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Emil Bulls

Storie von: arne, am 12.08.2014 ]

Aus der deutschen Crossover-Szene sind die EMIL BULLS nicht mehr wegzudenken. Das bayerische Quintett hat sich über die Jahre einen markanten Stil zwischen Alternative- und NuMetal, MetalCore sowie modernem Heavy-Rock angeeignet, der auf dem neuen „Sacrifice To Venus“ wieder härter und brachialer inszeniert, jedoch weiterhin mit eingängigen und wiedererkennbaren Elementen ausgestattet wird.

 
„Wir wollen uns bewusst nicht festlegen, denn wir genießen es, als Musiker frei von Genre-Zwängen agieren zu können“, erklärt Frontmann Christoph. „Wir sehen es als absolutes Privileg, Musik machen zu dürfen, die an Aggressivität und Härte teilweise kaum zu übertreffen ist, dann aber auch wieder ganz andere Emotionen weckt. Man könnte fast sagen, wir machen Musik nach dem Jekyll-and-Hyde-Prinzip. Totaler Wahnsinn wechselt von einem Moment auf den anderen mit Ruhe und Gelassenheit. Wer sich auf uns einlässt, muss auf jeden Fall durch ein Wechselbad der Gefühle.“

Die resultierende Live-Tauglichkeit des Materials ist dem Sänger zufolge nicht geplant: „Beim Schreiben achten wir nicht darauf, ob das Ganze am Ende live zündet oder nicht. Das würde uns nur einschränken. Gerade ich als Sänger würde es mir dann sicher einfacher machen. Doch ich liebe die Herausforderung; etwas zu machen, von dem ich anfangs denke „Oh mein Gott, wie soll ich das denn live schaffen“? Bei jedem Album nehme ich mir vor, es mir beim nächsten Mal einfacher zu machen, aber der eigene Ehrgeiz gewinnt zum Glück dann doch immer. Obwohl, bei dem Song ,The Age Of Revolution‘ haben wir das Tempo bewusst so angelegt, dass man perfekt dazu springen kann und im Studio ausgiebige Hüpf-Tests unternommen. Mal sehen, ob es funktioniert.“

Obschon die neue Platte schroffer kommt, klingt sie doch typisch nach den Bayern, was nicht zuletzt daran liegt, dass Christoph & Co. ihren Fans stark verbunden sind und sie ihnen zuhören: „Feedback der Fans und Hörer ist uns enorm wichtig, weil sie das Benzin sind, das den Motor der EMIL BULLS am Laufen hält. Zu einem gewissen Teil fließt die Meinung der Fans sogar in unsere Arbeit mit ein. Doch ich denke, der Hauptgrund, warum wir immer noch


da sind und so einige Trends im schnelllebigen Musikzirkus überlebt haben, ist, dass wir musikalisch immer das tun, was wir wollen. Über die Jahre haben wir uns so einen unverkennbaren Stil entwickelt. Wir sitzen musikalisch zwar oft zwischen den Stühlen und viele wissen nicht so richtig, wo sie uns hinstecken sollen, doch am Ende haben wir den Vorteil, dass wir einzigartig und dadurch nicht austauschbar sind. Ein Fan weiß immer, dass dort, wo EMIL BULLS draufsteht, auch EMIL BULLS drin ist.“

Dass es nach wie vor etliche Zweifler gibt, ist für den Musiker kein Problem. Der Support der Fans ist ihm wichtiger, wie auch das Wissen, um die eigenen Qualitäten: „Ich denke schon, dass wir massiv unterschätzt werden, was ich teilweise sogar nachvollziehen kann. Für viele sind wir immer noch die kleinen Heinis, die damals ,Take On Me‘ gecovert haben und die man einfach nicht ernst nehmen darf. Viele Kritiker und verbohrte „Sound-Nazis“ kommen einfach nicht damit zurecht, dass eine Metal-Band zuweilen auch große Pop-Hymnen abfeuert. Dass man dazu Eier und Talent braucht, wird leider oft ignoriert.“

Mit seinem neuen Album stellt das Quintett unter Beweis, dass es auch die schwere Keule zu schwingen versteht: „Auf jeden Fall geht es auf „Sacrifice To Venus“ eine ganze Ecke härter zu und meiner Meinung nach sind wir als Songwriter weiter gewachsen“, äußert Christoph. „Die Gitarrenarbeit ist Metal-lastiger als jemals zuvor und es wird mehr geshoutet. Die größte Weiterentwicklung ist für mich aber die Tatsache, dass wir es geschafft haben, alles auf den Punkt zu bringen und die harten Bretter sehr gut mit den ruhigeren Tracks harmonieren. Ich denke, wir haben wieder eine Schippe draufgelegt und kommen unserem „Black Album“ näher, haha.“

 
 Links:
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