobei wir Songs schreiben, die uns etwas bedeuten, die uns aber ebenso sehr unterhalten und begeistern. Schließlich wollen wir interessiert und motiviert bleiben, wenn wir auf Tour sind und sie immer und immer wieder spielen“, äußert William Mecum.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Leute unsere Aufrichtigkeit spüren und deshalb Zugang zu uns finden. Als instrumentale Band startet man dabei nicht zwangsläufig mit einem natürlichen Defizit. Unsere Stücke schreiben wir durchaus auch mit der Möglichkeit im Hinterkopf, einen Sänger einzubinden, sofern wir das als nötig erachten. Wir haben alle Freiheiten, zu tun, was immer wir wollen und nutzen die sich uns bietenden Spielräume.“ Im Songwriting agieren KARMA TO BURN übersichtlich und bauchgesteuert, was der Band-Kopf anschaulich herunter bricht:

„Es gibt keine großen Geheimnisse. Wir halten es simpel und direkt und schreiben und spielen schlicht die Songs, die wir selbst gerne hören wollen. Es gibt keine andere Formel als Bier + Riff = Song. So einfach ist es bei uns schon seit den frühen Tagen.“ Ergänzt um die auf Facebook zu findende Umschreibung des eigenen Sounds – „Like A Bong Filled With Whiskey“ – rundet sich das Bild stimmig ab. „Über die Zeit des Bestehens hat sich eigentlich nichts verändert“, rekapituliert William. „Es ist wirklich nicht kompliziert: KARMA TO BURN geht es von je her um schwergewichtige, Groove-betonte Stücke, die jeweils auf einem starken Riff basieren. Die wechselnden Besetzungen haben daran nichts geändert, auch die jüngsten Veränderungen nicht.“

Dass die beiden Neuzugänge das Erbe ihrer Vorgänger fortsetzen und dabei helfen, „Heavy Rocking, Goat-Esque, Ins(a)t(an)rumental Hits“, wie es auf Facebook heißt, umzusetzen, ist Evan und Rob nur mittelbar bewusst gewesen, verrät der Gitarrist: „Darüber, wie sie das Spielen in einer Instrumental-Band finden, haben sie noch gar nicht nachgedacht, bis du diese Frage gestellt hast und ich sie weitergegeben habe. Unser Dasein als Band ohne Gesang haben sie meiner Einschätzung nach von Beginn an tief verinnerlicht.


Es spielt keine Rolle, dass wir ohne Sänger unterwegs sind. Es ist einfach so, doch uns fehlt nichts.“ Das liegt nicht zuletzt daran, dass die wortlose Kommunikation bei KARMA TO BURN auch im kreativen Arbeitsprozess einen großen Stellenwert besitzt:

„Wir halten es klassisch und sprechen über Ideen nicht mit Worten“, so der Band-Kopf. „Vielmehr kommunizieren wir mit Instrumenten und bringen den anderen auf diese Art und Weise unsere Ideen näher. Es gibt keine Diskussionen oder Meinungsverschiedenheiten, nur die Entwicklung von Stücken im gemeinsamen Spiel. Ist am Ende jeder von uns mit einem Song zufrieden und hat ein positives Gefühl, wissen wir, dass der Track gut ist.“ Das Trio präsentiert sich auf „Arch Stanton“ fokussiert, vergleichsweise temporeich und metallisch aufgeladen. Die Lieder sind schroff eingängig, ein wenig sperrig und zudem aufwühlend: „Für uns ist das Album der Soundtrack der letzten Monate mit der Band. Es spiegelt wider, wo wir waren und was wir erlebt haben. Unsere Zukunft war unbestimmt und nicht absehbar. Alles, was wir tun konnten, war es, Songs zu schreiben. Das haben wir getan.“

William Mecum übt sich in Understatement, doch das passt zum authentischen, geerdeten Stil von KARMA TO BURN. Die Notwendigkeit von Veränderungen sieht der Musiker erwartungsgemäß nicht:

„Hast du schon einmal eine Drehleier gehört? Sie ist das abgefuckteste und zugleich unglaublichste Instrument – besitzt Saiten, Knöpfe und eine Handkurbel. Wenn wir irgendwann einmal anfangen, Instrumente wie dieses in unseren Sound einzubinden, sind wir zu der Einsicht gelangt, dass wir uns weiter entwickeln müssen. An diesem Punkt befinden wir uns aber noch lange nicht. „Arch Stanton“ ist schlicht unser neustes Album. Die Musiker sind teilweise andere, doch auf das Songwriting wirkt sich das nicht aus. Die bewährte Formel besteht fort.“ KARMA TO BURN setzen auf ihre bekannten Trademarks und tun gut daran. Dass seine Gruppe immer wieder in die Nähe von Kyuss, Alice In Chains und Metallica gerückt wird, kann der Gitarrist durchaus verstehen, äußert aber sogleich auch seine Sichtweise auf den eigenen Sound:

„Mit diesen Verweisen kann ich leben, obwohl ich uns musikalisch ein Stück weit anders ausgerichtet sehe. Am Ende kommt man um Vergleiche mit bekannten Gruppen nicht herum. Kyuss begleiten uns schon immer, doch ich sehe die Verbindung nicht zwangsläufig. Wir selbst würden uns eher in die Nähe von AC/DC oder ZZ Top rücken, jeweils mit etwas Joy Division vermischt.“

 
 Links:
  k2burn.net
 
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