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Way To Bodhi

Storie von: arne, am 15.06.2014 ]

Die Stuttgarter Band beschreitet ihren „Weg der Erleuchtung“ stilistisch mit einem Mix aus Industrial-, NeoThrash- und NuMetal und instrumentenseitig mit tiefen Frequenzen. Tiefbässe und -Gitarren prägen die Wahrnehmung des Spiels der 2011 gegründeten WAY TO BODHI, die selbst plakativ auf den Punkt bringen, was sie musikalisch bieten.

 

„Jedes Motto steht für eine Phase der Band-Entwicklung und sagt das Wichtigste über unsere Live-Performance aus“, erklärt Frontmann Michi. „Zunächst kamen wir auf „Bäng The Shit Out“, weil wir live die Scheiße aus uns rausprügeln. Die Entwicklung hin zur tiefen Gitarren-Stimmung erforderte später ein neues Motto. „Low We Go“ ist eine prägnante Umschreibung unseres Subbass-Sounds und repräsentiert uns derzeit am besten.“ Selbstbewusst leiten die vier Schwaben aus ihrer Aufstellung ab, die „tiefste Metal-Band der Welt“ zu sein, was insbesondere live offenbar wird:

„Oh ja, die Leute nehmen das wahr, denn die Tiefbässe entwickeln massiven Schub“, bestätigt Band-Leader und Gitarrist M.P. „Das schüttelt die Zuhörer ordentlich durch, was uns in dieser Tragweite zunächst gar nicht bewusst war. Doch nach einem Konzert kamen Leute an und haben von psychoakustischen Phänomenen berichtet. Ihnen wurde flau im Magen wie bei Horrorfilmen. Das fanden die geil! Selbst uns wird bei den tiefsten Tönen im Proberaum manchmal schummrig, wenn wir den Boxen zu nahe kommen. Das ist so ein wohliges Unwohlsein. Und wenn du heimgehst, bist du noch ganz neben der Spur. Großartig!“

Obschon WAY TO BODHI seit einiger Zeit wissen, welchen Sound sie spielen wollen, ist die Veröffentlichung des ersten Longplayers immer wieder verschoben worden. M.P. zufolge hat das Warten bald ein Ende: „Es bleibt bei Winter 2014/15. Unsere jetzige Besetzung war zwar Liebe auf den ersten Blick, doch der Weg zum Album ging nur über viele Jam-Sessions. Schließlich müssen die Vibes stimmen, damit gute Songs entstehen. Kumpels mussten uns erst untereinander verkuppeln, dann hieß es irgendwann: gesucht und gefunden – vier Verrückte, die einfach nur losdreschen wollen. Und endlich haben wir einen Produzenten,


der unsere Klangvorstellung umsetzen kann. Den tiefen Live-Sound auf eine Aufnahme zu übertragen, ist kompliziert. Allein der Produzent hat daran über ein Jahr lang gebrütet. Um die Wartezeit bis zum Winter zu verkürzen, bringen wir im Juli eine Download-EP unter dem Namen „WTB“ heraus. Darauf werden schon einmal vier Songs sein.“

Die Kombination aus Industrial-, NeoThrash- und NuMetal per se ist nicht neu. Mit ihrer frischen Attitüde finden die Stuttgarter dennoch zu einem partiell eigenständigen Spiel: „Wir alle kommen vom Metal und lieben ihn“, so der Gitarrist. „Für uns war klar, dass wir vor allem losbrettern wollen – volle Pulle, einfach, was geht. Es gab kein Konzept, wo die Reise hingehen soll. Mit den tiefen Tönen haben wir uns spontan wohl gefühlt und da sind wir geblieben. Bis der Moment kam, an dem wir neugierig wurden, was unter der normalen Stimmung eigentlich noch so Fettes wartet. Das Ganze ist dann ziemlich schnell eskaliert. Erst später wurde uns klar, dass wir mittlerweile tiefer als alle anderen spielen.“ Fronter Michi fasst abschließend zusammen, was für WAY TO BODHI gute Stücke auszeichnet:

„Wenn wir einen Song im Proberaum spielen und der so durch die Ecken knallt, dass wir alle headbangen und danach völlig aus der Puste sind und grinsen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn ich mich als Sänger zu einem Song nicht bewegen will, wird er überarbeitet oder in die Tonne getreten. In unserem virtuellen Müllcontainer ist schon viel gelandet. Zweites wichtiges Kriterium: ein gewisser Wiedererkennungswert muss gegeben sein. Das kann aber auch wiedererkennbar fies bedeuten. Manche Songs sind allein dissonant und eklig. Typische Radiohörer werden davon überfordert sein. Eine andere Klientel wiederum findet gerade das gut.“

 
 Links:
  waytobodhi.de
 
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