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Devil You Know

Storie von: Arne, am 22.03.2014 ]

SWEET SEXY SONGS FOR THE LADIES! Das und nichts anderes gibt es Sänger Howard Jones zufolge von DEVIL YOU KNOW zu hören. Der frühere KILLSWITCH ENGAGE-Frontmann meldet sich mit neuer Band und starken Songs zwischen Brutalität und Eingängigkeit in der Modern-Heavy-Core-Sparte zurück. Mit seinem Debüt „The Beauty Of Destruction“ wird das Quintett für Furore sorgen.

 
„Wir haben viel Zeit und Mühe in unser erstes Album gesteckt und so lange gearbeitet, bis wir mit dem Ergebnis voll zufrieden waren“, resümiert ein gut gelaunter Howard, der sich als „Liebhaber, Kämpfer und großer Fan von allen deutschen Dingen“ vorstellt. „Nun liegt es nicht mehr in unseren Händen. Deshalb beschäftigen wir uns gegenwärtig allein damit, uns auf die anstehenden Touren und unser Live-Spiel vorzubereiten. Viel mehr sorge ich mich darum, ob die Fische beißen. Hatte ich erwähnt, dass ich auch das Angeln liebe.“

Das Selbstbewusstsein und der Stolz auf das Erreichte kommen nicht von ungefähr, und auch der mitschwingende Spaß-Faktor findet sich in den Songs von DEVIL YOU KNOW wieder: „Mir ist vor allem wichtig, am Leben und aktiv zu sein. Wir sind mehr als bereit, unsere „sweet sexy songs“ für die Ladies zu spielen!“, sagt der Sänger. „Wir schauen ausschließlich auf uns selbst und setzen das in Tracks um, was in unseren Köpfen und Herzen ist. Wenn das andere Leute in irgendeiner Weise positiv berührt, ist das toll. Ich schätze mich glücklich, wieder eine Gruppe Gleichgesinnter gefunden zu haben, die mit dem, was sie liebt, Spaß haben will.“

Jenseits der Frage, mit welchem Sound-Gemisch man es nun genau zu tun bekommt, nimmt man auf dem Debüt-Longplayer der Band zunächst die optimal aufeinander abgestimmte Dosierung von Härte und verträglicher Eingängigkeit zur Kenntnis. Dass es bei DEVIL YOU KNOW zu einem guten Teil brutal und schwergewichtig zugeht, ist angesichts des gewählten Namens und der Beteiligten keine Überraschung. Das trifft sowohl auf die Initiatoren Gitarrist Francesco Artusato (ALL SHALL PERISH, HISS OF ATROCITIES) und Schlagzeuger John Sankey (DEVOLVED, FEAR FACTORY, DIVINE HERESY) sowie den wenig später hinzugestoßenen Howard (auch ex-BLOOD HAS BEEN SHED) als auch die jüngsten Line-Up-Zugänge Bassist Ryan Wombacher (BLEEDING THROUGH) und Gitarrist Roy Lev-Ari (HISS OF ATROCITIES) zu:

„Wir sind eine Band, die einen schwergewichtigen Sound spielt. John und Francesco starteten die Gruppe, um über das hinaus zu gehen, was sie bis dahin mit anderen Bands gespielt haben. Mit exakt dieser Mentalität bin ich dazu gekommen. Es geht uns nicht darum, irgendwo hinein zu passen oder irgendwem zu gefallen. Wir schauen nicht auf eine bestimmte Szene oder sind einem bestimmten Genre verpflichtet. Unser erstes Album vereint unterschiedliche Einflüsse und besitzt sowohl viele Dinge, die Leute von uns in dieser Konstellation erwarten würden, als auch etliche Momente, die man so wahrscheinlich nicht antizipiert hätte. Wir haben nicht einfach nur Bekanntes aufgewärmt, sondern spielen etwas, was keiner von uns zuvor getan hat.“

Vor allem die beiden Initiatoren bringen einen deutlich technischeren Hintergrund mit. Mit DEVIL YOU KNOW bietet sich ihnen die Möglichkeit,


an ihrem Songwriting zu arbeiten und sich mehr auf die eigentlichen Songs und ihren Fluss zu konzentrieren: „Ursprünglich hat sich Francesco geweigert, auch nur ein Gitarren-Solo oder irgendetwas Verrücktes zu spielen, was absurd ist“, verrät der Frontmann. „Glücklicherweise ließ er sich von uns umstimmen. Ausgehend von den Tracks, die ich erhalten habe, sind dann meine Ideen eingeflossen. Wenn ich an Texten arbeite, beschäftige ich mich ausschließlich mit dem Material, lasse es auf mich wirken und blende alle anderen externen Einflüsse aus. Es ist nichts als die Wahrheit, wenn ich sage, dass dieses Album das aufrichtigste und direkteste ist, an dem ich jemals mitgewirkt und für das ich je Texte geschrieben habe. Wer sich dafür interessiert, was in meinem Leben vorgeht und mich umtreibt, der muss nur aufmerksam zuhören. Ich halte nichts zurück. Die Texte spiegeln in aller Kürze mein Leben und meine Empfindungen der letzten sechs bis sieben Jahre wider.“

Der sympathische Frontmann weiß die Bedeutung von „The Beauty Of Destruction“ für sich persönlich ohne zu zögern in Worte zu fassen: „Es ist genau das, was es der erste Titel sagt: „A New Beginning“. Einen wirklichen Neustart erlebt man nur selten. Deshalb genieße ich ihn umso mehr.“ Diese Einschätzung resultiert nicht zuletzt aus der Tatsache, dass bei DEVIL YOU KNOW innerhalb kürzester Zeit viel passiert ist und sich bereits viele potenzielle Fans für die Gruppe interessieren:

„Wir sind ohne konkrete Erwartungshaltung oder vorgefertigtes Bild in unseren Köpfen ins Studio gegangen. Bei den eigentlichen Aufnahmen hat sich vieles neu bzw. anders zusammen gefügt und der Sound ist zu dem herangewachsen, was man nun auf dem Album hört. Das gilt nicht nur für den musikalischen Teil, sondern auch für meine Vocals. Ich habe viele neue Dings ausprobiert, was die Leute hoffentlich bemerken und sie unterhalten wird“, äußert sich der Sänger zu Ausgangslage. Die einsetzende Eigendynamik führte alsbald dazu, dass aus dem kreativ arbeitenden Trio eine feste Fünfer-Besetzung geworden ist, in der sich der modern-agile Heavy-Sound künftig problemlos ausbauen lässt: „Bislang existiert von uns nur eine Platte. Das bedeutet, dass wir für unsere Entwicklung alle Freiheiten besitzen“, stimmt Howard Jones zu.

„Wir selbst sind auch gespannt, zu erfahren, wie es weitergeht und wohin uns die Band führt. Wir sind nun in der schwergewichtigeren Musik-Sparte gestartet, aber keinesfalls auf sie festgelegt. Mit DEVIL YOU KNOW verfolgen wir den Anspruch, unsere Songs so divers wie möglich anzulegen und über das hinaus zu gehen, was wir bereits kennen und schon getan haben. Der Metal bietet den nötigen Rahmen und schränkt die Möglichkeiten nicht ein. Stilgrenzen und Traditionen halten uns nicht auf, denn sie sind nur etwas für Verlierer.“

 
 
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