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Barbie On Deathtrip

Storie von: arne, am 28.08.2014 ]

Das schwäbische Quintett BARBIE ON DEATHTRIP stellt sich auf seinem Debüt „Will You Kill Me?“ als professionell und modern orientierte Metal-Kombo vor, die harte Strophen und verträgliche, clean besungene Refrains unterhaltsam miteinander kombiniert. Die neue Gruppe früherer Mitglieder von Mystic Prophecy und Contracrash hegt offenkundig große Ambitionen, was selbst gewählte Verweise auf Five Finger Death Punch, Bullet For My Valentine und Avenged Sevenfold untermauern.

 
Sänger Sebastian Claxton bestreitet das nicht: „Die drei Bands sind sehr kommerziell geprägt, haben mit ihrer Strategie aber auch viel Erfolg. Wir streben danach, eine breitgefächerte Masse an Hörern für uns zu gewinnen, so dass bei uns für jeden etwas dabei ist – ohne dabei den Faden zu verlieren oder zu soft zu klingen. Es soll in die maximale Breite gehen, aber nicht auf Kosten unseres Stils. Wir versuchen, keiner bestimmten Band nachzueifern, jedoch kann man es nicht verhindern, in die eine oder andere Schublade gesteckt zu werden.“

Stilistisch profitieren BARBIE ON DEATHTRIP klar von ihrer übergreifenden Sound-Basis, die es tatsächlich verwehrt, das Spiel der Tübinger zu schnell zu fassen: „Das war genau der Plan“, bestätigt der Frontmann. „Da wir für so ziemlich jeden Musik-Stil offen sind und auch keine Angst davor haben, unsere stilistischen Einflüsse nicht nur aus der Metal-Szene zu schöpfen, kommt bei uns einiges zusammen. Festlegen wollen wir uns wirklich nicht, denn es kann schnell langweilig werden, wenn man in ein gewisses Fahrwasser gelangt. Deshalb versuchen wir, uns immer wieder neue Einflüsse zu holen, um frischen Wind in die Sache bringen.“

Beim Hören von „Will You Kill Me?“ scheint es bisweilen, als würden die Musiker gerne noch brachialer und aggressiver durchziehen. Im Zweifel werden dann aber doch Melodie und Atmosphäre ausgebaut: „Das Brachiale und Aggressive finden wir toll, keine Frage, jedoch sind wir innerhalb der Band nicht nur in der MetalCore-Szene Zuhause“, erwidert Sebastian. „Deshalb kommen verschiedene Elemente zusammen, die wir miteinander kombinieren. Und nichts ist besser als ein eingängiger Refrain. ,Nothing Lasts‘ oder ,No Escape‘ sind Songs, die


unsere Philosophie auf den Punkt bringen. Sie besitzen sehr aggressive Strophen, eingängige Refrains und monströse Breakdowns. Et voila: ein Menü mit drei Gängen.“

Um den Band-Namen BARBIE ON DEATHTRIP und das Album-Cover von „Will You Kill Me?“ besser einzuordnen, sollte man zudem wissen: „Der ursprüngliche Gedanke war es, eine Frau als Sängerin anzuheuern, doch es ist, wie so oft, anders gekommen. Der Basti kam ums Eck und hat die anderen vom Hocker gehauen. So führte eins zum anderen. Der Band-Name blieb, die Salamiparty auch. Das Cover-Motiv soll die BARBIE darstellen und dient uns als roter Faden.“ Die Hörer, die mit der Gruppe bislang in Berührung gekommen sind, gefällt es dennoch oder gerade deshalb, was auch an der professionellen Umsetzung des Debüts liegen dürfte:

„Leute, die diese Musikrichtung mögen, waren überwiegend begeistert von unserem ersten Longplayer. Natürlich gab es auch einige negative Reaktionen, aber die hat man immer. Schöner ist es natürlich, wenn unser Zeug an Begeisterung gewinnt, aber wir sehen es nicht als selbstverständlich an, Bestätigung zu bekommen. Es ist immer toll, wenn Leute auf uns zugehen und Feedback geben, egal, ob positiv oder negativ. Wir lassen uns auch gerne zum Grübeln bringen.“ Verantwortung übernehmen BARBIE ON DEATHTRIP ebenfalls gerne, wie die Umsetzung von „Will You Kill Me?“ belegt:

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht. Die Produktion haben wir, mit allem, was dazugehört, selbst auf die Beine gestellt und bezahlt. Allerdings bekamen wir dann Unterstützung durch Eat My Shorts Records, die für den weltweiten Online-Vertrieb verantwortlich sind. Mittlerweile gibt es das Album deshalb auf allen gängigen Online-Portalen.“

 
 Links:
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